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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 61 (1933)

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1932,

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Vordrucke usw. vervielfältigt. Die technischen Hilfskräfte wurden gelegentlich
auch wieder zu klimatologischen Berechnungen herangezogen. .
5. Internationale Wetterkarte der Nordhalbkugel.
Die Arbeit an diesem Unternehmen wurde unter Mitwirkung der Internationalen
 Meteorologischen Organisation weitergeführt, ;
Die erste Probeserie nordhemisphärischer Wetterkarten wurde im Frühjahr
 1932 fertiggestellt und zunächst in einer Auflage von 400 gedruckt. Auf
8 Blättern ist die zirkumpolare Wetterlage aus der Zeit vom 1.—7, März 1931
in verschiedener Ausführungsmethode dargestellt. Diese Kartenreihe wurde für
die Entscheidung über die spätere Publikationsform der Karten zugrunde gelegt,
auf der Tagung der Internationalen Kommission für Maritime Meteorologie
(Hamburg, April) besprochen und den Direktoren der meteorologischen Zentralinstitute
 aller Länder zur Stellungnahme unterbreitet,
Die Wetterkartenarbeit wurde fortgesetzt, um die erschienene Serie zu einem
Probeband der Wetterkarte der Nordhalbkugel vom ganzen Monat März 1931
zu erweitern.
Die notwendigen Vorarbeiten, um die Publikation nordhemisphärischer Wetterkarten
 vom Zeitraum des Internationalen Polarjahres zu ermöglichen,
wurden zu einem wesentlichen Teil erledigt. Bestellungen auf die vorgesehene
Kartenausgabe vom Polarjahr liegen bereits aus einer großen Zahl von Ländern
vor; die Einsendung des Beobachtungsmaterials ist im Gange. Der Zeitpunkt
der Kartenausgabe ist jedoch aus finanziellen Gründen noch ungewiß.

b) Nachrichtendienst.
1. Wettertelegraphie.
Die regere Beobachtungstätigkeit bei Beginn des Polarjahres hat auch eine
kleine Erweiterung des Wetternachrichtennetzes hauptsächlich über den nördlichen
Breiten zur Folge gehabt. So gaben seit dem Herbst außer Myggbukta noch
vier weitere norwegische Beobachtungsstellen auf Grönland (Finsbu, Jonsbu,
Storfjord, Torgilsbu) synoptische Wettermeldungen ab verziffert nach dem neuen
Internationalen Schlüssel, Über das „Meteo Norwegen“ gelangen diese Meldungen
in das von der Seewarte herausgegebene „Meteo Central Europa“. Da die grönländischen
 Wetterbeobachtungsstationen unter dänischer Staatshoheit sonst noch
immer nach einem alten Schlüssel ihre Meldungen verziffern, bestehen leider
auf Grönland noch zwei verschiedene Verzifferungsarten.
Rußland bringt jetzt, allerdings noch nicht regelmäßig, die schon lange in
Aussicht gestellten Wettermeldungen von Buchta Tichaja auf Franz-Joseph-Land
in seinem Osteuropa-Obs, Norwegen verdichtete sein synoptisches Netz durch
Hinzunahme von neun neuen Beobachtungsstellen auf dem skandinavischen Festland
 und einer Bergbeobachtungsstelle auf Spitzbergen,
Die holländische Polarjahrstation in Reykjavik übermittelte gegen Ende des
Jahres ihre aerologischen Flugzeug-Aufstiegergebnisse nach Norwegen, so daß
diese über das „Meteo Norwegen“ in das „Meteo Central Europa“ übernommen
werden konnten. Auch Warschau brachte zuweilen aerologische Flugzeug-Aufstiegsmeldungen,

Im deutschen synoptischen Netz traten keine Änderungen ein. Nur das
Sammelobs Kiel, das bisher 5 Stationsmeldungen enthielt, ist um zwei weitere
(Arkona, Warnemünde) vermehrt worden. Die Meldungen von Adlergrund und
Swinemünde konnten im verflossenen Jahre noch nicht, wie beabsichtigt, in
diesem Sammelobs erscheinen.
Im deutschen Schiffswettermeldedienst trat die Verschlechterung der wirtschaftlichen
 Lage der deutschen Schiffahrt in Erscheinung. Die Zahl der eingegangenen
 Seeobsmeldungen sank im Tagesdurchschnitt von 31 im Vorjahr
auf 26. Der Ausfall an Meldungen "wurde dadurch etwas verringert, daß die
Handelsschiffe „Los Angeles“, „Seattle“, „Ozeana“, „Adalia“ und „Prometheus“ mit
            
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