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Volltext: Modellierung von extremen Sturmhochwassern an der deutschen Ostseeküste

Die Küste, 75 MUSTOK (2009), 71-130 
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3.3.1 Scheitelwasserstände 
Das BSH-Modellsystem ist fähig, den Stau bei gegebenen, inhomogenen und zeitlich 
variablen meteorologischen Feldern gut vorherzusagen; es hat sich in der täglichen Vorher 
sagepraxis des BSH sehr gut bewährt (Jensen u. Müller-Navarra, 2008; Gästgifars et ah, 
2008). Die in MUSE-Ostsee gewählten Auswahlverfahren waren ortsabhängig. Trotzdem 
wurde der Wasserstand von 1872 in den EPS-Simulationen mit dem Modellsystem des BSH 
nur in der Pommerschen Bucht übertroffen (Abb. 6). Neben der Erklärung, dass die zeitliche 
Veränderung des Windes nicht optimal berücksichtigt wurde, ist es auch möglich, dass sich 
unter den 31 800 betrachteten Fällen wirklich keine mit größerem Staupotential für die Kie 
ler und die Mecklenburger Bucht befanden. Letzteres ist sehr wahrscheinlich, denn das ge 
wählte Auswahlverfahren in MUSE-Ostsee entspricht prinzipiell dem erfolgreich in MUSE- 
Nordsee benutzten. 
Abb. 6: Normierte Scheitelwasserstände für alle mit dem BSH-Modellsystem nachgerechneten Realisa 
tionen. Die Ellipsen markieren die in Kapitel 3.3.6 ausführlich dargestellten Realisationen 
Aus den 21 extremen Sturmhochwassern der Voruntersuchung (Bruss et al., 2009), defi 
niert dadurch, dass unter 13 ausgewählten Orten mindestens einer einen Scheitelwasserstand 
von + 2,5 m über Modellnull SEBOK A erreicht, wurden neun zur potentiellen Erweiterung 
des Kollektivs extremer Sturmhochwasser ausgewählt, drei weitere nach anderen Kriterien: 
die Realisation 2005_45 wegen der Ähnlichkeit ihrer Wetterlage mit der von 1872, die Reali 
sationen 1971_45b0by, 1995_34 und 2005_45 zum Vergleich unterschiedlicher im Projekt ver 
wendeter meteorologischer Modelle und Modellversionen. Die Realisation 2005_45 und die 
nicht extreme Realisation 1995_20 wurden für die Untersuchungen der GKSS benötigt. Die 
Untersuchungen der GKSS lieferten auch ein weiteres meteorologisches Modell im Kollektiv 
der im Projekt verwendeten meteorologischen Modelle. Speziell zum Vergleich unterschied 
licher Versionen des gleichen Modells wurde eine weitere, nicht extreme Realisation berück-
	        
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