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Full text: 62, 1934

Richter, J.: Die Eisverhältnisse des Weißen Meeres, 
93 
aus Tabelle 7 die sommerliche Temperaturzunahme von links nach rechts hervor, 
allerdings sind die Werte infolge der etwas vorgerückten Jahreszeit schon recht 
ausgeglichen und im Begriff, in den winterlichen Zustand überzugehen. Daraus 
folgt aber, daß die Sommerküste im Mittel weniger lange vom Eis besetzt ist als 
die Winterküste: Sommerküste: Loptschenga 154 Tage mit Eis, 
Winterküste: Mudjug 192 % 9 
Tabelle 7. NE—SW-Schnitt quer durch den Golf von Archangel') 
am 19. September 1924. 
Station Nr. 
Position 
— Nord-Breite | Ost-Länge 
39° 34’ 9.9 
39° 14’ 97 | 
38° 57 | 8.6 
2380 30’ 94 
6°C | Sm 
an der Oberfläche 
Bemerkungen 
24.70 
f NE. Rechtes Ufer 
| bei dem Leuchtturm Keretz 
2 
3 
b 
| 
25.16 
25.44 
25.61 
{ SW. Linkes Ufer 
‚1 bei der Unskaja Bucht. 
Da die Küsten am Eingang des Golfes von Onega das umgekehrte Verhalten zeigen: 
Popow-Insel an der Pomorküste: 186 Tage im Mittel, 
Solowetzki-Insel: 166 ” » 
Letne Orlow an der Sommerküste: 166 „ “_-. 
liegt hier der Schluß nahe, daß das der Pomorküste vorgelagerte breite flache 
Gebiet die Wirkung des salzreichen Einstroms wahrscheinlich überkompensiert. 
Das tiefe salzreiche Becken des Golfes von Kandalakscha ist von Wasser 
arktischen Charakters erfüllt. Die sommerliche Erwärmung dringt, wie Tabelle 8 
zeigt, nur in die allerobersten Schichten ein. Erst mit der winterlichen Ab- 
kühlung setzt an der Oberfläche die vertikale Konvektion ein, die nach Derjugin®) 
Tabelle 83. 
a) Sommer. 
Position 66° 2’ N-Br., 35° 58’ O-L. 
Datum 2. August 1922. 
b) Frühling. 
Position 66° 44 N-Br., 35° 43’ O-L. 
Datum 4. Juni 1925. 
Tiefe 
»Oc 
S Yo 
Tiefe 
t°C 
So 
DA 
15,3 
15,8 
14.7 
18 
25.64 
25.66 
25.82 
27.99 
28,75 
29.14 
29.72 
29,70 
30.03 
30.01 
0m 
5 
10 
5 
7 
100 
150 
200 
950) 
16 
4.10 
— 0.17 
— 1.09 
— 1.10 
— 1.09 
—1,.35 
— 1,38 
— 144 
26.49 
26.56 
26.64 
29.13 
28.28 
29.13 
29.67 
29.96 
30.17 
’ 
50 
5 
100 
150 
200 
DR 
Zi 
— 14 
allerdings nur bis zu Tiefen von 50 bis 60 m 
wirksam ist. Trotzdem stagnieren die tieferen 
Schichten bis zum Boden hin auch im Sommer 
nicht; denn die in Tab. 9 zusammengestellten 
Sauerstoffwerte zeigen, daß noch in 300 m Tiefe 
der O,-Gehalt nur wenig kleiner ist als nahe 
der Oberfläche, Diese ausgezeichnete Durch- 9 m 7.88 
mischung der Wassermassen erfolgt nach Der- DO zZ 
jugin nicht durch die vertikale Kon- 300 7.32 
vektion, sondern durch horizontale Vor- 
gänge (Gezeitenströme). Daraus läßt sich aber der Schluß ziehen, daß dank der 
großen Tiefe diese durchmischenden Kräfte der Oberfläche eine solche Wärme: 
1) Leningrad. Observ, Hydro.-Met. 1924, 8.22. — 2%) Derjugin. „Fauna“, S. 454. — % Derjugin. 
„Hydrographie d, Weißen Meeres.“ Zapiski po Gidrogr. 1923, S. 60. 
Ann. d, Hydr. usw. 1934, Heit IIL
	        
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