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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Jakobi, N.: Photographische Methode zur Untersuchung der Konvektionsströme. 9283 
wurde, geriet das Wasser zıfnächst in lebhafte und unregelmäßige Bewegung, 
die sich indessen bald ordnete, wobei zwei horizontale Diskontinuitätsflächen 
entstanden, von denen die eine die Oberkante der Kältequelle und die andere 
die Unterkante der Wärmequelle tangierten. Nachher vermischten sich diese 
Diskontinuitätsflächen allmählich und der Zustand endete in einem konstanten 
vertikalen Temperaturgradient zwischen den früheren Diskontinuitätsflächen, 
während die Boden- 
schicht die Tempera- 
tur der Kältequelle 
und die Oberflächen- 
schicht die Tempera- 
tur der Wärmequelle 
bekam. Das Wasser 
stand nachher im 
ganzen Gefäße still.“ 
Wie aus der Ab- 
bildung 2 zu ersehen 
ist (hier ist die Kälte- 
quelleunter dasNiveau 
der Wärmequelle ver- 
legt), erfolgt die Be- 
wegung der Partikel 
vollständig regelmä- 
Big, nämlich — die- 
selben beschrieben ge- 
schlossene Trajekto- 
rien in der Form von 
verlängerten Ovalen, 
welche bis zu den 
gegenüberliegenden 
Seiten der Kürvette 
reichen. Im Innern 
dieser Ovale befinden 
sich Ruhezonen; es 
existiert auch keine 
Zirkulation zwischen 
der Kältequelle und 
der Wärmequelle. Je- 
doch bezieht sich die- 
ses Ergebnis nur aus- 
schließlich auf den 
Fall, wenn die Wärme- 
quelle und die Kälte- 
quelle wesentlich von- 
einander in der Verti- 
kale entfernt sind und 
bei der unteren Lage 
der Kältequelle. 
Bei näherer Lage der Kältequelle und der Wärmequelle, wie es aus der Ab- 
bildung 3 zu ersehen ist, bekommt die Zirkulation des Stromes einen komplizierten 
Charakter, da dabei außer der Bewegung der Partikel längs der Ovalen auch 
eine gesamte Zirkulation zwischen der Kältequelle und der Wärmequelle entsteht. 
Wie es scheint, muß in diesem Falle nicht nur die Lage und der vertikale Ab- 
stand zwischen der Kältequelle und der Wärmequelle in Betracht gezogen werden, 
sondern auch die Intensität dieser Quellen, d. h. es ist notwendig, damit die 
gemeinsame Konvektion nicht vorhanden sei, daß die Größe des Temperatur- 
gradienten zwischen den Flüssigkeitsschichten bei der Kältequelle und der Wärme- 
quelle nicht eine gewisse Grenze überschreiten. Dieser Zusammenhang wurde 
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