Die Küste, 75 MUSTOK (2009), 231-254
252
Abb. 20: Wasserstände des FTZ-Modells in Flensburg
Abb. 21: Vergleich von Scheitelwasserständen an der deutschen Ostseeküste berechnet mit dem
FTZ-Modell unter Verwendung unterschiedlicher Randwerte
von BSH-Randwerten liegt ca. 9 cm tiefer. Weiterhin nimmt die Differenz der Scheitelwerte
nach Osten hin bis auf unter 1 cm in der Pommerschen Bucht ab.
In Abb. 21 sind die Scheitelwasserstände für 9 EPS-Stürme an 30 Stationen entlang der
deutschen Ostseeküste dargestellt. Modellergebnisse aus Rechnungen mit Ringhals-Pegel-
daten sind über Modellergebnissen aus Rechnungen mit Randwerten aus dem BSH-Modell
aufgetragen. Die Abweichungen zwischen den Scheitelwasserständen liegen stets unter
10 cm. Damit kann die Unsicherheit in den EPS-Ergebnissen, bedingt durch Unsicherheiten
der Wasserstände im Kattegat, als untergeordnet angesehen werden. Hauptgründe für den
geringen Einfluss der Randwerte sind zum einen die meist kurze Dauer der untersuchten
Ereignisse sowie die teilweise geringen Unterschiede zwischen den Randwerten aus dem
BSH-Modell und den Pegeldaten. Zum anderen wird der Einfluss von Wasserstandsgradien
ten im Kattegat auf extreme Wasserstandsschwankungen bei Sturmhochwasser an der deut
schen Ostseeküste durch die Belte gedämpft.