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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 61 (1933)

Thein, W.: Maßgebliche Schlagregenwirkungen in der Bautechnik, 199 
Schlagregenwirkung. Nachdem die Dauer für die Bestimmung der größten 
Regenmenge gewählt war, mußte aus den Aufzeichnungen der Deutschen See- 
warte das ungünstigste Zusammenwirken von Regen und Wind gefunden werden, 
Dies konnte der Fall sein, wenn beim Regen mit anfallendem Wind entweder 
die größte Windstärke auftrat oder die größte Regenmenge niederfiel, 
Es mußten deshalb zur Beurteilung der stärksten Einwirkungen an den 
Wetterseiten folgende beide Fälle betrachtet werden : 
Fall A: Für die größte Windstärke mit dem gleichzeitig beobachteten 
stärksten Regen, 
Fall B: Für die größte Regenmenge mit der gleichzeitig beobachteten 
größten Windstärke. 
In den Tabellen 2 und 3 sind die Spitzenwerte der Jahre 1926—1930 auf- 
geführt, 
) Tabelle 2. Fall A. Größte Windstärke -+- größte Regenmenge. 
> 
a 
s 
Datum 
Regenhöhe 
Wind | mm 
' gemessen in 
m/sec ‘ 60 Minuten 
Wind 
Regenhöhe _..  Belativzahl 
mm Vergleichs für die 
gemessen in wert Schlagregen- 
5. Minuten ‘ stärke 
m sec 
R 
(926, Jan, 1. 21.0 0.12 21.0 0.12 538 
1927, April 24. 15.1 0.52 15.1 ] 0.24 55 
1928, Nov. 17. 24.1 0.08 24.1 0.06 35 
1929, Sept. 29. 15.1 | 0.02 15.1 | 0.02 5 
1930, Aug, 14. 121 4,26 17.1 13 881 
x 
“6 
Tabelle 3. Fall B. Größte Regenmenge mit größter Windstärke. 
926, Juli 6. 70; 1712 1 70 3.78 185 87 
‚927, Juli 28. | 140 | 21.67 140 408 | 800 160 
928, Juli 81. 73 ) 180 2 272 ) 8342 | 117 35 
1929. Juni 7. 98 | 145 | 98 | 07 767 33 
930. Juni 20. | - 29 168 29 | 639 | 13 
Um die Wirkungen der in den Fällen A und B auftretenden Schlagregen 
abschätzen zu können, ist man wegen der verwickelten Windwirkungen und 
stark wechselnden Regenmengen (Regentropfen oder Sprühregen) genötigt, be- 
stimmte Annahmen zu machen. Grundsätzlich dürfte es genügen, zu unter- 
suchen, ob man 
a) die Wucht der bewegten Luft- und Regenmenge oder 
b) die der bewegten Regenmenge allein 
zugrunde legen soll. 
Für die Annahme a) kann das für den Winddruck auf eine dem Winde 
senkrecht entgegengestellte ebene dünne Platte von der Fläche F geltende Gesetz: 
Wi F-w 
angewandt werden. K 
Nimmt man an, daß der niedergehende Regen gleichmäßig in der Luft ver- 
teilt ist und parallel zur ‚Windrichtung auf die Platte wirkt, so kann man die 
Formel folgendermaßen ergänzen: | 
Ws FDP 
In dieser Formel bedeutet: 
der erste Summand: die Windrichtung, der zweite Summand: die Regen- 
wirkung, 7 das Gewicht von 1 m* Luft, g die Beschleunigung durch die 
Schwerkraft, v die Windgeschwindigkeit in m/sec und yr das Gewicht der 
mittleren sekundlichen Regenmenge. 
Für das Beispiel: Windgeschwindigkeit = 14 m/sec und Regenhöhe = 4.08 
mm/5 Min, ergibt sich dann: 
Wal regt AB u p.142 oder 
9.81 306 + 4,81 
W"== 26.0 + 0.272 = 26.272 ky/m?.
	        
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