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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Maurer, H.: Über Echolotungen der nordamerikanischen Marine. 81 
Randmeeren abgesehen, im Ozean verhältnismäßig wenig schwankt mit Bezug 
auf die Änderungen der Schallgeschwindigkeit, seien für x des Süßwassers nur 
angegeben für Brunnenwasser nach Tait die Formel für niedrigen Druck 
107% = 520 — 3.55 t + 0.03 2 
und die für reines Wasser geltenden Werte von x nach Amagat für Druck von 
1 bis 25 Atmosphären. 
t 0° 59 10° 15° 20° 
107% 525 512 500 495 491 
Die Veränderlichkeit der Dichte og mit der Temperatur t bei ver- 
schiedenen Salzgehalten Sg kennzeichnet Tabelle 4. 
Tabelle 4. Dichte o bei Salzgehalt S°/4, und Temperatur t°. 
+ 
0.0 
1.06 
14.07 
27.17 
Normal 
40.15 
no 
0.99987 
1.00077 
1.01130 
1.12182 
1 02600 
1.083228 
30 
0.99999 
.00087 
1.01120 
1.02152 
1.025668 | 
1028179 
1958 
15° 
20° 
).99973 0.99913 0.99823 
100060 1.00000 D.99911 
1.01075 | 1.01000 1.00898 
102090 1.02000 1.01886 
1.02494 | 1.02400 1.02282 
103102 1038000 |! 1.02876 
Das Normal-Seewasser mit mittlerem Salzgehalt entspricht demjenigen bei 
Cherbourg, in welchem die Franzosen!) Bestimmungen der Schallgeschwindigkeit 
vorgenommen haben. Es ist durch die Dichte 1.026 bei 0° gekennzeichnet; 
dies bedeutet nach Landolt und Börnsteins Tabellen S= 32.35%g; und 
dafür ergeben sich nach diesen Tabellen?) (Seite 261) vorstehende Zahlen o. 
In den Annales hydrographiques Fig, 1, S. 173 ergeben sich für Normal-Seewasser 
die fünf Zahlen: 1.0260, 1.0257, 1.0248, 1.0237, 1.0225, die außer den letzten 
beiden sehr gut mit unseren übereinstimmen. Diese Figur 1 ist mit dem Text 
S. 171 nicht ganz in Einklang, insofern dort als Dichte angegeben wird bei 14.5° 
1.0246 und bei 15.2° 1.0244, Unser Wert liegt etwa in der Mitte. Entnimmt 
man zu 0,5 aus der Figur 2 auf S. 173 noch den Wert x,; = 454.10 —”7, so be- 
rechnet sich v = 10.066 : Vox =— 1476 m, während bei 15° v= 1504 m beobachtet 
wurde. In der graphischen Tafel, die Marti am Schluß seiner Arbeit für die 
Schallgeschwindigkeit in diesem Normalseewasser für alle Temperaturen und 
Tiefen gibt, ist der beobachtete Wert v = 1504 eingetragen für t = 15° und 
Tiefe 0. Von ihr ausgehend sind wohl die übrigen Werte berechnet, Da hier- 
bei aber die offenbar unzutreffende Figur 2 für die Kompressibilität benutzt 
sein dürfte, habe ich eine eigene Berechnung durchgeführt, der die von Tait 
angegebenen Kompressibilitäten für Seewasser zugrunde gelegt sind. Für sie 
gelten die Formeln?) (S. 61): 
1 Atm, Druck | 107% = 481—3.40 t + 0.03 t? 
150 € « 107% = 462—3.20 t + 0.04 t? 
300 « « 107% = 448—3.05 t + 0.05 t? 
450 « 107% = 438—2,95 t + 0.05 t? 
Für 1 Atm, und 15° folgt hieraus 107. x; = 437, was mit 0,5 = 1.024 er- 
gibt v=1505m in guter Übereinstimmung mit der praktischen Beobachtung in 
Cherbourg, Ich lasse daher die Taitschen Zahlen für das Normal-Seewasser 
gelten. Nach obigen Formeln wurden die Werte von x für die Temperaturen 0°, 
5°, 10°, 15°, 20° und die Atmosphärendrucke 1, 38, 75, 150, 225, 300, 375, 450 
interpoliert. Aus den für p = 1 geltenden Ausgangswerten der Dichten o, für 
jede der fünf Temperaturen 1.02600, 102563 usw. wurden die Dichten berechnet 
für p = 75 Atm. 09:5 = 01: (1— x%gg + 74), für p = 150 Atm. 0150 = 01: (1— 149 + #75). 
Dann folgen jene für p=— 225 Atm. usw. als 0,95 = 075: (1— 150 50); 0200 = 
9150 : (1 — 150 x%,95) usw. Aus jedem zusammengehörigen Paar @ x ergibt sich v 
1) M. Marti, Note sur la vitesse de propagation du son dans l’eau de mer. Annales hydro- 
graphiques 1920, S. 165, . 
2) Landolt-Börnstein, Physikal-chemische Tabellen, IV. Aufl., Berlin 1922.
	        
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