Kleinere Mitteilungen,
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und die Nordseite geschlossen werden, statt wie bisher umgekehrt — man bemerkt
die ersten Feuer auf den Eingeborenen-Pflanzungen und hört nun die Volkslieder
der Trockenzeit,
Nochmals Luvr und Lee.
Vgl. hierzu die unter der Überschrift „Lur and Lee“ von G. Castenes in den Ann, d,
Hydr. 1933, S, 133 gemachten Bemerkungen, sowie die Ausführungen unter dem gleichen
Kennwort von M, Rodewald ebenda, 8. 265 ff.
Erstens, Die Ausdrücke „Luyr und Lee“ stammen aus der Seemannssprache
and werden dort nur eindeutig verwendet, Sie bedeuten zunächst eine Seitenbezeichnung
— vom Schiffe her, das stets und nur als maßgeblicher Standort
für die Anwendung der umstrittenen Ausdrücke anzusehen ist — und weiterhin
eine räumliche und Richtungsbezeichnung. Das heißt: was räumlich und
richtungsmäßig dort liegt, woher der Wind und wohin er weht, liegt „zu luvward“
oder „in Lee“,
Die yo ärane des Ausdruckes „Legerwall“ durch Rodewald auf S, 266 ist u, E, nicht zutreffend.
Leegerwall leitet sich vom niederdeutschen „Leeg‘“ her, das ist „niedrig“. Und zwar 80
genannt, weil die Lecküste an der niedrigen, nämlich an der infolge des Winddruckes überliegenden
Seite des Schiffes sich befindet, Als Gegenstück spricht man wohl auch vom Opperwall, das ist
Luvwall. Man sieht an diesem Beispiel, daß der Seemann, wie schon gesagt, die Begriffe Luv und
Lee nur von seinem Schiffe her auf das dritte Objekt anwendet,
Zweitens, Von Luv- und Leeküste wird nur gesprochen, wenn das Begriffspaar
beisammen ist, mit anderen Worten: wenn ein und derselbe Wind auf
zwei Küsten trifft, die sich im Wirkungsbereich des Schiffes befinden. Beispiel:
Ein die Straße von Dover auf südwestlichem Kurse durchsegelndes Schiff bezeichnet
bei nordwestlichem Winde die englische Küste als Luvküste, die französische
als Leeküste, Dagegen ist die Anwendung des Wortes „Luyvküste“ im
Sinne einer von auflandigem Winde getroffenen Küste seemännisch nicht richtig.
Das gilt auch für Wasserströmungen, Wo an sich die Möglichkeit des Zweideutigen
gegeben ist, etwa bei kleinen Inseln, wird der Seefahrer die Ausdrücke
Luv- und Leeküste eben vermeiden und dafür die geographisch übliche Bezeichnung
wählen.
Drittens, Da nun einmal die strittigen Ausdrücke aus der Seemannssprache
stammen und dort an die oben erläuterten Begriffe eindeutig vergeben
sind, so ist der Vorschlag von Castens zu begrüßen, der dahin geht, daß der
Wissenschafter die Verwendung dieser Begriffe vermeidet, In jedem Falle ist
es dort erwünscht, wo mit einem seemännischen Leserkreis zu rechnen ist,
EB. Oellrich u. E. Römer,
Dr. €. B, Huppenbauer,
x
8. Berichtigung zu der Arbeit „W. Findeisen: Ein Beitrag zur Prage
der Nebelentstehung“, Ann. d. Hydr. 1933, S, 305. In Gleichung (3) fehlt auf
der rechten Seite der Faktor cp (== spezifische Wärme der Luft bei konstantem
Druck) und in Gleichung (5) auf der rechten Seite der Faktor = » Statt Er muß
. do
Ss. 308, Zeile 12, stehen FI W. Findeisen.
Neuere Veröffentlichungen.
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben.
Ein meteorologisches Jahrbuch auf Kinofilm, | Einen neuen Weg zur Unkostenverminderung
Die dauernde Schmälerung der Geldmittel beschreitet nun X, W. Pollak-Prag mit dem
zwingt die Leiter der Institute zu weitgehenden „Jahrbuch des meteorologischen Obser-Einschränkungen,
unter denen auch die laufenden vatoriums auf dem Donnersberg (Böhmen)
Veröffentlichungen schwer zu leiden haben, Hier für 1929.“ Es (88 Beiten) ist auf einem Kinogilt
es nun durch Verbilligung ihrer Herstellungs- lm von 1656 cm Länge und 3,5 cm Breite
kosten die Herausgabe weiter möglich zu machen. wiedergegeben, Der Sattepitgn) ist dadurch auf
Da nun meteorologische Jahrbücher im allgemeinen :twa 1.45 cm >“ 2.05 em verkleinert worden, Die
aus wenig Text und vielen Tavellen bestehen, die Vorteile liegen auf der Hand. Der Herstellungsin
den meisten Fällen außerhalb des Instituts ihre oreis des Negativs ist sehr gering: etwa 2 RM,
Bearbeiter finden, müssen vor allem ihre Kosten ‚eder Positivfilm kostet nur einen Bruchteil einer
herabgedrückt werden. Reichsmark. Es werden nur €0 viele Abzüge her-