Kleinere Mitteilungen,
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(23. 3.) durch mit Cu und erhöhter Temperatur. Am Morgen des 23. 3, ist es
am Beobachtungsort schwül. Der Himmel ist fast völlig bedeckt, jedoch bricht
hin und wieder die Sonne durch. Im E hängen dunkle drohende Wolken, aus
denen es zeitweise herübergrollt. Das dortige I% zieht gegen S ab — es entlud
sich heftig üher Quimili —, und von 9h ab spürt man nichts mehr von ihm.
Den östlichen Teil des Himmels bedecken aber weiter graublaue St-Wolken,
während es im W klarer wird. Von S her treiben gegen Mittag langsam Nb
heran; am Boden ist es völlig windstill und warm (30°). Plötzlich, etwa
um 13b, setzt in kurzen Stößen, deren erste von einem leichten kurzen © be-
gleitet sind, der S-Wind ein. Bei jedem der zunächst getrennten Windstöße fällt
die Temperatur, sie ist in 10 Minuten bis auf 22° gesunken. Schnell klart der
Himmel auf, der Wolkenschleier zerreißt, die Cu schrumpfen zusehends zusammen,
und gegen 16h treiben nur noch wenige helle Wolken am Himmel, die bis zum
Abend ebenfalls verschwunden sind. Es folgt bei S-Wind am 24, 3, klares, wolken-
loses Wetter, Die Mittagstemperaturen steigen im Walde immerhin noch bis 28°
an, doch fehlt die Schwüle des N-Windes, und die nächtliche Abkühlung ist
stärker, Schon am Morgen des 25, 3. zeigen sich Ci-Wölkcehen, die bei auf-
kömmendem N-Winde sich um Mittag verdichten, am Abend aber wieder völlig
verschwinden. Es weht weiter bei klarem Wetter leichter Nord bei langsam
ansteigenden Temperaturen und geringer nächtlicher Abkühlung, jedoch tritt
Taufall in den frühen Morgenstunden ein, und über den Campos bei General Pinedo
bildet sich ==. Am 28. 3, zeigen sich wieder St-Wolken am Himmel; am fol-
genden Tag wird es bei zunehmender Bewölkung sehr warm (32°) und schwül;
es wetterleuchtet am Abend im N, und um 23h beginnt bei dichter Bewölkung
ein /% über dem Beobachtungsort, das mit Unterbrechungen bis zum Nachmittage
des 30. 3. anhält. Es ist von starken ©fällen begleitet; die Temperaturen sinken
bis auf 20°, Am Abend des 30. 3. klart es ein wenig auf, bedeckt sich jedoch
bald wieder, und am Morgen des 31. 3. tobt von 4 bis 6% ein neues [% mit
starkem ©. Über Tag tritt zeitweise eine Besserung des Wetters ein. Immer
wieder kommen aber bis gegen Abend bei S-Wind dunkle Böenwolken, die strich-
weise heftige Oschauer bringen. Nachts klart es bei S-Wind langsam auf, Am
L. 4. morgens ist es kühl (um 8» :13°) und klar und bleibt so mehrere Tage,
bis neu vordringender N-Wind stärkere Bewölkung, größere Hitze und ®@ und
7% verursacht.
Luftdruckverteilung nach der Wetterkarte der Direceiöon de Meteorologia
in Buenos Aires vom 20. März bis 2, April 1931.
Ein ausgedehntes Tief liegt im NE des Beobachtungsgebietes über dem mittleren und nördlichen
Chaco und Paraguay; ein Teiltief über Tucumän-La Rioja, Dieses verschwindet; jenes zieht nach N,
während ein kleiner Hochdruckkern über Cördoba sich entwickelt (21. 3.), der sich rasch ostwärts ver-
agert und an Ausdehnung zunimmt (22. 3.)., Er verursacht die erst wechselnden, dann nördlichen
Winde, wobei z. T. auch ein vom S, von Neuquen her, heranrückendes Tief mitwirkt, Dieses zieht
sehr schnell nach N, liegt am 23. 3. über Nordargentinien und verursacht hier erst die [Z, dann in
seinem Rücken den t-Sturz mit heftigen S-Winden, da sich gleich nach seinem Vorbeiziehen über
Tucumän ein nachdrängendes Hoch bildet. Dieses Hoch hat sich schon am 24. 3. über den größten
Teil des argentinischen Chaco verbreitet. Am 25, 3. lagert es noch z. T. über dem Chaco, zieht aber
3ach E ab. N-Winde treten in seinem Rücken auf, die später auch durch ein sich über Mendoza
zildendes und nach N abwanderndes Tief veranlaßt werden, Dieses liegt am 29, 3. über Catamarca-
Tucuman und dem westlichen Chaco. Es kommt zu [<bildung und der schlechten Witterung am
30, 3., an dem sich ein zweites Tief im E des Chaco gebildet hat (@). Am 31,3. tritt eine Besse-
rung ein, da das Tief nach NE abwandert, und von S her ein Hoch heranzieht, das am 1. 4, schon
den südlichen Chaco erreicht hat und einige Tage über dem Gebiete verweilt, da es nur ganz langsam
nach SE abzieht, Prof, Dr. H. Kanter.
2. Das aschgraune Mondlicht im Jahre 19321). Im Jahre 1932 wurden an
25 Tagen 56 Schätzungen der Helligkeit des aschgrauen Mondlichtes (a. M.)
zemacht. Davon sind 7 Morgen-, 49 Abendbeobachtungen, Die Tabelle gibt sie
in Plassmannschen Helligkeitsgraden wieder, Tag und Zeit ist bürgerlich
gezählt.
Fortsetzung des Berichts in Ann. d, Hydr., Juli 1932, S, 297/299.