Die Küste, 75 MUSTOK (2009), 231-254
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empirical wind drag relations and observations
....... Smith & Banke (75)
Large & Pond (81)
Vera (83)
Smith (88)
Garrat (92)
Onvlee (93)
Ocampo Torres et al. (94)
Yelland & Taylor (96)
Powell et al. (03)
Donelan et al. (04)
Abb. 3: Empirisch bestimmte Windschubkoeffizienten und neuere Sturmtiefmessdaten
2.3 Anfangs- und Randbedingungen
Die Anfangsbedingungen für Temperatur und Salzgehalt sind, wie bei allen Simulati
onen in MUSTOK, in beiden Modellen klimatologische Monatsmittel (Janssen et ab, 1999).
Eisparameter werden im BSH-Modell als Anfangswerte für die Eismodellierung und im
FTZ-Modell direkt und zeitlich konstant für die Modifikation des Impulseintrags aus der
Atmosphäre genutzt. Sie wurden für den Starttermin der Modellrechnungen am BSH nach
Eiskarten digitalisiert. Die Verteilung des Anfangswasserstandes wurde über Archivdaten
(Jahr 2002, Modellversion v3) aus der Wasserstandsvorhersage des BSH an das in Landsort
gemessene Tagesmittel des Wasserstands gekoppelt. Experimente mit unterschiedlichen
Startbedingungen zeigen in BSH-Simulationen eine schnelle Abnahme der Differenzen
in den Wasserständen mit zunehmender Simulationsdauer (Bork u. Müller-Navarra,
2009a).
Der offene Rand liegt für das BSH-Modell der Nord- und Ostsee im Norden auf Höhe
der Shetlandinseln, im Westen bei Plymouth. Dort erhält es Wasserstandsinformationen aus
dem barotropen Nordostatlantikmodell des BSH-Systems und aus Gezeitenvorausberech
nungen für 14 Partialtiden. In SEBOK-A wird am offenen Rand auf Höhe der Pegelstation
Ringhals im Kattegat der Wasserstand vorgeschrieben. Für die beiden Hindcastrechnungen
der Stürme Februar 2002 und November 2006, die zum Modellvergleich dienen, wurden im
FTZ-Modell gemessene Wasserstände des Pegels Ringhals (Daten SMHI) am offenen Rand
angesetzt. Der Einfluss der unterschiedlichen Modellgebiete auf die Austauschprozesse zwi
schen Nord- und Ostsee wird in Kap. 4 ausführlich beschrieben. Zuflüsse aus dem Binnen
land wurden im Projekt MUSTOK in beiden Modellen einheitlich durch mittlere Werte
berücksichtigt.