Maurer, H.: Über Echolotungen der nordamerikanischen Marine. 81
Randmeeren abgesehen, im Ozean verhältnismäßig wenig schwankt mit Bezug
auf die Änderungen der Schallgeschwindigkeit, seien für x des Süßwassers nur
angegeben für Brunnenwasser nach Tait die Formel für niedrigen Druck
107% = 520 — 3.55 t + 0.03 2
und die für reines Wasser geltenden Werte von x nach Amagat für Druck von
1 bis 25 Atmosphären.
t 0° 59 10° 15° 20°
107% 525 512 500 495 491
Die Veränderlichkeit der Dichte og mit der Temperatur t bei ver-
schiedenen Salzgehalten Sg kennzeichnet Tabelle 4.
Tabelle 4. Dichte o bei Salzgehalt S°/4, und Temperatur t°.
+
0.0
1.06
14.07
27.17
Normal
40.15
no
0.99987
1.00077
1.01130
1.12182
1 02600
1.083228
30
0.99999
.00087
1.01120
1.02152
1.025668 |
1028179
1958
15°
20°
).99973 0.99913 0.99823
100060 1.00000 D.99911
1.01075 | 1.01000 1.00898
102090 1.02000 1.01886
1.02494 | 1.02400 1.02282
103102 1038000 |! 1.02876
Das Normal-Seewasser mit mittlerem Salzgehalt entspricht demjenigen bei
Cherbourg, in welchem die Franzosen!) Bestimmungen der Schallgeschwindigkeit
vorgenommen haben. Es ist durch die Dichte 1.026 bei 0° gekennzeichnet;
dies bedeutet nach Landolt und Börnsteins Tabellen S= 32.35%g; und
dafür ergeben sich nach diesen Tabellen?) (Seite 261) vorstehende Zahlen o.
In den Annales hydrographiques Fig, 1, S. 173 ergeben sich für Normal-Seewasser
die fünf Zahlen: 1.0260, 1.0257, 1.0248, 1.0237, 1.0225, die außer den letzten
beiden sehr gut mit unseren übereinstimmen. Diese Figur 1 ist mit dem Text
S. 171 nicht ganz in Einklang, insofern dort als Dichte angegeben wird bei 14.5°
1.0246 und bei 15.2° 1.0244, Unser Wert liegt etwa in der Mitte. Entnimmt
man zu 0,5 aus der Figur 2 auf S. 173 noch den Wert x,; = 454.10 —”7, so be-
rechnet sich v = 10.066 : Vox =— 1476 m, während bei 15° v= 1504 m beobachtet
wurde. In der graphischen Tafel, die Marti am Schluß seiner Arbeit für die
Schallgeschwindigkeit in diesem Normalseewasser für alle Temperaturen und
Tiefen gibt, ist der beobachtete Wert v = 1504 eingetragen für t = 15° und
Tiefe 0. Von ihr ausgehend sind wohl die übrigen Werte berechnet, Da hier-
bei aber die offenbar unzutreffende Figur 2 für die Kompressibilität benutzt
sein dürfte, habe ich eine eigene Berechnung durchgeführt, der die von Tait
angegebenen Kompressibilitäten für Seewasser zugrunde gelegt sind. Für sie
gelten die Formeln?) (S. 61):
1 Atm, Druck | 107% = 481—3.40 t + 0.03 t?
150 € « 107% = 462—3.20 t + 0.04 t?
300 « « 107% = 448—3.05 t + 0.05 t?
450 « 107% = 438—2,95 t + 0.05 t?
Für 1 Atm, und 15° folgt hieraus 107. x; = 437, was mit 0,5 = 1.024 er-
gibt v=1505m in guter Übereinstimmung mit der praktischen Beobachtung in
Cherbourg, Ich lasse daher die Taitschen Zahlen für das Normal-Seewasser
gelten. Nach obigen Formeln wurden die Werte von x für die Temperaturen 0°,
5°, 10°, 15°, 20° und die Atmosphärendrucke 1, 38, 75, 150, 225, 300, 375, 450
interpoliert. Aus den für p = 1 geltenden Ausgangswerten der Dichten o, für
jede der fünf Temperaturen 1.02600, 102563 usw. wurden die Dichten berechnet
für p = 75 Atm. 09:5 = 01: (1— x%gg + 74), für p = 150 Atm. 0150 = 01: (1— 149 + #75).
Dann folgen jene für p=— 225 Atm. usw. als 0,95 = 075: (1— 150 50); 0200 =
9150 : (1 — 150 x%,95) usw. Aus jedem zusammengehörigen Paar @ x ergibt sich v
1) M. Marti, Note sur la vitesse de propagation du son dans l’eau de mer. Annales hydro-
graphiques 1920, S. 165, .
2) Landolt-Börnstein, Physikal-chemische Tabellen, IV. Aufl., Berlin 1922.