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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

258 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1924,

Leidener Flaschen gelegt. Der zur Schallerzeugung dienende elektrische Funke
wurde in einem mit Wasser gefüllten Glasgefäß mit den Dimensionen 27 X 25 X 12 em
hervorgerufen. Die Schallfunkenstrecke im Wasser war an einer Hartgummibrücke
 befestigt und führte mit Gummischlauch isoliert ins Wasser (11). Der
Schallfunke im Wasser war nur wenige Millimeter lang und sprang zwischen
2 mm dicken Platindrähten über. Diese wurden schon nach kurzem Gebrauch
infolge der entstehenden
hohen Drucke und der geringen
 Zusammendrückbarkeit
 des Wassers pilzförmig
 umgebogen. Beide
Elektroden waren mit
einer Hartgummischeibenblende
 von etwa 1 cm
Durchmesser (12) versehen,
 welche eine Belichtung
 der Mattscheibedurch
den Schallfunken auf direktem
 Wege oder durch
Reflexion von der Glaswand
 des Gefäßes verhinderten.
 Der Beleuchtungsfunke
 wurde in einem
horizontal auf das Aquarium
 gerichteten Blendrohr
 (13) erzeugt. Um
recht helles Licht hervorzurufen,
 wurden Elektroden
 aus Magnesiumband
(14) verwandt, die von
vorne über die eine Kante
kaum: sichtbar waren und
nur einen nicht in Betracht
kommenden Schatten warfen.
 Daß nun überhaupt
die Schallwelle auf der
Mattscheibe sichtbar zu
machen ist, ist darin begründet,
 daß Schallwellen
Verdichtungswellen sind
und das Licht beim Durchgang
 durch die Kugelschale
verdichteten Wassers in
Nähe der Tangente wie
durch eine Ringlinie konzentriert
 wird, also auf
der Mattscheibe ein heller
Strich mit unmittelbar daneben liegenden dunkleren Partien entsteht. Die Hauptschwierigkeit
 dieses Verfahrens bestand darin, den Beleuchtungsfunken gerade
soviel später als den Schallfunken zu erzeugen, als für den Versuch erforderlich
war. Da bei den gewählten Dimensionen des Glasgefäßes die Schallwelle nach
einem Wege von etwa 10 cm Länge bereits die Wandung des Gefäßes erreicht hatte
und die Schallgeschwindigkeit im Wasser etwa 1500 m/see beträgt, durfte die
größte Zeitdifferenz zwischen Schall- und Beleuchtungsfunken nur */,,,09 Sec (!)
betragen, sie durfte aber auch nicht kleiner sein als */,;9999 Sec, da sonst die Schallwelle
 wegen der Hartgummischeibenblende nicht zur Abbildung gelangte. Es
wurde der Versuch gemacht, die Funkenfolge durch richtige Wahl der Kapazitäten
und der Selbstinduktion zu regulieren. Da aber durch die dauernde Funken-—


            
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