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Full text: 61, 1933

Kleinere Mitteilungen. 
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Kleinere Mitteilungen. 
1. Klimatographische Witterungsschilderung. Nr. 7: Bolivien. — Aus der 
Sammlung des überseeischen meteorologischen Dienstes der Deutschen Seewarte. — 
a) Sommer-Wetter in der Gegend zwischen Villamontes und Samu- 
huate am mittleren Pilcomayo, Chaco (21° 30‘ S, 63° W). 
Am 11, Dezember 1930 ist schönes Wetter bei schwach wehendem N-Wind. 
Nur einzelne helle Cu treiben am Himmel. Die Mittagstemperaturen liegen über 
40°C; die nächtliche Abkühlung ist gering, t sinkt nicht unter 30°. Das gute 
warme Wetter bleibt auch noch am nächsten Tage bestehen, an dessen Abend 
es zu stärkerer Bedeckung (Cu) kommt. Im S wetterleuchtet es stark; zeitweise 
wehen heftige heiße Windstöße aus N. Es ist außerordentlich schwül. Mit dem 
Nachlassen des < beruhigt sich die Atmosphäre am Beobachtungsort, die drückende 
Hitze nimmt über Nacht etwas ab (6;28°%. Leichter Nord treibt am folgenden 
Morgen (13. 12.) Cu gegen S, die Sonne brennt heiß herunter. Um 10% bedeckt 
sich der Himmel rasch. Es bilden sich drohende Cunb, und eine Stunde später 
setzt ein plötzlicher Sturm aus SE ein, der den Staub aus dem breiten Trocken- 
bett des Pileomayo hoch aufwirbelt und als Staubwolke vor sich hertreibt. Kurz 
darauf beginnen heftige @fälle mit elektrischen Entladungen, die bis 15h anhalten, 
+ ist auf 22° gefallen. Es klart langsam auf, und abends weht bei sternklarem 
Himmel schwacher Süd, In der Nacht kommt es zu Taufall. Leichte St-Wolken 
zeigen am Morgen des 14, 12, einen beginnenden Umschwung des Wetters an. 
Um Mittag hat sich auch wieder der N-Wind durchgesetzt, der Hitze und Cu 
mitbringt. Abends ist es wieder klar. Am nächsten Vormittage (15. 12.) aber 
ballen sich die Wolken erneut zusammen, so daß man um 11% auf einen baldigen 
Ausbruch eines [% gefaßt ist. Die Sonne brennt, es wird unerträglich schwül; 
Nimmernd steigt die heiße Luft aus den Grassteppen auf, Plötzlich beginnen 
die schwarzen drohenden Cunb sich aufzulösen, ohne daß sich ein Lüftchen regt. 
Um 13b schweben nur noch kleine weißes Cu am Himmel, und um 15% ist es 
wolkenlos und klar. Schwacher Süd kommt auf, der nur langsam etwas Ab- 
kühlung bringt. Nach Sonnenuntergang bezieht es sich wieder, und von N her 
wetterleuchtet es stark. Am 16. 12. ist morgens der Himmel bedeckt. Bei N-Wind 
tritt langsam Aufklarung ein, doch bleibt es in wechselnder Ausdehnung bei 
zunehmender Hitze noch bewölkt. Die Temperatur steigt am 17. 12. auf 38° an, 
Es wird unangenehm schwül. Bei zunehmender Bewölkung bilden sich abends 
im S, SE und NE /%, die auch über den Beobachtungsort ziehen und fast die 
ganze Nacht andauern. Trotz ergiebiger ©fälle ist die Abkühlung nur gering, 
238 bleibt außerordentlich schwül. Schon am Morgen des 18, 12. ziehen von 
S her neuerdings schwere Cunb heran, und um 9h30 bricht wieder ein [% 
los, das besonders am Gebirge starke @fälle bringt. Es kommt mehrfach über 
Tag zu kurzen ©, am Abend wetterleuchtet es wieder im NW und S, Schwacher 
Süd beginnt am Abend zu wehen. Die Nacht über bleibt der Himmel bedeckt; 
erst am nächsten Morgen, an dem leichter = über der Landschaft ruht, und es 
bei 22° recht drückend ist, klart es langsam auf. Cunb bilden sich wieder über 
Mittag, und im SW geht noch ein örtliches (%& am Gebirgsrande nieder. Abends 
ist es bei S-Wind sternklar und gegenüber den letzten Tagen, trotz 27°C, an- 
genehm. Am 20. 12. morgens zeigen St-Wolken den beginnenden Wechsel des 
Windes an, und um Mittag weht wieder wärmerer Nord. Noch mehrfach treten 
in den nächsten Tagen Wechsel von S- und N-Wind und I% mit @fällen auf. 
Luftdruck verteilung nach der Wetterkarte der Direccion de Meteorologia 
in Buenos Aires vom 11. bis 30. Dezember 1930. 
Am 11, 12, 30 breitet sich ein Tiefdruckgebiet im S des Beobachtungsgebietes längs des Anden- 
randes über Tucumän bis Mendoza aus, Dieses weitet sich am 12, 12, nach NE aus und verlagert 
sich gegen E, so daß es am 13./14. 12, sich von Südbrasilien über Nordargentinien bis SE-Bolivien 
erstreckt ([z bildung), Nur langsam zieht am 15. 12, das Tief nach E ab, während sich ein neuer 
Tiefdruckkern über Mendoza—La Rioja bildet. Dieser verlagert sich weiter nach N, liegt am 17. 12, 
über Tucumän und erreicht am folgenden Tage SE-Bolivien und Paraguay ([Z!. Am 19. 12, bildet 
sich ein neues Tief über Mendoza—San Juan, das am 21. 12. über NW-Argentien und SE-Bolivien 
jagert ([Z in Urundel—Oran). Die ganze Zeit über liegen über beiden Ozeanen Antizyklonen, die
	        
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