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Full text: 61, 1933

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1933, 
Das Ergebnis zeigt deutlich die ausschlaggebende Wirkung der Geschwindig- 
keit und ferner, daß die Windwirkung mit 26.0 kg/m? gegenüber der Regen- 
wirkung mit 0.272 kg/m? so stark ins Gewicht fällt, daß ein weiterer Vergleich mit 
anderen Regenmengen unnötig ist, 
Da die Regenwirkung jedoch bei dem zu betrachtenden Vorgange unbedingt 
eine große Rolle spielt, wurde die Annahme b) weiter in Betracht gezogen. 
Hierfür legt man nur die bewegte Regenmenge entsprechend der Winddruck- 
formel zugrunde, die durch die Formel 
R=L. 4 
g 
gegeben ist. 
Hierin bedeuten: r das Gewicht der sekundlichen Regenmenge, g die Be- 
schleunigung durch die Schwerkraft, v die Windgeschwindigkeit. . 
Da es sich nicht um die Feststellung absoluter Werte, sondern. um die 
Schaffung von Vergleichswerten handelt, kann die Wirkung der bewegten Regen- 
menge einfach nach der Formel R __ | 
= Chr 
ermittelt werden. 
Hierin bedeuten: h die Regenhöhe in mm die 5 Minuten, v die Wind- 
geschwindigkeit in m/sec und C die Konstante == ER die für alle Fälle gleich 
ist und daher außer Betracht bleiben kann. 
In den Tabellen 2 und 3 ist der Vergleichswert R für die Spitzenwerte in 
Spalte 6 eingetragen. In Spalte 7 ist der Schlagregen bei einem Winde von 
15.1 m/sec und 0.02 mm Regenhöhe in 5 Minuten als 1 bezeichnet. Die Stärken 
der anderen Schlagregen sind durch Relativzahlen in Spalte 7 gekennzeichnet, 
Aus dieser Gegenüberstellung ergibt sich auch, daß der Schlagregen vom 
98. Juli 1927 mit einer Regenhöhe von 4.08 mm/5 min und 14 m/sec Wind- 
geschwindigkeit die stärkste Wirkung hatte. 
Bei der Gefahr der Durchfeuchtung spielt die Dauer des Schlagregens eine 
sehr große Rolle. Nach den in den Jahren 1926 bis 1930 aufgetretenen Schlag- 
regenperioden war die im August 1930 die wirkungsvollste und dauerte vom 
13. August bis 18. August 1930. 
Maßgebliche Schlagregenwirkung. Eine Nachahmung der natürlichen Schlag- 
regentage mit den für die Durchfeuchtung ausschlaggebenden Wirkungen gelingt 
ausreichend, wenn die Anzahl der 5 Minuten-Schlagregenzeiten als Gesamtdauer 
für die künstliche Berieselung und die verschiedenen Schlagregenstärken nach- 
einander gewählt werden, 
Die Dauer der Schlagregenzeiten ist im allgemeinen 3 bis 4 Tage, also im 
Durchschnitt 84 Stunden. Daher ergibt sich unter Zugrundelegung der Anzahl 
der sogenannten 5 Minuten-Schlagregen eine Gesamtdauer für die künstliche Schlag- 
regenwirkung 84 X 5 = 420 Minuten = 7 Stunden. An Schlagregenstärken wurden 
unter Berücksichtigung der aufgetretenen Witterung 3 unterschieden, und zwar: 
Stärkebezeichnung 
Schlagregen mit großer Regendichte . 
Schlagregen mit geringer Regendichte 
Starker Schlagregen 
Windgeschwindig- | 
Teit 
Regenhöhe 
io 5 Min. 
Relativzahl 
für die 
Schlagregen- 
stärke 
mM pn 
in mm 
ron 10 m/sec 1,38 : 27,6 
von 13 m/sec 0,81 | 27,5 
von 20 m/:ec 2.0 ' 160,0 
Zur Beurteilung der Regenmenge sei noch angegeben, daß in den August- 
Schlagregentagen 1930 innerhalb 26 Stunden bei Böen mit Windgesehwindig- 
keiten über 13 m/sec, darunter in der Hälfte der Stundenzahl sogar über 
20 m/see die Regenhöhe den Betrag über 2 mm bis 6 mm erreichte. Es konnten 
also 26 sogenannte 5 Minuten-Schlagregen von 130 Minuten 2 Stunden Dauer 
and ein starker Schlagregen von 2 Stunden Dauer mit ungefähr den für“ die 
Versuche gewählten Regenmengen aufgetreten sein.
	        
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