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Full text: 62, 1934

06 
-. Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1934. 
Tabelle 9; Abhängigkeit der Phosphatreaktion von der Menge vollwertigen Zinnchlorür-Reagenzes. 
. Grundversuch an destilliertem Wasser { Grundversuch an künstlichem Meerwasser, 35 °/4 S 
41.1 mg P/m? > 40 mg P/m? 
cem Zinnehlorür-Reagenz zu 50 ccm | K 
(kolörimetriert nach 15 Minuten) 
ccm Zinnchlorür-Reagenz zu 50 ccm | x 
(kolorimetriert nach 15 Minuten} 
0.04 
0.075 
0.15 
0.30 
0.45 
7.60 
12 
695 
703 
719 
738 
726 
701 
593 
0,04 
0.075 
0.15 
0.30 
0.45 
0.60 
12 
627 
642 
658 
338 
522 
588 
481 
0.15, nach 10 Minuten langem Ein- 
wirken nochmals 
+ 0.15, nach, weiteren 5 Minuten kolori- 
metriert 
0.15, nach 10 Minuten langem Ein- 
wirken nochmals 
+ 0.15, nach weiteren 10 Minuten langem 
Einwirken nochmals 
+ 0.15, nach weiteren 5 Minuten kolori- 
metriert. 
Be 
„—=Am] 
745 
276 
dee" 
‘65 
688 
Tabelle 10. Oxydation des Zinnchlorürs im der Untersuchungslösung. 
50 com Untersuchungslösung + 0,5 ccm Osloer Reagenz + 0.15 ccm Zinnchlorür-Resgenz 
(0.15 com Zinnchlorür-Reagenz == 0.67 com 4 I). 
Destilliertes Wasser | Künstliches Meerwasser 
By . N y# 
CM 9 J*) em. 05 J*) 
Titriert 
nach Minuten 
Natürliches Meerwasser 
n CC 
ccm —5 J*)} 
(0.67) 
0,51 
0.32 
67) 
0.49 
0.29 
10.67) 
0.46 
0.21 
IF. 
Wie aus obigem Versuch (Tabelle 10) hervorgeht, setzt in der Untersuchungs- 
lösung eine sehr schnelle Oxydation des Zinnchlorürs ein. Der Wirkungsgrad des 
Reagenzes, der von dem Gehalt an Sn‘ abhängt, sinkt bereits innerhalb von 
15 Minuten auf weniger als 50%. Es bleibt demnach noch die Frage zu prüfen, 
wie stark sich diese Oxydation des Zinnchlorür-Reagenzes auf die Phosphat- 
reaktion bemerkbar macht. Zu diesem Zwecke wurden zwei Versuchsreihen an 
destilliertem Wasser und künstlichem Meerwasser angesetzt mit Zinnchlorür- 
Reagenz-Lösungen, in denen bei gleicher Gesamtmenge an Zinnverbindung das 
wirksame Sn ** auf Kosten von Sn‘ *‘*" stufenweise vermindert war (Tab. 11, Fig. 7). 
Aus Tabelle 11 und der zugehörigen Kurve (Fig.7) ergibt sich, daß ein 
Abfall des Zinnchlorür-Reagenzes auf 50% seines ursprünglichen Wirkungsgrades 
sich auf die Phosphatrektion bei einem Gehalt von etwa 40 mg P/m? erheblich 
bemerkbar macht. Die Empfindlichkeitsminderung beträgt unter diesen Ver- 
hältnissen immerhin schon 20 K, das ist der doppelte Betrag der kolorimetrischen 
Fehlergrenze des Pulfrich-Photometers. Theoretisch interessant ist an der obigen 
Kurve die Tatsache, daß bei etwa 10% Zinnchlorür-Reagenz ein scharfer Knick- 
punkt in der Empfindlichkeitskurve auftritt. Oberhalb dieses Punktes tritt nur 
eine schwache Empfindlichkeitssteigerung ein, die wohl mit der Oxydations- 
geschwindigkeit des Reagenzes in Verbindung gebracht werden kann. Unterhalb 
der 10%-Grenze fällt jedoch die Empfindlichkeit rapide, fast geradlinig auf den 
Nullpunkt des Diagramms, Es hat demnach den Anschein, als ob die 10 %-Grenze 
irgendeinen besonders ausgezeichneten Äquivalenzpunkt in dem Reaktionsverlauf 
der verschiedenen Komponenten darstellt, 
*) Die Titration mit > J-Lösung ergibt ein Maß für die vorhandene Menge an Sn** (11).
	        
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