Meereskunde
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ferenz von 1967 erheblich korrekturanfälliger geworden. Zu dem Neudruck der
Bände I bis lll mit insgesamt 1364 Seiten Text in einer Auflage von insgesamt
3400 Exemplaren kamen 1970 558 Ersatzblätter (einschl. S.f.K.) sowie 977 Be
richtigungen, 32 Berichte und 65 Mitteilungen und Bekanntmachungen in einer
Auflage von durchschnittlich je 2700 Stück. Der hierfür notwendige Zeitaufwand
einschließlich der für die Lagerberichtigung erforderlichen Generalnachträge
betrug 916 Stunden im Maschinensatz, 991 Stunden im Handsatz, 1481 Stunden
im Buchdruck und 1575 Stunden in der Buchbinderei. Wenn auch 1971 die An
zahl der Ersatzblätter geringfügig auf 532 Stück fiel, so stiegen doch durch den
größeren Umfang der Veränderungen die Maschinensatz- und Handsatzstunden
um 15 %.
3. In der Buchdruckerei waren zu Beginn des Jahres 1970 insgesamt 22 Bedien
stete (Setzer, Drucker, Hilfsarbeiter) tätig. Durch Kündigung, Erreichung der
Altersgrenze, Krankheit, Kuraufenthalte und Personalratstätigkeit fielen neben
den Urlaubszeiten 224 produktive Arbeitswochen aus, das sind rd. 41/2 volle
Arbeitskräfte oder 20%. Im Jahre 1971 haben sich diese Verhältnisse nicht we
sentlich geändert.
Trotzdem kamen 1970/71 neben einer Fülle von kleineren Veröffentlichungen wei
tere umfangreiche Werke heraus:
Anzahl Umfang Gesamtauflage
1970
1971
1970
1971
1970
1971
Gezeitenkalender
5
5
252
252 Seiten
51 000
56 000 Stück
Seehandbücher
3
4
900
1 431 Seiten
9 000
16 471 Stück
Leuchtfeuer
verzeichnisse
4
4
1 838
2 030 Seiten
8 200
7 340 Stück
Der Produktionsabfall im Buchdruck ist dadurch ersichtlich, daß einem Höchststand
im Jahre 1967 von rd. 7 000 000 Druckgängen im Jahre 1970 nur 5 125 000 Druck
gänge gegenüberstehen, die sich 1971 jedoch wieder auf 6135 000 erhöhten.
Wir hoffen, daß die 1970 eingeleiteten und 1971 zielstrebig durchgeführten Maß
nahmen der Erhöhung der Lager- und Druckkapazität dazu führen, daß umfang
reiche Lieferschwierigkeiten 1972 nicht mehr auftreten. Wenn der gebietsmäßige
Umfang des Seekartenwerkes erhalten bleiben soll, so kann nur erhöhter Absatz
die Wirtschaftlichkeit steigern.
MEERESKUNDE
1. Physikalische Meereskunde
a) „Meteor“-Forschungsfahrten
Die Forschungsfahrt Nr. 20a des FS „Meteor“ diente physikalischen Un
tersuchungen im Gebiet des südostisländischen Schelfs (vgl. Abb. 21). Auf 18 Sta
tionen, die teilweise auf dem Schelf und teilweise in tieferem Wasser in Schelfrand-