Die Küste, 75 MUSTOK (2009), 231-254
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der weitere Wasserstandsverlauf jedoch der ursprünglichen FTZ-Simulation näher als der des
BSH. Ein Teil der Abweichungen könnte unabhängig von Modell und Randbedingungen
dadurch erklärt werden, dass die Flusswasserzufuhr in dem betrachteten Zeitraum wahr
scheinlich deutlich über mittleren Verhältnissen lag. Daten liegen nur für die Oder vor. Dort
variierte der Zufluss zwischen 1158 und 1233 m 3 /s. Der Modellwert für den Oderzufluss
betrug dagegen nur 522 m 3 /s.
Landsort
Oktober / November 2006
SMHI
b 1Z BSH
Abb. 13: Modellwasserstände und Pegeldaten in Landsort Oktober/November 2006
Landsort
SMHI FTZ BSH FTZ Randwerte BSH
Abb. 14: Modellwasserstände und Pegeldaten in Landsort Februar 2002
Der Unterschied zwischen den Modellergebnissen liegt wahrscheinlich im Umgang mit
der Abweichung der Nullfläche des jeweiligen Modells von NN. Ähnlich wie das BSH-
Modell (Bork u. Müller-Navarra, 2009) strebt auch das FTZ-Modell bei einem auf NN
bezogenen Anfangszustand der Nullfläche des Modells zu. Allerdings ist im FTZ-Modell der
Unterschied zwischen Modellnull und NN geringer, da das Modellniveau aufgrund der
Randsteuerung im Kattegat mit Pegeldaten, dort mit dem NN-Niveau übereinstimmt.