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Full text: 61, 1933

Möller, L.: Zur Reduktion hydrogr. Beobachtungen mit Hilfe graphischer Darstellungen usw. 59 
3 Dezimalen neu berechnet, und im „Meteor“-Werk ist die thermische Korrektion 
auf den Ausdehnungskoeffizienten 1:6100 umgerechnet in Form meiner graphischen 
Darstellung veröffentlicht worden. 
Die gewählte Art der Darstellung hat den Vorteil, daß die Kurven gleichen 
{T + vol.) zu geraden Linien werden. Den gleichen Vorteil hat man, wenn 
Linien gleichen (T—t) in einem Koordinatensystem mit (T + vol.) und ther- 
mischer Korrektion ce als Achsen konstruiert werden, Dagegen erhält man nicht 
mehr Gerade, wenn Linien gleicher thermischer Korrektion in einem (T + vol.)- 
und (T — t)-Koordinatensystem entworfen werden. Mit Hilfe solcher graphischen 
Tafeln können die Tausendstel Grad Celsius der thermischen Korrektion bequem 
erhalten werden, 
Sind jedoch Beobachtungen zu korrigieren, die mit wenigen Thermometern 
gemacht worden sind, so ist es praktischer, die Kaliber- und die thermische 
Korrektion in einer graphischen Darstellung zu vereinigen. Eine derartige 
Methode ist von O. Sund (J. d. Cons. 1926) bereits angegeben worden. 
Man kann nun bei der Neuberechnung der Korrektionstafel die Schwierigkeit 
der Näherungsformel für die thermische Korrektion ec umgehen, wenn man eine 
von Bj. Helland-Hansen übernommene Berechnungsmethode verwendet, Er 
geht im Gegensatz zu O0. Sund von der wahren Temperatur des Hauptthermo- 
meters aus und berechnet nun für Werte des Nebenthermometers von 0, 5, 10, 
15, 20, 25°C die thermische Korrektion nach der einfachen, für diesen Fall 
exakten Formel: ce = SE, Ist nun die Kaliberkorrektion k, so ergibt 
sich der abgelesene Wert am Hauptthermometer zu T — (c + k) = T‘. Als Werte 
der Temperatur des Hauptthermometers, für welche die Ablesungswerte ermittelt 
werden sollen, sind praktisch die zu wählen, für welche die Kaliberkorrektion 
gegeben ist. Den T’-Werten als Abszissen werden die Korrektionen (c + k) als 
Ordinaten zugeordnet und diese Punkte durch Linien gleicher Werte des Neben- 
thermometers verbunden. Es ist günstig, für die Abszisse 1°C == 1 cm, für die 
Ordinate 0.04°C —= 1cm zu wählen und die Linien gleicher Werte des Neben- 
thermometers in Abständen von 1°C zu interpolieren, Diese graphische Dar- 
stellung entspricht der oben angegebenen zweiten, mit dem Unterschied, daß der 
Verlauf der Linien gleicher (T — t) entsprechend der Größe der Kaliberkorrektions- 
werte abgeändert ist. Die Zeit, welche man für die Herstellung einer solchen 
Tafel benötigt, ist mit zwei Stunden schon recht hoch angegeben, so daß sich 
bei häufiger Verwendung eines Thermometers die Anfertigung einer solchen 
Reduktionstafel auf jeden Fall lohnt. 
Die hydrographischen Tabellen von Knudsen geben ein sehr umfangreiches 
Material für weitere graphische Darstellungen, Außerordentlich bewährt hat 
sich die von A. Schumacher entworfene o,-Tafel, die in dieser Zeitschrift 1922 
veröffentlicht worden ist. Sie läßt sehr schnell und mit genügender Genauigkeit 
aine der drei Größen Temperatur, Salzgehalt oder Dichte aus den beiden gegebenen 
bestimmen, Während Schumachers Tafel den gesamten Bereich der Knudsen- 
Tafel darstellt, ist im japanischen hydrographischen Bulletin Nr. 107, Tokyo, der 
für die Ozeane besonders wichtige Teil für 0 bis 32°C und 32 bis 36°%%g ver- 
größert wiedergegeben. Als Maßstab der japanischen Darstellung wurde für die 
Temperatur 1°C = 1cm, für den Salzgehalt 1°, = 10cm gewählt. Das Dia- 
gramm ist also verglichen mit dem von Schumacher für den Salzgehalt auf 
den 5fachen Maßstab gebracht worden und daher bequemer auszuwerten, Man 
kann diese graphischen Darstellungen stets verwenden, wenn eine Genauigkeit 
der Dichte von zwei Einheiten der 5. Dezimale genügt. 
Für die Bestimmung des Salzgehaltes wird in der Meereskunde fast all- 
gemein die Mohrsche Chlortitration verwendet, Zu einer genauen Methode ist 
sie durch die Verwendung des sogenannten Normalwassers geworden, dessen 
Chlorgehalt genau bekannt ist und das von dem hydrographischen Laboratorium 
in Kopenhagen geliefert wird. Erhält man bei der Titration eine Ablesung, die 
yon dem für das Normalwasser angegebenen Chlorwert abweicht, so kann mit
	        
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