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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

296 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1924. 
genau wie bei der bisher beschriebenen Type des Kurzzeitmessers zur Ausführung 
einer Kontrollierung und in der anderen Schaltungsart zur Abschaltung des 
Echoempfängers bei Schußabgabe. Eine Stellscheibe (9), deren Einstellung gegen- 
über einem Nullstrich abgelesen werden kann, trägt einen in der Zeichnung nicht 
dargestellten Kontakt, der je nach Lage des Schalters bei einer Kontrollierung im 
Stromkreis der Kurzzeitmesserbremse liegt, oder bei Ausführung der Abschaltung 
mit dem Zeitrelais (7) zusammenarbeitet, das die verspätete Einschaltung des Echo- 
empfängers bewirkt. Das Kurzzeitmesserrad ist auf das sorgfältigste in Saphiren 
gelagert, von denen das obere Lager sich in der Brücke (22) befindet und von 
drei Säulen (23) getragen wird. Um überflüssiges Pendeln des Rades beim Neu- 
einstellen vor einer Lotung zu vermeiden, ist ein Bremsmagnet angeordnet, dessen 
Bremsfeder sich bei Druck auf Knopf II auf den Umfang des Rades legt. Die 
Rückdrehung des Rades findet durch eine kräftige Unruhefeder (6) statt, die auch 
das Rad vor einer Lotung gegen die Abschnellfeder andrückt. Der Vorteil der 
geschilderten Anordnung des Kurzzeitmesserrades ist der, daß die vollen Winkel- 
verdrehungen von 360° ablesbar sind, und alle Teile des Instrumentes sind so 
ausgebildet, daß sie eine Winkelverdrehung von 360° zulassen. Um bei der ge- 
wöhnlichen Kurzzeitmessertype 1, die mit Lichtzeiger arbeitet, eine solche Ver- 
drehung zu erzielen, müßte man etwa 8 untereinander angeordnete Skalen zur 
Anwendung bringen und eine große Anzahl von Spiegeln und Lampen. Der 
Fortfall des Ankerbleches am Kurzzeitmesserrade bewirkt eine verringerte Luft- 
reibung. Es ist auch noch eine andere Kurzzeitmessertype, bei der eine Winkel- 
verdrehung von 360° unter Benutzung eines mechanischen Zeigers angezeigt wird, 
ausgebildet worden (vgl. Abbild. 4 auf Tafel 22). Diese Form des Kurzzeit- 
messers steht aber an Genauigkeit hinter dem oben beschriebenen Kurzzeitmesser 
zurück, da ein mechanischer Zeiger bei einem solchen Meßinstrument zur Quelle 
verschiedener Fehler wird. Die Reichweite des Instrumentes erstreckt sich bei 
einmaliger Umdrehung auf etwa 750 m Wassertiefe. Soll das Instrument für ge- 
ringere Tiefen benutzt werden, so ergibt sich der Vorteil, daß die Skalenwerte an 
Größe dadurch zunehmen. Die übrigen Einrichtungen des Instrumentes sind denen 
des gewöhnlichen Kurzzeitmessers ähnlich. (10) und (11) sind Transformatoren, die 
im Stromkreis des Abgangs- und Echoempfängers liegen. (13) und (14) sind zwei 
in gleichen Stromkreisen liegende Regulierwiderstände, (15) ist eine Brücke, 
welche die Druckknöpfe I, II, III und IV trägt, (18) die Klemmleiste zum An- 
schließen der Kabel, die durch die Kabeleinführung (28) in das Innere des Apparates 
eingeführt werden, Der Stromverlauf ist im Prinzip gleich wie oben für den 
normalen Kurzzeitmesser angegeben. 
10. Das „Behmlot Type 3“ für Tiefseelotungen 
(mit Behmzeitmesser für langen Lauf). 
Bei den beiden bisher beschriebenen Ausbildungsformen des Kurzzeitmessers 
ist trotz der Abschaltung eine Tiefengrenze der Benutzbarkeit durch die Art der 
Konstruktion bedingt. Die Type 3 dient zur Erlotung von kleinen bis zu ganz 
großen Tiefen. Sie unterscheidet sich von Type 2 nur dadurch, daß das Glas- 
kurzzeitmesserrad eine be- 
liebige Anzahl von Um- 
drehungen ausführen kann, 
deren volle Anzahl über der 
projizierten Skala sichtbar 
und ablesbar ist. In Fig. 11 
ist eine schematische Dar- 
stellung von Type 3 gegeben. 
Über: den zur Be- 
tätigung dienenden 
Druckknöpfen sind 
zwei Skalen (a, b) wie 
beim gewöhnlichen 
Fig, 11. Schematische Darstellung des Kurzzeitmessers für „Behmlot Type3“. Kurzzeitmesser 
Ä
	        
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