Kleinere Mitteilungen,
75
Hauptthermometer, t diejenige am Nebenthermometer, v, das Volumen des ab-
gerissenen Quecksilberfadens bis zum Teilstrich 0.0, 8 den scheinbaren Aus-
dehnungskoeffizienten des Thermometerquecksilbers und C den algebraischen
Wert der zu berechnenden Berichtigung, die an der Ablesung anzubringen ist.
Dann läßt sich die Formel von Hidaka herleiten, indem man die Länge des
Quecksilberfadens bei 0° sowohl mit Hilfe der Ablesung T, die bei t° erfolgt ist,
wie mit Hilfe der wahren Temperatur in der Tiefe, T-+C, ausdrückt. Die Länge
des Fadens (vg + T) bei der Ablesung T, auf 0° reduziert, ist BE = Die Länge
des Faden (vo +T-+C) bei der Einstellung AT C), reduziert auf 0°, ist
WFT } . m &
DS Aus der Gleichung ro folgt als Wert für die
Berichtigung
Cm EM ADTO
1— 8% +T—9)
Setzt man noch in Übereinstimmung mit den früheren Veröffentlichungen
über die Berichtigungsformel, die in dieser Zeitschrift!) erschienen sind, vo+T
=n und T— t= v7, außerdem für 8 den Zahlenwert a ein, so wird
Oz AT
6100-— (a — 4)
Diese Formel hat den großen Vorzug vor der vom Unterzeichneten im
Jahre 1923 angegebenen Näherungsformel
N+E n+rz n+-\?
Ct Hl
daß sie streng gültig und für die Berechnung von C sehr viel handlicher ist,
Sie hat im Aufbau wieder große Ähnlichkeit mit der ursprünglichen Formel der
Physikalisch-Technischen Reichsanstalt (nicht von G. Feruglio, wie Hidaka
schreibt)
Om! _ M+DA—8
Wa
in der allerdings T in Wirklichkeit nicht die Ablesung am Hauptthermometer,
sondern die zu messende Temperatur bedeutete, für die als gegißter Wert die
Ablesung eingesetzt werden mußte, In Formel (la) ist nur der reziproke Wert
des Ausdehnungskoeffizienten um eine dritte Veränderliche, n — t, zu verkleinern,
und diese dritte Veränderliche macht allerdings die Auswertung der streng
gültigen Formel in Gestalt einer Tabelle von gleicher Strenge etwas umständlich.
Man könnte die Tabulierung folgendermaßen ausführen: Es wird zunächst
nach der alten Formel (3) eine Haupttafel berechnet mit den Eingängenn = vw +T
und z=T-—t, und die aus dieser Tafel entnommenen Werte sind mit Hilfe
giner Nebentafel zu beschicken, die als Eingänge die vorläufigen Werte von C
nach der Haupttafel und die Differenz 6100 — (n — t) hat. Dabei kann die
Nebentafel so weit ausgedehnt werden, daß sie gestattet, die verschiedenen Werte
des scheinbaren Ausdehnungskoeffizienten zu berücksichtigen.
Andererseits sei im folgenden untersucht, wie weit die nach der Näherungs-
formel (2) von G. Böhnecke?) und von F. Zorell*) mit dem Koeffizienten =
berechneten Tafeln noch verwertbar bleiben, um möglicherweise den Vorteil
einer Tafel beibehalten zu können, Zunächst wurde mit möglichst extremen,
z. T. unwahrscheinlichen Kombinationen von T und t eine Anzahl won Probe-
iy Korrektionstabelle für das N nach Richter, Ann, d. Hydr. 1914, 8, 56
a. 57. — A. Schumacher, Neue Hilfstafeln f. d. Umkippthermometer usw. Ann. d. Hydr. 1923, S. 273. —
2?) Als Ausdehnungskoeffizient ist früher 1: 6300 gesetzt worden; dieser Wert gilt für das nicht mehr
verwendete Jenaer Normalglas 161III. Die jetzt in Gebrauch befindlichen Thermometer werden ent-
weder aus Borsilikatglas 59 III mit dem A-K, 1:6080 oder aus Glas 2954 III mit dem A-K. 1: 6135
hergestellt sein. (Vgl. G. Böhnecke in Wissenschaftl. Ergebnisse der Dtsch, Atlant. Expedition auf
„Meteor“, Band IV, 1. Teil, Berlın und Leipzig 1932, S. 237), Der Wert 1:6100 stellt also ein
utes Mittel dar; die damit verbundene Ungenauigkeit von C beträgt rund 5%. — 2%) a. 8. O.
ß 236/237, — *) Erscheinen demnächst in dieser Zeitschrift.