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Full text: 61, 1933

312 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1933. 
schlag, 8 den gesuchten Stufenwert; a = 164.5 und b= 1.18 sind von H. Maurer 
berechnete Konstante. 
Zur Ermittlung der Stufenwerte (s) des Jahresniederschlages (r) hat Maurer 
ein Nomogramm gebracht!), das zwar diese Ermittlung gestattet, dessen Be- 
nutzung aber namentlich bei geschwächter Sehkraft und bei schwächerer 
Beleuchtung unbequem ist, Auf Anregung der Annalen-Schriftleitung bringe 
ich daher die beiden Tabellen A und B zur bequemeren Ermittlung der 
Maurerschen Niederschlagsstufen aus den in Millimeter und in englischen Zoll 
[1 m = 39.370092 Zoll®*] gegebenen Jahresniederschlägen. Die Jahresnieder- 
schläge sind für die Stufen 0.05, 0.15, 0.25 ... berechnet worden, damit die 
Ermittlung der Zehntelstufen aus den Tabellen keine weitere Rechnung erfordert. 
Es gehören z, B. zur Stufe 8,7 alle Niederschläge 
von 524.1 bis 535.5 mm bzw. von 20.64 bis 21.08 
englischen Zoll, d.h. alle Werte, die um eine 
Einheit in der letzten Stelle höher sind als die 
zur Stufe 8.65 gehörigen Jahresniederschläge 
bis zu dem für die Stufe 8.75 gehörigen Jahres- 
niederschlag. 
Die Berechnung des Maurerschen Schwan- 
kungsmaßes S aus 
2) 8=000289:n 
werde an dem nebenstehenden Beispiel erläutert: 
Die Werte der Spalte r sind die n = 9 Jahres- 
niederschläge der Station Daressalam vom Juli 
1903 /Juni 1904 bis Juli 1911/Juni 1912, die Werte 
der Spalte s die zugehörigen der Tabelle A ent- 
hnommenen Stufenwerte, die Werte der Spalte 6 
= die Abweichungen der Einzelwerte der Spalte s 
von ihrem Mittelwert 12,0; S ist das gesuchte Maurersche Schwankungsmaß, — 
Als Rechenkontrolle sei erwähnt, daß der Wert +0.1 der Reihe Rest in der Spalte s 
gleich dem Wert + 5.7 — 5.6 der Doppelreihe Summe in der Spalte & sein muß. 
H. Maurer hat hiermit ein Maß zur Bestimmung der Niederschlags- 
schwankungen vorgeschlagen, das m. E. namentlich in der von ihm 1928 
gegebenen Form®) allgemeine Berücksichtigung verdient. Bereits seine 1911 
veröffentlichten Vorschläge haben mir für das in großen Teilen sehr nieder- 
schlagsarme Deutsch-Südwestafrika eine übersichtliche und einleuchtende Dar- 
stellung seiner Niederschlagsschwankungen ermöglicht, hingegen nicht der Hell- 
mannsche Schwankungskoeffizient und andere Versuche*), 
Maurer hat als Begriffsbestimmung für sein Schwankungsmaß Formel (2) 
gewählt, da durch Wurzelziehen nach Art der Fehlerrechnung der Gedanke des 
steigenden Gewichtsfaktors bei größerer Abweichung vom Mittelwert wieder 
stark abgeschwächt würde, wenn auch die Reihenfolge der Stationen dadurch 
nicht verändert würde®), Das ist durchaus als richtig anzuerkennen. Einzuwenden 
ist aber, daß die nach (2) ermittelten Werte von S nicht physikalisch gedeutet 
werden können. Diesen Nachteil vermeidet die Festsetzung 
. HI 
68V 
die der von H, Maurer abgelehnten Begriffsbestimmung für scheinbare mittlere 
Fehler entspricht. SS’ ist die mittlere Abweichung der einzelnen Jahr- 
zänge vom Mittelwert ausgedrückt in Stufeneinheiten, S’ entspricht 
weiter in gewisser Beziehung dem Begriff „Mittlere Veränderlichkeit der Monats- 
und Jahresmittel der Temperatur®)“ der in der Ausdrucksweise der Fehler- 
rechnung „Durchschnittliche Abweichung der Monats- und Jahresmittel der 
Temperatur vom langjährigen Mittel“ lauten würde, 
$ Met. Z. 1928 &, 166/174. en Intern, Meteorol. Tabellen, Paris, Gauthier-Villars et File, Paris 
1890 8. 02. — 8 Met. Z. 1928 5. 166/174. — *) Mitteil, a. d. Deutschen Schutzgeb., Bd. 32, S. 65/68, — 
}‘) Met, Z. 1928 8.171. — % Hann-Süring, „Lehrbuch d, Meteorologie‘, 4, Aufl., 8. 107/110,
	        
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