Kleinere Mitteilungen.
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Volumen desselben Hauptthermometers bis zum Teilstrich 0.0° v, und die wahre
Tiefentemperatur nach dem geschützten Kippthermometer T+ (= T + C); endlich
bezeichne © die gesuchte an X anzubringende Berichtigung. Dann ist die Länge
des Hauptthermometerfadens bei 0°, berechnet aus der Ablesung X, Dr und,
berechnet aus der Einstellung des Hauptthermometers unten, nach dem Kippen,
1487, 14BE IE PT, TUE
Wird wieder für 8 der Wert == eingesetzt, so lautet die Formel
0 +2) TB |
Sr
Als Näherungsformel für das ungeschützte Thermometer hatte der Unter-
zeichnete (a. a. O0. S. 275) gefunden
(De +2 —D/ Ta —f
OA Ant an) » 3 4 3 wi u »
Im äußersten, höchst unwahrscheinlichen Fall, bei kleinen Werten von Ty und
hohen Werten von t, etwa Ty= 1°, t= 31°, unterscheiden sich die Faktoren, mit
denen in beiden Formeln (v, + 2%) (Tw—t) zu multiplizieren ist, erst um zwei
Einheiten der achten Dezimale (!), Auch bei Werten für (v, + 7%) = 400 und
(T7— U) = -—30, mit denen man nach G. Wüst gelegentlich rechnen muß?),
weichen die nach den Formeln (4) und (5) berechneten Werte für © erst um
drei Einheiten der vierten Dezimale voneinander ab. Die Tabelle von F, Zorell
und die graphische Tafel desselben Verfassers?) und des Instituts für Meeres-
kunde (L. Möller)?), die auf der Formel (5) beruhen, würden also auch dann
noch ausreichen, wenn einmal die thermometrische Tiefenmessung verfeinert
würde, indem man neben den geschützten auch ungeschützte Stufenthermometer
(etwa von 0° bis 30°, 20° bis 50°, 30° bis 60°) einführen würde, Vorläufig genügt
hier sogar noch die ursprüngliche Formel vollständig, vor allem für Messungen
in Tiefen über 1500 bis 2000 m mit der Einheitsskala 0 bis 60° (in }°-Teilung).
Sollten bei wesentlicher Änderung des Ausdehnungskoeffizienten neue Tafeln
aufgestellt werden müssen, so würde man für die Berechnung zweckmäßigerweise
die eben in Anlehnung an Hidaka gegebene strenge Formel (4) verwenden, sich
aber bei der Tabulierung mit den beiden Eingängen (v,-+%) und (Tw-—t) be-
gnügen können. A. Schumacher.
3. Beobachtungen im Auftriebwassergebiet Östlich von Perim. Im
Handbuch für das Rote Meer und den Golf von Aden, 2. Aufl, 1926, wird (S. 8)
geschildert, wie an der Südostküste Arabiens, von Perim an östlich, zur Zeit der
überwiegend nördlichen bis nordwestlichen
Winde (Juni bis August) die mittlere Wärme
der Meeresoberfläche durch ein Gebiet starken
Auftriebwassers sich am Küstensaum im Juni
auf 26° C (Mai: 28 bis 29°) und im Juli auf
24 bis 25°, im Auftriebskerngebiet sogar auf
22° senkt. Im August dehnt sich das Kern-
gebiet weiter aus unter Sinken der mittleren
Wärme auf 21°. Von September an ver-
schwindet der Effekt dann schnell. Als
niedrigste Einzelmessung wird für den August
aus den Jahren 1906 bis 1913 die Wasser-
temperatur 17.9° angegeben.
1) Nach G. Wüsts Mitteilung im Abschnitt über thermometrische Tiefenmessung (Wissenschaftl.
Ergebnisse der Disch, Atlant, Expedition auf ‚Meteor‘, Band IV, 1. Teil, S. 69) übersteigt der Faktor
(bo + X) bei den auf „Meteor‘“ benutzten ungeschützten Thermometern vielfach den Wert 300; die
dem Abschnitt beigegebene „Graphische Korrektionstafel für die druckungeschützten Richterschen
"a (Beilage II) reicht bis (bp + ©) = 400, -— 2?) Vgl. Fußnote 4, S. 75. — %) Vgl. Fuß-
note 1, S. 77.