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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 61 (1933)

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1932,

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steller von Kalendern wurden Kalenderangaben, wie Sonnen- und M
ä ; = ond-Auf- und
„Untergänge, und Gezeitenangaben von nicht in den Gezei
Orten berechnet. ezeitentafeln enthaltenen

c) Windstauvorhersage- und Sturmflutwarnungsdienst,
Der „Norag“ wurden regelmäßig werktäglich vormittags die beobachteten
Hoch- und Niedrigwasserzeiten und die auf Kartennull bezogenen Hoch- und
Niedrigwasserhöhen von Hamburg und werktäglich vormittags und täglich abends
Angaben über den an der deutschen Nordseeküste, im den Flußgebieten und in
Hamburg zu erwartenden Windstau zur Verbreitung durch den Rundfunk übermittelt.

Eine große Hilfe bei der schnellen Beurteilung der gegebenen Windstauvoraussagen
 wird dem Windstauvorhersagedienst durch die Mitwirkung der Reichsmarinedienststelle
 Hamburg durch die Bekanntgabe der vom Marine-Observatorium
 in Wilhelmshaven, von dem Reichsneubauamt in Helgoland und von der
Wasserbauabteilung in Cuxhaven beobachteten Hoch- und Niedrigwasser geleistet.
Bei Sturmflutgefahr wurden die fernmündlichen Anfragen außerhalb der
Dienstzeit, auch nachts, sowohl vom Gezeitendienstzimmer aus durch den wöchentlich
 wechselnden Diensthabenden als auch von der Wohnung Dr. Rauschelbachs
aus erledigt,
i. Warnungen durch Fernsprecher. Sturmf£flutwarnungen wurden an
etwa 25 durch Fernsprecher leicht erreichbare Behörden, Baustellen oder Privatfirmen
 in Hamburg und Umgegend wiederholt erlassen. Ferner wurden Warnungen
 an die beiden Warnungsstellen in Neuengamme und Curslack gegeben,
die durch eine der vorausgesagten Erhöhung entsprechende Anzahl von „Kanonenschlägen“
 die Warnung weiterverbreiten,
2. Warnungen durch Wobs-Telegramme. Es wurden etwa 35 Wasserbaubehörden
 oder deren Baustellen, Deichverbände und Gemeinden durch Wobs-Telegramme
 wiederholt vor Sturmfluten gewarnt.
3, Warnungen durch den Kundfunk. Bei Sturmflutgefahr wurden der
„Norag“ Warnungen im Anschluß an die Wasserstandsmeldungen oder auch
außerhalb der festgesetzten Zeit übermittelt und von ihr sofort und wiederholt
verbreitet.
d) Instrumente,
1. Gezeitenrechenmaschine. Das von den Askania-Werken A.-G., Berlin-Friedenau,
 erbaute ferngesteuerte Druckwerk wurde nach halbjähriger Verwendung
 gründlich überholt, wobei ein Teil der Schraubenräder durch Räder
mit gröberer Verzahnung ersetzt wurde. Um die Vorausberechnung der Hochund
 Niedrigwasser nach Zeit und Höhe oder der Wasserstände von Stunde zu
Stunde nicht nur vollständig selbsttätig, sondern auch ohne Beaufsichtigung
unbedingt fehlerfrei und betriebssicher zu gestalten, wurden mehrere Zusatzeinrichtungen
 geschaffen,
Der Oberteil der Gezeitenrechenmaschine wurde nach zwölfjäihrigem Gebrauch
auseinandergenommen und gründlich gereinigt.
2. Tischpegel. An der Pegelfernübertragung sind keine Neuerungen angebracht
 worden.
3. Hochseepegel. Der Hochseepegel nach Dr. Rauschelbach ist im Mai vom
Vermessungsschiff „Meteor“ aus auf der Doggerbank ausgelegt worden und durch
Diebstahl des Geschirrs zur Ortsbezeichnung verlorengegangen.
4, Bifilar-Strommesser. Die Strommesser sind im Berichtsjahre nicht
benutzt worden.
e) Feinmechanikerwerkstatt.
Vom Feinmechaniker wurde die Gezeitenrechenmaschine auseinandergenommen,
gereinigt und nach Erneuerung von mehreren Lagern und sechs Zahnrädern
wieder zusammengesetzt, Am Druckwerk wurden sämtliche Schraubenräder ausgebaut
 und durch neue ersetzt, die Leitungen gut isoliert verlegt und Justiervorrichtungen
 für die Topfmagnete angebracht, Ferner wurden ein Zählwerk
            
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