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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1924, 
Kontrollstimmgabel G bis auf 1%09 gleichförmig erhalten wird. Die Oberseite 
der Scheibe, mit Flanell oder ähnlichem gerauht, treibt durch Friktion das 
Rädehen R von 2 inch Durchmesser. Es kann im Schlitz seiner Achse A durch 
einen Schlitten B verschoben werden, der auf einer davon seitlichen wagerechten 
Schraubenspindel Tin jede mikrometrisch genau meßbare Entfernung von der 
Mitte der Scheibe K eingestellt werden und auch über diese Mitte hinweglaufen 
kann. Die Achse des Rädchens R, in federnden Kugellagern laufend, trägt zwei 
Zahnräder Z, und Z,, die mit ihm gleich schnell rotieren und deren eines eine, 
das andere zehn Aussparungen am Rand besitzt. In diese Aussparungen ein- 
schnappende Federn F, und F, betätigen die elektrischen Stromschlüsse für die 
Schallsignale eines mit Wechselstrom betriebenen Unterwasserschallsenders, wo- 
bei nur das eine oder andere Zahnrad nach Wahl arbeiten kann. Die Mikro- 
meterteilung zur Messung der Schlittenverschiebung, also der Größe (Sn..ı — 8) 
in Gleichung (9) ist in hundertstel inch geteilt und läßt tausendstel schätzen. 
Im elektrischen Betrieb sind der Motor für Bewegung der Scheibe K und 
das Solenoid für die Stimmgabel G parallel an 125 Volt Gleichstrom angeschlossen, 
Auf Synchronismus mit der Stimmgabel wird der Motor mit Hilfe eines Wider- 
stands im Ankerstromkreis eingestellt. Die eine Stimmgabelzinke betätigt einen 
Kontakt im Stromkreis des Solenoides zwischen den Zinken und erhält so die 
Gabel schwingend. Die andere Zinke betätigt mit ihrer Vorder- und Rückseite 
einen Kontakt, wodurch ein Wechselstromkreis zum Motor zweimal während 
jeder Umdrehung kurzzeitig geschlossen wird, In diesem Stromkreis liegen 
Lampen zur Kraftaufnahme; und diese hängt von der Spannung ab, unter der 
der Stromkreis im Moment seines Schlusses stand, während diese Spannung selbst 
vom Phasenverhältnis zwischen der Stimmgabel und der Wechselstromkurve 
abhängt. 
Der Wechselstromkreis zum Antrieb des Schallsenders ist mit dem Tiefen- 
messer verbunden als Nebenschluß am handbetätigten Einschalter auf dem Sender- 
Schaltbrett. In diesem Stromkreis liegen im Tiefensender die feste Spule eines 
Variometers und wahlweise die Kontakte der Zahnräder Z, und Z,. ’Mit Hilfe 
des genannten Variometers läßt sich die Schallstärke der im einen Ohr gehörten 
direkten Signale angenähert gleich mit jener der Echosignale machen, die man 
im anderen Ohr hört.‘ 
c) Genauigkeit, Für die ausgeführten Apparate gelten folgende in die 
Gleichung (9) eingehende Konstanten: v = 800 Faden =— 1463 m; P — 10 Sek.; 
r— 1 inch —= 25.4 mm; c= 1 oder 10. Danach wird die Tiefe h = 4000 
€ (Sn +1 — Sn) 
Faden, wenn (Sp +1 -— Sn) in inches gemessen wird, oder h = AB Meter, 
wenn (Sı+1-— Sa) in Millimeter gemessen wird. 
Der mögliche Höchstwert ist für c= 10 und für (Sn +1 — Sn) = 10 inch 
so daß die meßbare Mindesttiefe h — 40 Faden = 73 m wird. Die Einstellung 
auf gleichzeitiges Eintreffen der direkten und der reflektierten Schallsignale 
kann bis auf 0.0002 oder 0.0003 inches genau gemacht werden. Das bedeutet, 
bei 40 Faden Tiefe eine Unsicherheit von 0.01 Faden, bei 2000 Faden Tiefe eine 
solche von 0.3 Faden. Viel größer als diese instrumentellen Unsicherheiten sind 
diejenigen, die sich aus der Unsicherheit der Schallgeschwindigkeit ergeben, für 
welche die Zahl 1463 m einen Mittelwert darstellt, von dem je nach Temperatur, 
Salzgehalt und Druck in den verschiedenen Schichten, die der Schall durchläuft, 
merkliche Abweichungen vorkommen können, die Prozente der Tiefe ausmachen, 
d) Die Schallgeschwindigkeit. Es ist die Schallgeschwindigkeit v — 1 :Vox, 
wo 0 die Dichte und x die Kompressibilität sind. Bei Druckzunahme dp ver- 
Ändert sich das Volumen im Verhältnis (1 — x dp) und die Dichte umgekehrt im 
angenäherten Verhältnis (1 +xdp).. Da man zur Messung von x den Druck in 
Atmosphären anzugeben pflegt, ist in: der Gleichung x durch eine Atmosphäre 
= g 0.76 x 13.595 zu dividieren, so daß v = 10.066 :Vox wird. ; 
@ und x hängen von der Temperatur t, dem Salzgehalt S und dem Druck p 
ab. Die folgenden Zahlen ergeben Näheres darüber. Da S, von küstennahen 
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