340 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1933.
cinschnitten durchbrochen, ziemlich steil an von der Küste bis zum Fuße der in einer Entfernung von
etwa 10 km südlich von Belebu sich in der Richtung West—Ost erstreckenden Cordilleren, Die Beobachtungsstation
(3° 27 N. 8° 35,5 O0) liegt 240 m über dem Meere. Im NO sieht man den Pik
von Fernando Pöo in einer Entfernung von 25 km.
Im Sektor WNW bis N hat man freien Ausblick auf
das Meer.
6h: Sonnenaufgang an klarem Himmel.
Eine leichte Wolkenwand steht 15° hoch
äber dem Meere, Davor lagern weit auseinandergezogene
Cu, Das Gebirgsmassiv
des Pik von Fernando Pöo ist klar im
Umriß. Bewölkung 2. Kaum bemerkbarer
Luftzug aus S. tıure 19° — 74: Die Sonne
ist von leichten Ci umlagert, die die
Strahlung abblenden. Unmittelbar unter
der Sonnenscheibe hängt ein schmaler,
dunkler Wolkenhang. Die Wolkenwand
über dem Meere ist verschwunden, es
bleibt von W bis N von der Kimm bis 10° Höhe ein Strecu-Streifen. Der
Himmel ist blaßblau, die Pikspitze klar, auf dem unteren Gebirge liegt ein
leiner Dunst, — 8%; Die Sonne ist wolkenfrei, im O zeigen sich vereinzelt Ci.
{m W bis 5° Höhe Cieu., Im N Cu bis 10° Höhe. Der Pik bleibt klar, mit hauchfeinem
vorgelagerten Dunst, tıun 26% — 10%: Wolkenfreie Sonne, Von N bis 0
Cieu, die den höchsten Teil des Piks einhüllen, aber die Umrisse der Gebirgsausläufer
frei lassen. Am SW- bis N-Horizont leichtes Cieu-Gewölk vor einer
milchfarbenen, bis 20° hohen Dunstwand bei klarer Kimm, Von SW bis O leichte
Regenwolken, die die Cordilleren im S einhüllen. Windrichtung SW, Stärke 4.
rum 27,5° Die Scheibe des abnehmenden Mondes ist klar sichtbar im WSW, —
12h; Die Sonne ist von Cieu eingehüllt, die die Sonnenstrahlen stark abschwächen.
Der Pik ist von einer hellen Wolkenbank umgeben. Von W bis N, 30° hoch über
der Kimm schwebend, Ci, Von 8 haben sich die Regenwolken bis auf 70° Höhe
ausgebreitet. Bewölkung 7, Wind SW 5. true 27° — 14b: Die Bewölkung hat
bis 8 zugenommen und zeigt wenig ausgeprägte Formen. Am westlichen Himmel
wechseln helle Wolkenstreifen und Ci ab. Die im S lagernden Regenwolken haben
sich mehr nach O ausgebreitet. Der Pik bleibt bedeckt. Der Wind aus SW wechselt
in der Stärke zwischen 2 und 4. Die Sonne ist von leichten Wolkenstreifen verdeckt,
die die Sonnenstrahlung schwächen. tum 265°. — 16h: Das Wetterbild
hat sich wenig verändert. Die sinkende Sonne ist von Ci umgeben. Im SW hängen
einige dunkle Gewitterwolken ohne wahrnehmbare elektrische Entladungen. Der
Pik ist bedeckt von weißgrauen Wolken, durch welche hier und da das Blau des
Himmels scheint. Wind SW, abwechselnd Stärke 2 und 3, traum 26% — 18h; Die
Sonne geht hinter einer niedrigen, auf dem Horizont liegenden Wolkenbank bei
mattem Farbenspiel unter. Mit Ausnahme des Sektors von WNW bis N ist der
ganze Himmel von wenig Schattierung zeigenden, leichtgrauen Wolken bedeckt.
Fast Windstille. trıunx 24°. — 20: Leicht bedeckter, im W fast wolkenloser
Himmel, Windstille. true 23.5°, — 22h; Sternklarer Himmel, besonders im W
and $S leuchten die Sternbilder in großer Schärfe. Der östliche und nordöstliche
Himmel ist leicht bewölkt, Im O schwaches Wetterleuchten, tum 22°.
B. Hoffmann.
4. Polarlichtbeobachtung im Freiballon über Hamburg am 13. August 1933.
In der Nacht vom 13. auf den 14. August 1933 machte ich eine Nachtfahrt im
Ballon „Hamburg“. Der Start erfolgte um 171 Uhr vom Zentrum eines Hochs
aus bei ruhiger Wetterlage im Zoologischen Garten, inmitten der Stadt. Den
Anlaß gab die Eröffnung der Deutschen Luftfahrt-Ausstellung des Deutschen
Luftsport-Verbandes in Hamburg.
Die Füllung des Ballons mit Leuchtgas aus der am Zoo vorüberführenden
städtischen Gasleitung von nur 3!/, Zoll Durchmesser hatte 14 Stunden gedauert.
Etwa 500 cbm Gas waren schon am 12. VIII. eingefüllt, der Rest von 1100 cbm