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Full text: 58, 1938

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Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte und des Marineobservatoriums. — 58. Bd. Nr. 8. 
Daraus erkennt man, daß das Intensitätsmaximum vorwiegend eine Funktion der Sonnenhöhe ist, so daß 
also die Werte der warmen Jahreszeit über denen der kalten liegen. Nur im August werden sie etwas 
herabgedrückt. (Das gilt aber nur für die auf eine mittlere Sonnenentfernung bezogenen Maximalwerte, 
denn durch den Wechsel der Entfernung der Sonne wird ein Gang vorgetäuscht.) Ein eigentlicher Jahres 
gang, wie er bei Intensitäten unter konstanter Luftmasse erhalten, wird, macht sich kaum bemerkbar; nur 
die Zeit des mittleren jährlichen Höchstwertes verschiebt sich offenbar mit zunehmender Meereshöhe vom 
Sommer (größte Sonnenhöhe) zum Frühjahr hin. Dagegen betont C. Dorno (32) ausdrücklich, daß nach Be 
obachtungen in Muottas-Muraigl in 2456 m Höhe auch in den Wintermonaten keine eigentliche Abhängigkeit 
der Größe der absoluten Intensitäts-Maxima von der Sonnenhöhe bestünde, im Gegensaß zur Ebene; für die 
Unterschiede der Maxima zu verschiedenen Jahreszeiten käme nur der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre 
und die wechselnde Entfernung: Sonne —- Erde in Frage. 
Sehr zu beachten ist die Tatsache, daß der Jahresgang der monatlichen Höchstwerte ein sehr glatter und 
gleichmäßiger ist. 
Bei der Betrachtung der einzelnen Orte fällt auf, daß Breslau scheinbar sehr trübe ist, und das auch 
mehr als Dresden. Das ist aus dem Grunde sehr auffällig, weil nämlich beide Orte fast gleiche Transmissions 
koeffizienten und Trübungsfaktoren haben, wie aus den Tabellen 1 und 5 hervorgeht. Man kann nun aber 
wohl sagen, daß ein Ort, der acht Jahre hindurch mittlere Maximalwerte hat, die über denen eines anderen 
liegen, in der Tat auch klarer als dieser ist. Diese Unstimmigkeit mag vielleicht daher kommen, daß bei der 
Berechnung von Transmissionskoeffizienten bzw. Trübungsfaktoren mittlere Intensitätswerte benußt werden, 
die hier in irgend einer Weise durch lokale Einflüsse entstellt sind. 
Stellt man die Jahresmittelwerte der absoluten Strahlungsmaxima einmal als Prozente des Danziger 
Wertes dar, so ergibt sich folgendes Bild: 
Danzig Breslau Dresden Schömberg Taunus Davos Hoeh-Serfaus Zugspiße 
100% 94% 103% 108% 108% 121% 123% 127% 
Hier lassen sich ganz deutlich drei verschiedene Gruppen herausschälen: die tieferen Orte Danzig, Bres 
lau und Dresden, die sich aber nur wenig von der zweiten Gruppe unterscheiden, in der sich Schömberg und 
das Taunusobservatorium befinden („Mittelgebirge“). Zwischen dieser Gruppe und der dritten, die Davos, 
Hoch-Serfaus und Zugspiße umfaßt, ist aber ein sehr großer Unterschied (Gegensaß von Mittel- und Hoch 
gebirge!). -—• Schömberg und Taunus sind hier gleich groß; der geringe sicher bestehende Unterschied fällt 
infolge der Abrundung heraus. Auch das Stationspaar: Danzig — Dresden wird hier verändert: die geringe 
Überlegenheit von Danzig über Dresden, die sich aus Tabelle 1 (Transmissionskoeffizienten) und Tabelle 5 
(Trübungsfaktoren) ergab, fällt hier ebenfalls weg. Es tritt also eine Zunahme der Intensitäten mit 
wachsender Meereshöhe ein. 
Zum Vergleich seien einige Angaben über mittlere Intensitäts-Maxima von anderen Orten angeführt 
(nach W. und A. Peppier [22]): 
Absolute Maxima: 
Karlsruhe 
Feldberg 
St. Blasien 
Potsdam 
im Jahresmittel höchstes Monatsmittel 
1,20 cal 
1,39 
1,38 
1,34 
1,37 cal/cm” min. 
1,49 
1,44 
1,44 
Sehr ungünstig liegen die Dinge offensichtlich auf dem Feldberg, während Potsdam auffallend gut ab 
schneidet. Karlsruhe würde nach den Maximis beurteilt, etwa ähnliche Verhältnisse haben wie Breslau.
	        
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