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Full text: 62, 1934

114 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1934, 
Verbesserungen für Pontoise sogar ein imaginärer Wert; das kennzeichnet 
natürlich die für Hamburg und Buenos Aires bestimmten Zahlen als zu groß. 
Unter Weglassung dieser Werte sind die Mittelwerte für Hamburg -+ 0.030°, für 
Paris -+ 0.020s, für Buenos Aires -{- 0.027s, Hamburg schneidet ungünstiger ab, 
weil die verwendete Aufnahmemethode ungenauer ist als die Registrierung. Im 
allgemeinen sind die Ergebnisse 1933 besser, für Hamburg wohl hauptsächlich 
auf Grund der größeren Erfahrung und Vervollkommnung der technischen 
Einrichtungen. 
Vergleicht man die für Hamburg und Paris ermittelten Werte mit den ent- 
sprechenden für die gleichzeitigen langen Wellen(1), so kommt man bei der 
berechtigten Annahme, daß die Genauigkeit „einer Verbesserung“ für ein Lang- 
wellensignal und für ein Kurzwellensignal in Paris die gleiche sei — dort werden 
beide registriert, zu folgenden Werten: 
Aufnahme-Institute 
Hamburg , .. . +. 
Paris . . 
Hamburg . 
Paris . 
Sender 
£ 
Koinzidenzsign. ; 
M.G. Z. 
1932 
Nauen 12h 4 0.0248 
Norddeich 1 + 0.031 
Nauen 1 
Norddeich 12 =+ 0.023 
Bordeaux 8 24 0.023 
Bontcise s 4 0.028 | 
Bordeaux 
Pontoise 8 h 4 0.018 
‘933 
+ 0.0248 
+ 0.031 
+ 0.016 
+ 0.025 
+ 0.032 
4 0.017 
Der Mittelwert für Hamburgs Kurzwellenaufnahmen -+- 0.0308 stimmt mit 
dem oben angegebenen überein. Gegenüber dem Mittel aus den Fehlern für 
Langwellensignal-Verbesserungen -} 0.024® zeigt sich in ihm der Betrag der 
Unsicherheit an, der durch die Hännische Koinzidenzenmethode bei Aufnahme 
von Zeitzeichen eingeht, 
Die Herren Dr. Freiesleben und Dr. Lange unterstützten mich bei dieser 
Untersuchung durch ihre Ratschläge. 
Literatur, 
1. Die für Nauen und Bordeaux angeführten Werte sind der Untersuchung von A. Repsold und 
H.C. Freiesleben: Entwicklung und Ergebnisse des Funkzeitzeichendienstes auf der Deutschen 
Seewarte, Astronomische Nachrichten, 251, 145, entnoramen. 
2, Comptes Rendues 196, S. 1291 (1933). 
Kleinere Mitteilungen, 
1. Der Fernandez-Ambrosio-Rücken. Verbindet man im südöstlichen Stillen 
Ozean die sogenannte Robinson-Insel, d. h. Juan Fernandez (Mas Atierra) oder 
das nicht weit ab davon gelegene Mas Afuera, beide etwa unter 34° S-Br. be- 
findlich, mit den zwei unter 26° S-Br, liegenden, ebenfalls rein vulkanischen 
Eilanden San Felix und San Ambrosio durch eine Linie, so geht sie genau 
parallel dem Verlauf der chilenischen Anden, in einer Entfernung von rund 
380 Sm oder 700 km von der kontinentalen Küste. Alle bisherigen Tiefenkarten 
in den Atlanten, auch die Seekarten, z. B. die große amerikanische des Hydro- 
graphic Office Nr. 823a, bringen in der Nähe dieser Verbindungslinie nur große 
ozeanische Tiefen von 2000 und mehr Faden; die von den meisten Ozeanographen 
benutzte treffliche Übersichtskarte der pazifischen Tiefen von M. Groll?), ein- 
schließlich des zweiten Abdruckes?), geht ebenfalls von der Annahme aus, daß 
Tiefsee von 3000—4000 m hier überall vorhanden ist. 
Nun hat Herr Prof. Dr. E. Brüggen in Santiago (Chile) mich vor mehreren 
Monaten darauf aufmerksam gemacht, daß schon 1896 durch den chilenischen 
1) M, Groll, Tiefenkarten des Ozeanes, Inst, f, Meereskunde, Veröff, N, F, Nr. 2, Berlin 1912, — 
2) Zeitschr. Ges. £. Erdkde, Berlin 1913, Taf. 3.
	        
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