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Full text: 61, 1933

Köppen, W.: Anzeichen für die Schwächung und Verstärkung der Hochdruckgebiete usw. 375 
Die Fälle der Entstehung eines stärkeren Hochdruckgebiets durch Ver- 
schmelzung mehrerer solcher zeigten keine einheitlichen Züge, Die je vier übrigen 
Typen der Verstärkung und Abschwächung eines „Hochs“ stellt Michel in den 
folgenden 8 Diagrammen schematisch 
dar. Die Länge der ausgezogenen 
Pfeile drückt die durchschnittliche 
Geschwindigkeit der hohen Luft- 
strömung nach der darunter ange- 
gebenen Skala aus. Mit den ge- 
strichelten großen Pfeilen sucht der 
Verfasser die vorherrschende Luft- 
bewegung über diesen Hochdruck- 
gebieten zum Ausdruck zu bringen, 
Das Hauptergebnis seiner Unter- 
suchung sieht der Verfasser darin, 
daß in schwindenden Hochdruck- 
gebieten die Divergenz, in wachsenden 
die Konvergenz der Luftströmungen 
überwiegt, „Die Verstärkung eines 
Maximums geschieht daher, weil der 
Zufiuß von Luftmassen in das Gebiet, 
wohin das Maximum sich bewegt, aus 
dem Maximum selbst und von außer- 
nalb (vor allem aus der Rückseite 
des östlichen Minimums) größer ist 
als deren Abfluß aus diesem Gebiet 
und aus dem Maximum in anderen 
Richtungen.“ Im Schema I „zeigt 
sich im Östlichen Teil eines aus- 
gedehnten Maximums über einer 
Reihe von Stationen in der Höhe ein 
mächtiger und einheitlicher Luft- 
strom von N nach S, fast in der 
Richtung des Meridians‘“. Diese Hoch- 
druckgebiete wandern nach Süden, 
und bei ihrer Verstärkung scheinen 
auch die Gebirge, die sich quer vor 
ihre Bahn legen, wesentlich mitzu- 
wirken. Wie die Fortpflanzung der 
übrigen Maxima war, gibt der Ver- 
fasser nicht an. Im Schema II der #%# 
Verstärkung eines Maximums ist die az 
Luftbewegung an seiner Südgrenze +") 
in der Höhe fast entgegengesetzt der- A 
jenigen am Erdboden. Leider geht 
der Verfasser gar nicht auf die aus 
den beobachteten Bewegungen zu 
lolgernde Druckverteilung in diesen Schichten und Verteilung der Temperatur in 
den darunter liegenden ein. Die Luft bewegt sich ja in der freien Atmosphäre 
mit geringen Ausnahmen parallel den Isobaren dieses Niveaus, und ihre Ge- 
schwindigkeit zeigt deren Abstand voneinander an. Die Änderung der hori- 
zontalen Druckverteilung mit der Höhe aber hängt von der horizontalen Tempera- 
turverteilung ab, und ist also ein Anzeiger für diese, Es wäre höchst interessant, 
wenn die Untersuchung des Herrn Michel unter diesen Gesichtspunkten und an 
größerem Material wiederholt werden würde, 
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