‚02 Annalen der Hydrographie und Maritiimen Meteorologie, März 1934.
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5. Wattenberg, H., 1931, Die Bestimmung von Phosphat, Nitrat, Nitrit, Ammoniak und Silikat
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7. Feigl, F., Strebinger, R., und Barrenscheen, H. K., 1929. Sammelreferat „Phosphor‘,
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Meeresforschung. Neue Folge. VI, 273-299 (4).
3.
Ein neuer Atlas für Temperatur und Salzgehalt im Oberflächenwasser
der Nordsee).
Von Franz Zorellvı Hamburg, Deutsche Seewarte.
(Hierzu Tafel 11.)
Der vorliegende Atlas gibt die endgültige Darstellung allen von 1902 bis 1928
in der Nordsee gesammelten Öberflächenmaterials der Größen t und S in der
Form von Monatskarten. In der Vorrede wird Art und Umfang des Materials
kurz aufgezählt und betreffs der Bearbeitungsmethode auf eine spätere Publikation
rerwiesen.
Die einzelnen Karten geben in flächentreuer Azimutalprojektion, Maßstab
1:6000000, eine Darstellung der Temperatur- und Salzgehaltsverteilung des
Oberflächenwassers für jeden Monat. Die Isothermen sind meist von 0.1 zu 0.1°
gezogen, die Isohalinen in verschiedenen Abständen; die Darstellung der Tempe-
raturverhältnisse reicht bis 59° N-Br., die des Salzgehalts meist bis 61° N-Br.
Außer den Karten für jeden der 12 Monate sind noch zwei Karten mit den
Jahresmitteln von t und S gegeben. Den Anhang bildet eine tabellarische Über-
sicht der t- und S-Monats- und Jahresmittel für die Schnittpunkte ganzer und
zum Teil halber Grade,
Es ist bedauerlich, daß über die Methode der Bearbeitung und Zusammen-
fassung des Grundmaterials keine Auskunft gegeben ist, da ja für Temperatur
und Salzgehalt bereits ähnliche Bearbeitungen für die vier Monate Februar, Mai,
August und November durch die Deutsche Seewarte?) und (für den Salzgehalt
allein) durch G. Böhnecke®) vorliegen und man eine Erklärung der bestehenden
Unterschiede zwischen den einzelnen Darstellungen ohne Angaben über die an-
gewandte Methode nur schwer und unvollständig geben kann.
Eines scheint aber sicher zu sein: der neue Atlas gibt die Isolinien weniger
als die früheren (und insbesondere der Seewartenatlas) beeinflußt von bestimmten
Vorstellungen über die hydrographischen Verhältnisse der Nordsee überhaupt,
d. h. er ist nicht beeinflußt von den Vorstellungen, die sich im Laufe der Jahre
über die statischen und dynamischen Verhältnisse der Nordsee gebildet haben,
Die Linien sind also ein rein zahlenmäßiger Ausdruck der gefundenen Mittel-
werte, eine Abstraktion der vielen verschiedenartigen Zustände, die an einem
bestimmten Punkt in der Nordsee im Laufe der Jahre eintreten können. Es
erscheint mir sehr gut, daß dies einmal konsequent durchgeführt wurde, weil
;) Atlas de la Tempf£rature et Salinite€ Moyenne de l’Eau Surface de la Mer du
Nord et de la Manche, Veröffentlicht vom Bureau du Conseil Permanent International pour
’Exploration de la Mer, Service Hydrographi ue, Kopenhagen 1933. In Kommission bei Andr. Fred,
Host und Sohn. Preis dän. Kr. 5.—. 26 Karten und 3 Seiten Tabellen. — *%) Atlas für Temperatur,
Salzgehalt und Dichte der Nord- und Ostsee, herausgeg. von der Deutschen Seewarte, Hamburg 1927. —
‘) G. Böhnecke, Salzgehalt und Strömungen der Nordsee. Veröff, des Inst, f. Meereskunde, N, F. A.
Heft 10. Berlin 1922,