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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1934,
IV. Veränderliche: Temperatur.
Zur Prüfung des Temperatureinflusses auf die Phosphatreaktion wurden an
destilliertem Wasser und künstlichem Meerwasser von 35° 4 Salzgehalt drei
Untersuchungsreihen durchgeführt bei +5° C sowie bei Zimmertemperatur und
bei +30° C (Tabelle 13 und 14).
Tabelle 13. Abhängigkeit der Phosphatreaktion von der Temperatur. Grundversuch bei -}3° C,
Destilliertes Wasser Künstliches Meerwasser
Koef, | Kia, ! Ad mg P/m? } Kaet. ! Kid, ! a
„.1 (blind) 13 17 —4
112 181 174 +7
21.1 326 331 —5
31.1 482 488 —6
A411 628 645 m
13.8 (blind)
20 ®
30 |
40
jJ0P = 13
187 181 +6
262 262 +0
387 393 —6
526 524 +2
u0P
Grundversuch bei Zimmertemperatur,
Destilliertes Wasser + 17° C ! Künstliches Meerwasser + 20°C
A
zz.
3
mg P/m
Keet, } Ki. |
mg P/m?}
Keet, ! Kia, | A
1.1 (blind) 9 . 9 —10
8.1 108 108 +0
11.1 201 196 +5
21.1 372 373 — 5
31.1 554 550 + 4
Ans 791 797 „8
10P =
13.8 (blind)
30 )
30 |
40
299 224 —
323 324 —1
483 486 —3
650 648 +2
10P = 186
Grundversuch bei 30° C.
Destilliertes Wasser } Künstliches Meerwasser
Kef | Kid 1 a mgPmt * Kat | Kia |
mg Pia?
7-1 (blind) 27 22, + 5
iL1 233 223 +10
21.1 432 424 +8
31.1 631 625 +6
41.1 15 826 =
10?
13,8 (blind)
20
30
40
252 248 +4
357 360 —3
541 | 540 +1
719 790 —]1
OP
18%
Tabelle 14. Zusammenfassung der Kennwerte (K-Werte für 10 mg P/m?) aus Tabelle 13,
Destilliertes Wasser. . . . .
Künstliches Meerwasser 35%, 5 .
Salzfehler . . . . .
1456| 17°C
) . zn
420°C'430°C Ef |X/t in %
157 177 |(183 ber.) | 201 1.76 | 0.96%
131 | K ) A 1.96 | 121%
26 | “21 | 2
Wie aus Tabelle 14 und Fig. 9 hervorgeht, hat die Phosphatreaktion einen
erheblichen Temperaturfaktor. Die Zunahme des Kennwertes beträgt pro Grad
Celsius an destilliertem Wasser 1.76 K, an künstlichem Meerwasser 1.96 K.
Bezogen auf die Werte von 20°C beträgt die Empfindlichkeitssteigerung pro
J° C Erwärmung bei destilliertem Wasser ungefähr 1% und bei künstlichem
Meerwasser von 35%.g Salzgehalt etwa 1.2%. In praktischer Beziehung bedeutet
dies, daß bei einem Gehalt von 30 mg P/m* eine Temperaturänderung von +2°C
bereits eine Überschreitung der kolorimetrischen Fehlergrenze von 110 K bewirkt,