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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

36 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1924, 
Eise auf Deck herauf über mehrere Rollen geleitet und am Ende durch ein Ge- 
wicht beschwert wurde, dessen Bewegungen vor einer vertikalen Zentimeterskala 
beobachtet wurden. Über die Justierung des Apparates schreibt Bistrup: 
„Now and then the reading was controlled by a simultaneous reading of 
the height of water on a pole passed down through the fire-hole alongside the 
wire. When the wire broke, which happened fairly frequently, such control was 
necessary and then by shortening or lengthening the’ wire agreement between 
the two readings was reestablished, If the difference was very small, no change 
was made in the wire, but a correetion was then determined which was at once 
applied to the reading... 
‚.. for the ship itself, howewer fixed it seemed to be in the ice, has cer- 
tainly had some amount of independent movement in its bed. Similarly, we may 
assume, that the ship has also had a slight amount of freedom in horizontal 
direction, which, from the mode of construction of the apparatus, has also had 
some influence on the up and down movements of the pointer.“ 
Es sind also tatsächlich oft Änderungen des Nullpunktes vorgekommen, 
nur wurden sie meist sofort, sobald sie entdeckt wurden, korrigiert, Dies läßt 
unsere Annahme nicht unwahrscheinlich erscheinen, daß gegen Ende der Beob- 
achtungsperiode einmal eine solche Änderung unerkannt blieb und wegen Ab- 
bruchs der Beobachtungen auch später nicht mehr berichtigt werden konnte. 
Alle von uns als Störungen aufgefaßte Abweichungen liegen ausnahmslos 
nach der Seite zu großer Wassertiefe. Die Erklärung hierfür liegt auf der Hand, 
Denn wenn der Apparat infolge Einfrierens des Kabels unrichtig zeigte, wird 
er dies im Sinne einer zu großen Wassertiefe getan haben, indem bei fallendem 
Wasser der im Wasser befindliche Teil des Kabels schlaff wurde, Auch die 
andere Fehlerquelle, die Bistrup erwähnt, durch horizontale Verschiebungen des 
Schiffes, wobei das Kabel schräg steht, führt zu einseitigen Fehlern im Sinne zu 
großer Tiefe. Kabelreparaturen werden meist eine Kürzung des Kabels herbei- 
geführt haben, wodurch zunächst die Wassertiefe zu groß gemessen wird. End- 
lich werden auch die Vertikalbewegungen des Schiffes relativ zum Eise haupt- 
sächlich darin bestanden haben, daß es sich infolge Verbrauchs von Kohlen und 
sonstigem Material im Laufe der Beobachtungszeit etwas gehoben hat, wodurch 
wieder eine zu große Wassertiefe erhalten wird. 
Diese Eigenschaft der Störungen ist von der größten Bedeutung für unsere 
Aufgabe. Der unmittelbare Anblick der Abb. 2—6 zeigt, daß die innere Be- 
grenzung des mit Beobachtungspunkten besetzten Areals stets nahezu derselben 
schrägen Geraden entspricht und am stärksten besetzt ist, während die Punkte 
nach den Außenseiten hin sich weiter zerstreuen und in die genannten größeren 
Störungen übergehen. Man kommt hierdurch mit Notwendigkeit zu der Auf- 
— —— — fassung, daß die ungestörten Beobachtungen vor- 
Mittelwasser | Luftdruck zugsweise an dem geradlinigen Innenrande des 
"Ana. 1 | And Feldes zu suchen sind, 
) A Nach diesen Vorbemerkungen wollen wir 
versuchen, das Zahlenverhältnis der Wasser- 
standsänderungen zu den sechs Stunden voran- 
gehenden Luftdruckveränderungen zu bestimmen, 
Die roheste Methode besteht darin, daß wir 
die Maxima und Minima sowohl der Luftdruck- 
werte wie der Wasserstandswerte aus unseren 
Kurven Abb. 1 entnehmen, den Betrag der je- 
weiligen Änderung bilden und diese Beträge 
ihrem absoluten Werte nach summieren. Das 
Verhältnis der beiden Summen ist dann die ge- 
suchte Verhältniszahl. Eine solche Auszählung 
ergibt folgende Werte (siehe Tabelle): 
Hiernach entspricht 1 cm Quecksilber Druck- 
änderung einer Änderung des Mittelwassers um 
114 em. 
L
	        
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