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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Plassmann, J.: Färbung der tiefstehenden Sonne. 
Zeichen, Bedeutungen. 
0 weiß, rein weiß, » 
0} leicht gelblich (kommt nur einmal vor). 
1 gelblich weiß. 
1} gelblich, 4 (gelb + weiß). 
> weißlich gelb, hell gelb, leicht gelb. 
3 rein gelb, gelb, messinggelb. 
satt gelb, fahl gelb, Natrium-gelb, 
gelbbraun. 
hell rötlich gelb, schwach rötlich gelb, 
goldgelb. 
Zeichen. Bedeutungen. 
5 rötlich gelb, orangegelb. 
51 orangefarben, gelbrötlich, gelbrot, 
} (gelb +}- rot). 
gelblich rot, orangerot, goldrot. 
hell rot, schön rot, rötlich, brennend 
rot, glutrot, helle Rotglut. 
rot ohne Zusatz; weinrot. 
tief rot, düster rot, blutrot, blutigrot. 
Ein Fall, wo die tiefstehende Sonne violettrot genannt war, wurde aus- 
geschieden. Es blieben 361 Spät- und 430 Frühbeobachtungen, die zur Mittel- 
bildung benutzbar waren. Für jede der Sonnenhöhen von + 3.0° bis — 0.6° 
wurde angeschrieben, wie oft jede der angegebenen 14 Stufen am Abend und 
am Morgen vorkam. Hieraus ließen sich Mittelwerte für jeden Zehntelgrad der 
Sonnenhöhe bilden, die aber, wie Stichproben ergaben, noch ziemlich stark 
schwankten. Es wurden darum ausgeglichene Mittel in der Weise gebildet, daß 
z. B. für die Höhe + 0.7° die fünf Höhen 
0.9°; 08°; 0.7°; 0.6°; 0.5° 
zur Summenbildung herangezogen wurden. Daraus ergab sich für eine in der 
Nähe von 0.7° liegende Höhe eine mittlere Färbung, ebenso für eine Höhe nahe 
bei 0.6° aus den Beträgen für die Höhen 0,8°; 0.7°; 0.6°; 0.5°; 0.4°, und so fort, 
Die gemittelten Höhen liegen nur in zwei unten vermerkten Fällen so weit von 
den Ausgangswerten ab, daß die erste Dezimale zu ändern ist. Es ergibt sich 
folgender Farbenablauf, wo C, die Färbung am Abend, Cm die am Morgen 
bedeutet. 
CC, 
h 
(0 
>8 |+28° | 2.0 
»4 | 27*| 20 | 
73 | 26 | 20 
1 | 25 | 29 
“9 7 DA, 
| 28 | 25 
7 1 22 | 22 
58 | 2ı | 29 
30 | 20 | 80 
30 | 19 | 81 
31 | 18 | 22 
Cy— ( 
+08 
+ 1.4 
+13 
40,9 
08 
+ 0.6 
0.1 
—0.1 
00 
0.1 
02 
ae, | A 
| 
3.4 
3.4 
3.7 
"3 
e 3 
3 
4) 
4.0 
3.9 
4.1 
1 
1.79 
1.6 
1.5 
1.4 
LS 
19 
11 
1.0%* 
0.9 
0.8 
07 
On 
CC 
C, | h | 0" C—Cp 
8,4 0.0 4.3 
3.6 —02 4.4 
3.7 0.0 4.7 
27 +02 4.7 
“7 +02 5.2 
> +01 5.3 
+0» 3 
5.1 
5,9 
5.9 
5.9 
0.6°| 49 
05 | 51, 
0.4 5.3 . 
| 03 | 54 
02 | 5.7. 
0.1 | 58 
0.0 | 5.9 
—01! 81 
02 6° 
0.3 
04 
—0.6 
—0.7 
—06 
07 
— 05 
— 05 
(A 
— 05 
—03 
— 0.3 
— 0.4 
+ Strenge Werte 2.649, 1.06°. 
Stiege oder fiele die der letzten Spalte entsprechende Kurve beständig, so 
könnte man allenfalls an eine rein subjektive Ursache denken. Es zeigt sich 
aber, wenn man die durch zu wenig Material begründete Höhe 2.8° ausschaltet, 
zunächst eine ziemlich gleichmäßige Abnahme des positiven Wertes, also der 
Farbenvertiefung‘ am Abend im Vergleich zum Morgen, bis nach 2,3° ein jäherer 
Sturz eintritt, der etwa bei 1.8° zu einem kleinen Minimum führt. In der Gegend 
dieser Höhe ist also die Sonne am Abend um einen sehr kleinen Betrag weniger 
nach Gelb verfärbt als am Morgen. Etwa bei 1.5° kehrt. sich das Verhältnis 
wieder um, worauf bei 1.2° ein zweites positives Maximum von gleichfalls geringer 
Höhe erreicht wird. Nun folgt bei 1.0° wieder gleiche Färbung, bei 0.4° starke 
Vertiefung am Morgen, die dann bis zum Verschwinden der Sonne gleichmäßig 
abnimmt... Die Zeichenfolgen scheinen einer gewissen Schichtung das Wort zu 
reden, die sich ja auch in den vorhin besprochenen Sonderfällen, wo Kern und 
Rand verschieden gefärbt sind, durch das Auftreten zweier Maxima andeutet,
	        
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