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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1924.

so gibt = = tga (Spalte V) die Richtung der Kurve in diesem Punkte an. Der
Betrag x läßt sich nun auch ausdrücken in S°/,2. So entspricht, wie früher nachgewiesen
 worden ist, bei der 4 cm-Kammer 1 Trommelteil (Tr T) im Durchschnitt
einem Salzgehalt von 0.00172 °/,,. Spalte VI zeigt den in S°/,g ausgedrückten Betrag
 (y) an, um den sich bei der jeweiligen Konzentration der Salzgehalt ändert,
allerdings gleich auf At = 10° berechnet. Auch die Werte von y lassen sich als
Ordinaten eintragen. In Spalte VII findet man analog V die Quotienten x = tg ß.
Die Punkte ordnen sich um eine Gerade, d. h. die Änderungen im Interferometerwert
 sind proportional dem Salzgehalt, desgleichen auch proportional der Temperatur,
 wie schon früher gezeigt worden ist. Als Mittelwert für V ergibt sich bei
der 4 cm-Kammer 1.776, für VII 0.0304. Für 4S = 2.60%.) berechnet sich daraus
bei 4 t= 10° eine Salzgehaltsänderung um 2.6 - 0.034 — 0.079%,g oder eine Differenz
an Interferometerwerten von 2.6 - 17.76 = 46 Tr T. Die entsprechenden Werte für
die 2 em-Kammer bei 4S = 5.20°%%o und 4t = 10° sind 0.1763 S%/4 und 53 3 Tr T
und für die 1 cm-Kammer bei 4S = 10.40% 9 und 4t = 10° 0.346 S°%o und
52.8 Tr T.
Die soeben zum Vergleich für die verschiedenen Kammern gewählten Salzgehalte
 (2.60—5.20—10.40) verhalten sich wie 1:2:4. Sie sind so bestimmt, daß
die Skala des Interferometers in allen drei Fällen etwa zur Hälfte ausgenutzt
wird, d. h. die praktische Beobachtungsgrenze erreicht wird (1400—1600 Tr T).
Es zeigt sich, wie aus der Tabelle 4 zu ersehen ist, daß für die angeführten
Salzgehalte, die sich umgekehrt zueinander verhalten wie die Längen der Kammern,
die bei einer Temperaturdifferenz von At = 10° auftretenden Änderungen in der
Zahl der Interferometerwerte praktisch gleich sind (46.2—58,3—52.8). Die dazugehörigen
 Salzgehalte verhalten sich wie 0.079 : 00176 : 0.346 oder wie 0.9 :2: 3.9,
abgerundet 1:2:4, d.h. umgekehrt wie die Längen der Kammern.
Tabelle 4. Korrekturen für At = 10° (praktischer Grenzfall 1400—1600 TrT).
Verhältnis
der Konstanten

ı em-Kammer , .
2em- =
! em- 93

2.60
5.20
10.40

46.2
53.3
5928

0.0790
{ 0.1763
0.3160

0.9
2
3.9

In Tafel 19!) ist der Versuch unternommen, für die 1 cm-Kammer sämtliche
 erhaltenen Konstanten graphisch darzustellen. In dem Rechteck sind auf
den der Abszissenachse parallel verlaufenden Längsseiten die Beträge für AS °/99
eingetragen, Auf der Abszissenachse selbst sind die Interferometerwerte als
Projektionen der ursprünglichen Eichkurve verzeichnet (s. o.). Da die Eichkurve
konvex zur Abszissenachse ansteigt (einerseits bedingt durch die „Sprünge“,
andererseits durch die abnehmende Differenz zwischen zwei Interferenzstreifen),
so nehmen die Intervalle von 100 zu 100 von links nach rechts ab. Der wechselnde
 Betrag von 1'mm, ausgedrückt in TrT, ist daher von Strecke zu Strecke
angegeben. Man kann also ohne weiteres aus dem Interferometerwert den Unterschied
 zwischen der Konzentration des Untersuchungswassers und des beliebig
zu wählenden Vergleichswassers ablesen. Wie bereits erwähnt wurde, ist es bei
Untersuchung von Serien vorteilhafter, sich der Rechnung zu bedienen. Zu
diesem Zwecke sind an der unteren Längsseite des Rechtecks die Konstanten
kK = = eingetragen. Die genaue Ablesung des Salzgehaltes aus der Tafel 19 ist
für zahlreiche Beobachtungen zu unbequem, da sie immer mit kleinen Umrechnungen
 verbunden ist. Eine ungefähre und für viele Fälle ausreichend genaue
Ablesung ist dagegen schnell ausgeführt. Der Teil oberhalb der Abszissenachse
enthält die Temperaturkorrektionen von 0°—10°, ausgedrückt in S°/,2. Der Beob-1)
 Es empfiehlt sich, für die Zeichnung Millimeterpapier zu verwenden, um eine genaue Abjesung
 zu ermöglichen. Aus technischen Gründen mußte hier davon Abstand genonmımen werden.
            
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