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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Schulz, B.: Geschichte und Stand der Entwicklung des Behmlotes, 267 
photographiert sind. Zu diesem Zwecke ist eine Uhr (36) angeordnet, deren 
Zifferblatt (37) von einem Lampenkranz (38) beleuchtet wird, Durch einen 
Spiegel (39) und ein photographisches Objektiv (40) findet bei (41) die Abbildung 
des Zifferblattes auf dem photographischen Film ‚statt. Ein auswechselbarer 
Datumschieber unter dem Zifferblatt der Uhr sorgt für die gleichzeitige Ab- 
bildung desselben. Das ganze Instrument befindet sich in einem gas- und licht- 
dichten Gehäuse, das durch zwei Deckel (42) mittels der Schrauben (43) ver- 
schlossen ist. An einem Schaufenster (44) ist die noch yerfügbare Filmlänge zu 
erkennen. Ein rotes Fenster (45) dient zur Beobachtung der Bogenlampe. Ein 
Fenster (46) dient zusammen mit der Schraube (47) der Uhrwerksregulierung. 
Die Überwurfmutter (48) dient zur Entleerung der Entwicklungskassette, Das 
Innere des Apparats ist durch eine Scheidewand (49) in zwei luftdicht von- 
einander getrennte Räume geteilt, von denen der eine die Bogenlampe aufnimmt. 
Die andere Hälfte ist in 
fünf voneinander ge- 
trennte Räume geteilt, 
von denen der Raum (50) 
der Unterbringung des 
Sonometers dient. Der 
Raum (51) nimmt den 
rotierenden Spiegel und 
den Film auf. Der Raum 
(52) dient der Abbildung 
der Uhrzeit. Der Raum 
(53) enthält das Uhrwerk 
und (54) den Filmvorrat. 
Ein Hebel (55) dient Dan 
dazu, den photographi- fi 7 
schen Verschluß zwecks ® N 
optischer Einstellung CP 
dauernd zu öffnen. Die (25.Nou.B3) 
Schraubenköpfe (56) die- —— 
nen zur Einstellung der Figur 6. Außenansicht ‚des phnforanbisch zeglstrierenden Behm- 
. ;V 1 gl . 
Optik und des Sonometers Registrierung der Stimmgabel und des Sonometerfadens. 
mittels Steckschlüssel.“ 
Zwei Proben der erhaltenen Registrierungen sind bereits 1921 (Ann. d. 
Hydr. usw) veröffentlicht worden, Der für diese benutzte Apparat besaß aber 
nur ein Objektiv. Sonometer und Stimmgabel waren deswegen. sehr dicht neben- 
einander angebracht, so daß bei stärkeren Bewegungen des Sonometers die Stimm- 
gabel angestoßen wurde, daher kommt es, daß bei der Registrierung der Stimmgabel 
die regelmäßige Kurve im Augenblick der Schallabgabe und des Echoempfangs 
unterbrochen wurde. Dieser Übelstand wurde, wie erwähnt, später dadurch ver- 
mieden, daß zwei Objektive benutzt wurden. 
Auf Tafel 20, Abb. 3, sind einige Proben der mit diesem verbesserten und oben 
eingehend beschriebenen photographisch registrierenden Behmlot erhaltenen Auf- 
zeichnungen wiedergegeben. Die benutzte Stimmgabel hatte eine Schwingungs- 
zahl von 1500 pro sec. Nr. 1 zeigt eine Lotung von etwa 6 m Wassertiefe unter dem 
Kiel bei Benutzung nur des Echomikrophons. Der Tiefgang des Schiffes betrug 
nur 80 em, die nutzbare Abschirmung 40 cm. Der erste Ausschlag rührt von 
der Schallwelle her, die durch das Eisen des Schiffes gelaufen ist mit etwa 
5000 m/sec Geschwindigkeit. Nach !/,., see hat die um den Schiffskörper herum 
gebeugte Schallwelle den Echoempfänger erreicht und bewirkt den zweiten ver- 
größerten Ausschlag des Sonometerfadens. Zur Echozeit trifft alsdann das Echo 
ein, das den dritten, weitaus größten Ausschlag erzeugt. Bei den weiteren 
Lotungen ist die Einwirkung des auf dem Wege der Eisenleitung wie auf dem 
Wege der Beugung durch das Wasser zum Echoempfänger gelangenden Schalles 
durch geeignete Maßnahmen so klein gemacht, daß die Einwirkungen im Photo- 
gramm nicht mehr erkenntlich sind. Der Beginn der Lotung ist durch Vermittlung
	        
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