Schulz, B.: Geschichte und Stand der Entwicklung des Behmlotes, 267
photographiert sind. Zu diesem Zwecke ist eine Uhr (36) angeordnet, deren
Zifferblatt (37) von einem Lampenkranz (38) beleuchtet wird, Durch einen
Spiegel (39) und ein photographisches Objektiv (40) findet bei (41) die Abbildung
des Zifferblattes auf dem photographischen Film ‚statt. Ein auswechselbarer
Datumschieber unter dem Zifferblatt der Uhr sorgt für die gleichzeitige Ab-
bildung desselben. Das ganze Instrument befindet sich in einem gas- und licht-
dichten Gehäuse, das durch zwei Deckel (42) mittels der Schrauben (43) ver-
schlossen ist. An einem Schaufenster (44) ist die noch yerfügbare Filmlänge zu
erkennen. Ein rotes Fenster (45) dient zur Beobachtung der Bogenlampe. Ein
Fenster (46) dient zusammen mit der Schraube (47) der Uhrwerksregulierung.
Die Überwurfmutter (48) dient zur Entleerung der Entwicklungskassette, Das
Innere des Apparats ist durch eine Scheidewand (49) in zwei luftdicht von-
einander getrennte Räume geteilt, von denen der eine die Bogenlampe aufnimmt.
Die andere Hälfte ist in
fünf voneinander ge-
trennte Räume geteilt,
von denen der Raum (50)
der Unterbringung des
Sonometers dient. Der
Raum (51) nimmt den
rotierenden Spiegel und
den Film auf. Der Raum
(52) dient der Abbildung
der Uhrzeit. Der Raum
(53) enthält das Uhrwerk
und (54) den Filmvorrat.
Ein Hebel (55) dient Dan
dazu, den photographi- fi 7
schen Verschluß zwecks ® N
optischer Einstellung CP
dauernd zu öffnen. Die (25.Nou.B3)
Schraubenköpfe (56) die- ——
nen zur Einstellung der Figur 6. Außenansicht ‚des phnforanbisch zeglstrierenden Behm-
. ;V 1 gl .
Optik und des Sonometers Registrierung der Stimmgabel und des Sonometerfadens.
mittels Steckschlüssel.“
Zwei Proben der erhaltenen Registrierungen sind bereits 1921 (Ann. d.
Hydr. usw) veröffentlicht worden, Der für diese benutzte Apparat besaß aber
nur ein Objektiv. Sonometer und Stimmgabel waren deswegen. sehr dicht neben-
einander angebracht, so daß bei stärkeren Bewegungen des Sonometers die Stimm-
gabel angestoßen wurde, daher kommt es, daß bei der Registrierung der Stimmgabel
die regelmäßige Kurve im Augenblick der Schallabgabe und des Echoempfangs
unterbrochen wurde. Dieser Übelstand wurde, wie erwähnt, später dadurch ver-
mieden, daß zwei Objektive benutzt wurden.
Auf Tafel 20, Abb. 3, sind einige Proben der mit diesem verbesserten und oben
eingehend beschriebenen photographisch registrierenden Behmlot erhaltenen Auf-
zeichnungen wiedergegeben. Die benutzte Stimmgabel hatte eine Schwingungs-
zahl von 1500 pro sec. Nr. 1 zeigt eine Lotung von etwa 6 m Wassertiefe unter dem
Kiel bei Benutzung nur des Echomikrophons. Der Tiefgang des Schiffes betrug
nur 80 em, die nutzbare Abschirmung 40 cm. Der erste Ausschlag rührt von
der Schallwelle her, die durch das Eisen des Schiffes gelaufen ist mit etwa
5000 m/sec Geschwindigkeit. Nach !/,., see hat die um den Schiffskörper herum
gebeugte Schallwelle den Echoempfänger erreicht und bewirkt den zweiten ver-
größerten Ausschlag des Sonometerfadens. Zur Echozeit trifft alsdann das Echo
ein, das den dritten, weitaus größten Ausschlag erzeugt. Bei den weiteren
Lotungen ist die Einwirkung des auf dem Wege der Eisenleitung wie auf dem
Wege der Beugung durch das Wasser zum Echoempfänger gelangenden Schalles
durch geeignete Maßnahmen so klein gemacht, daß die Einwirkungen im Photo-
gramm nicht mehr erkenntlich sind. Der Beginn der Lotung ist durch Vermittlung