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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Wegener, A.: Luftdruck und Mittelwasser am Danmarks-Havn, 
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wenig. Ich bin daher am meisten geneigt, in dieser Anomalie vorübergehende 
Apparatstörungen zu sehen von der Art, wie sie weiter unten näher beschrieben 
werden sollen. 
B. Die Fallperiode des Luftdrucks vom 30. Januar bis 2. Februar und der darauf 
folgende Druckanstieg bis zum 4./5. Februar. Diese Werte sind in ‚Abb. 3 einge- 
tragen und liegen ohne erhebliche Abweichungen auf einer Geraden von nahezu 
45° Neigung. Sehr zu beachten ist, daß hier keinerlei Stauwirkungen eintraten, 
obwohl auf die windstille Zeit vom 80. und 31. Januar ein Schneesturm aus 
NW am 1. und 2. Februar folgte, bei dem Windgeschwindigkeiten von 20 m/s. 
erreicht wurden. Der Durchgang dieser Zyklone und das Verhalten des Mittel- 
wassers hierbei ist ein vorzügliches Beispiel dafür, daß durch die 500 km weit 
hinausreichende Eisbedeckung des Meeres der Windstau überhaupt gänzlich aus- 
geschaltet ist, 
C. Der Druckabfall vom 5. und 6. Februar und der Anstieg desselben vom 
6. bis 7. Februar. Abb. 4 (Taf. 4). Auch bei dieser sehr kurzen Beobachtungs- 
periode handelt es sich um den Durchzug einer Zyklone. Während der Luftdruck 
fiel, herrschte Windstille; während er stieg, lebhafter NW bis zu 12 m/s. Trotz 
dieser Windunterschiede zeigen die Beobachtungen auch dieses Mal nur sehr ge- 
ringe Abweichungen von einer Geraden unter nahezu 45° Neigung. 
D. Die Beobachtungsperiode vom 7. bis 20, Februar. Abb. 5 (Taf, 4). Diese 
Periode enthält den mäßigen Druckabfall vom 7. bis 9. Februar, dann das geringe 
Steigen in zwei Stufen bis zum 18., weiter das mäßige Fallen bis zum 15,, und 
endlich den starken Anstieg bis zum 20. Diese letztere Bewegung, die vor allem 
in Betracht kommt, stimmt wieder vorzüglich mit einer Geraden von fast 45° 
Neigung. Die vorangehenden schwächeren Änderungen geben aber diesmal starke 
Abweichungen mit sonderbar geformten Kurven. Die größte Abweichung wurde 
am 9.—11. Februar erreicht, also zu einer Zeit, die bei ruhigem, heiterem Wetter 
durchaus keine Ursache für Störungen durch Windstau erkennen läßt, Die 
näheren Umstände dieser Störung machen es am wahrscheinlichsten, daß etwa 
am 7. eine Verschiebung des Nullpunktes der Skala eingetreten ist, und zwar in 
dem Sinne, daß die Wassertiefe zu groß gemessen wurde, und daß diese Störung 
am 14. durch Neujustierung des Apparates wieder beseitigt wurde. 
E, Der Rest der Beobachtungen vom 20. Februar bis 1. März. Diese Periode 
enthält einen sehr beträchtlichen Druckabfall vom 20, bis 25. Februar, sodann 
den gleichfalls starken Anstieg bis zum 27. oder 28. Februar und einen kurz- 
Hauernden, aber nicht unbedeutenden neuen Fall am 28, Februar und 1. März. 
Die Beobachtungen sind in Abb. 6 (Taf. 4) dargestellt, 
Diese Beobachtungsreihe ist für die Kritik besonders wichtig, weil sich hier 
eine beträchtliche Verschiebung des Nullpunkts der Skala einwandfrei erkennen läßt. 
Wie die Abbildung zeigt, geben der Schluß des ersten Druckabfalls, der An- 
stieg und der zweite Fall ein einheitliches Bild, Die Beobachtungspunkte gruppieren 
sich hinreichend nahe um eine Gerade, deren Neigung derjenigen in den früheren 
Fällen entspricht. Aber sie erscheint um etwa 20 cm in Richtung der wachsenden 
Wassertiefen verschoben. In der Zwischenzeit muß also eine Veränderung statt- 
gefunden haben entweder in der Art, ‚daß die Wassertiefe über einem etwas 
tieferen Punkte gemessen wurde, oder derart, daß die Messung um diesen Betrag 
ständig verkehrt war. 
Die vorangehende Periode der Druckerniedrigung vom 20. bis 25. Februar 
gibt nun ein von allem übrigen ganz abweichendes Bild. Die Kurve verläuft 
auch hier etwa entlang einer schrägen Geraden, aber die Neigung der letzteren 
ist hier eine ganz andere, wie bereits der unmittelbare Anblick lehrt. Nimmt 
man aber an, daß während dieser Zeit die besagte Nullpunktsverschiebung ein- 
getreten ist, so hätten wir unter Festhaltung der obersten Punkte die untersten 
um den Betrag dieser Verschiebung nach links zu versetzen, und die Gerade 
würde sich aufrichten und die gleiche Neigung annehmen wie früher. 
Man wird fragen, ob es sonstige Anhaltspunkte für das Auftreten derartiger 
Störungen gibt. Das ist in der Tat der Fall. Die Ablesungen geschahen in der 
Weise, daß ein am Grunde mit Steinen verankertes Drahtseil durch ein Loch im
	        
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