Pape, ©.: Über die Verwendbarkeit des Interferometers zur Bestimmung des Salzgehaltes usw. 251
Graphisch bedeutet diese Tatsache, daß man die für ein bestimmtes’ Vergleichs-
wasser aufgestellte Eichkurve parallel zu sich selbst verschieben kann. Bei der
yraphischen Darstellung empfiehlt es sich daher, nicht von einem bestimmten
Vergleichswasser auszugehen, sondern auf der Abszissenachse nur die Differenzen
AS%0 zwischen Vergleichs- und Untersuchungswasser (UW) abzutragen. Die
Parallelverschiebung wird man daher zur Erweiterung des Meßbereiches einer
Kammer durch Auswahl eines passenden Vergleichswassers verwenden können. [—]
Eine andere Anwendungsmöglichkeit der Parallelverschiebung liegt vor bei der
Entscheidung über die richtige Wahl des Streifenpaares an den Stellen der
optischen Anomalien („Sprungstellen“). Die Eichkurve ist, wie schon früher
nachgewiesen wurde, nicht stetig, sondern bricht ab, um mit einem um ein
Streifenpaar höheren Interferometerwert in derselben Richtung weiter zu ver-
laufen. Dies Abbrechen erfolgt nicht plötzlich, so daß die Wahl des Streifen-
paares.schwierig wird. Die wagerechten Striche in Tabelle 1 geben die Sprung-
stellen an. Am deutlichsten ausgeprägt sind sie bei der 1 cm-Kammer. An
diesen Stellen sind die niedrigeren Werte für das linke Streifenpaar, die höheren
für das rechte zu nehmen. Zur Kontrolle wähle man nun ein etwas abweichendes
Vergleichswasser; dadurch wird der Interferometerwert zwar verändert, es
muß aber AS°/,9 in beiden Fällen gleich groß sein. .
Die Bestimmung der Temperaturkonstanten, die sich in der vorigen Arbeit
nur auf wenige Beobachtungen mit der 4 cm-Kammer erstreckten, wurden nach-
geprüft und auf die 2- und 1 cm-Kammer aütsgedehnt. Über den Gang der
Untersuchung für die 4- und 2 cem-Kammer gibt Tabelle 3 Aufschluß:
4 cm -Kammer. Tabelle 3. 2 em-Kammer.,
1 larlırıl Iv | vv
‚480 |atla | 5 48%
1/00 ala N gel pro”
10° A1
\7
y
i 1 4 I I
AS %oi At FE AS oo) Ztgß
© 10° 4t
1.8
72
163
13.7 36
65/14
5.5 12
5.7 11
8.725
113.088 |
5.117
1118 87 } 3.25
2.23 29 49! 3,8
2.60 | 49 211)
‚7837 | 44
119758
0.26 '
9.58
9.95
1.27
1.37
1.45
LSO
0.56
118
18 |
2,6
2.18
2.18
2:14
2.04
1.90
2.05
1.58
1.50
0.009835
0.0206
0.0316
0.0450
0.0368
00370
0.0359
362
332
354
268
256
245 40'128 258
2.63 485/14 2.95
3.18 14.2 1 381
A471 8.1 29,1
50 23 49
22 9| 408 |
75 237 498
58 2 \ ur
15 231 478
'3 1
10 a '} 8.05
7,83 14,9 34)
3.1 30|% 8.55
3.0 27|
5 99” 935
1.05
1.16
0.98
0.0903| 0.0358
0.0979 372
0.1054 332
0.1626 346
0.1432]
0.1627
0.1587
1.04
274
303
288
368
(958 |
146 0.0440
DAA
0,83
0.92
0.86
1.70 0.0553
1.70 10.0647
1.69 10.0740 |
290
290
113
0.28616|
284.
1.09
0.2822)
360
110
0.3057 |
390
0.3391
Mittel:
0.0339
17.76
Mittel:
1.776
0.3039
Mittel:
0.0304
10.25
Mittel:
1.025
2.60 | | | 4.62
berechnet) |
2.0790
5.20 |
(berechnet)
10.40 K
1 cm-Kammer)
5.33
5.28
0.1763
0.346
Für eine Reihe verschiedener Konzentrationen (Spalte I) wurden die Inter-
ferometerwerte bei verschiedenen Temperaturen festgestellt. Spalte II gibt 4t
an, III den der Temperaturdifferenz entsprechenden Unterschied in der Ab-
lesung am Interferometer (Aa). Der Quotient x = Ar (Spalte IV) besagt mit-
hin, um wieviel sich der Interferometerwert bei At = 1° ändert. Denkt man
sich nun als Abszissen die Werte von 4S%.09==c und als Ordinaten die von x