Plassmann, J.: Färbung der tiefstehenden Sonne.
Zeichen, Bedeutungen.
0 weiß, rein weiß, »
0} leicht gelblich (kommt nur einmal vor).
1 gelblich weiß.
1} gelblich, 4 (gelb + weiß).
> weißlich gelb, hell gelb, leicht gelb.
3 rein gelb, gelb, messinggelb.
satt gelb, fahl gelb, Natrium-gelb,
gelbbraun.
hell rötlich gelb, schwach rötlich gelb,
goldgelb.
Zeichen. Bedeutungen.
5 rötlich gelb, orangegelb.
51 orangefarben, gelbrötlich, gelbrot,
} (gelb +}- rot).
gelblich rot, orangerot, goldrot.
hell rot, schön rot, rötlich, brennend
rot, glutrot, helle Rotglut.
rot ohne Zusatz; weinrot.
tief rot, düster rot, blutrot, blutigrot.
Ein Fall, wo die tiefstehende Sonne violettrot genannt war, wurde aus-
geschieden. Es blieben 361 Spät- und 430 Frühbeobachtungen, die zur Mittel-
bildung benutzbar waren. Für jede der Sonnenhöhen von + 3.0° bis — 0.6°
wurde angeschrieben, wie oft jede der angegebenen 14 Stufen am Abend und
am Morgen vorkam. Hieraus ließen sich Mittelwerte für jeden Zehntelgrad der
Sonnenhöhe bilden, die aber, wie Stichproben ergaben, noch ziemlich stark
schwankten. Es wurden darum ausgeglichene Mittel in der Weise gebildet, daß
z. B. für die Höhe + 0.7° die fünf Höhen
0.9°; 08°; 0.7°; 0.6°; 0.5°
zur Summenbildung herangezogen wurden. Daraus ergab sich für eine in der
Nähe von 0.7° liegende Höhe eine mittlere Färbung, ebenso für eine Höhe nahe
bei 0.6° aus den Beträgen für die Höhen 0,8°; 0.7°; 0.6°; 0.5°; 0.4°, und so fort,
Die gemittelten Höhen liegen nur in zwei unten vermerkten Fällen so weit von
den Ausgangswerten ab, daß die erste Dezimale zu ändern ist. Es ergibt sich
folgender Farbenablauf, wo C, die Färbung am Abend, Cm die am Morgen
bedeutet.
CC,
h
(0
>8 |+28° | 2.0
»4 | 27*| 20 |
73 | 26 | 20
1 | 25 | 29
“9 7 DA,
| 28 | 25
7 1 22 | 22
58 | 2ı | 29
30 | 20 | 80
30 | 19 | 81
31 | 18 | 22
Cy— (
+08
+ 1.4
+13
40,9
08
+ 0.6
0.1
—0.1
00
0.1
02
ae, | A
|
3.4
3.4
3.7
"3
e 3
3
4)
4.0
3.9
4.1
1
1.79
1.6
1.5
1.4
LS
19
11
1.0%*
0.9
0.8
07
On
CC
C, | h | 0" C—Cp
8,4 0.0 4.3
3.6 —02 4.4
3.7 0.0 4.7
27 +02 4.7
“7 +02 5.2
> +01 5.3
+0» 3
5.1
5,9
5.9
5.9
0.6°| 49
05 | 51,
0.4 5.3 .
| 03 | 54
02 | 5.7.
0.1 | 58
0.0 | 5.9
—01! 81
02 6°
0.3
04
—0.6
—0.7
—06
07
— 05
— 05
(A
— 05
—03
— 0.3
— 0.4
+ Strenge Werte 2.649, 1.06°.
Stiege oder fiele die der letzten Spalte entsprechende Kurve beständig, so
könnte man allenfalls an eine rein subjektive Ursache denken. Es zeigt sich
aber, wenn man die durch zu wenig Material begründete Höhe 2.8° ausschaltet,
zunächst eine ziemlich gleichmäßige Abnahme des positiven Wertes, also der
Farbenvertiefung‘ am Abend im Vergleich zum Morgen, bis nach 2,3° ein jäherer
Sturz eintritt, der etwa bei 1.8° zu einem kleinen Minimum führt. In der Gegend
dieser Höhe ist also die Sonne am Abend um einen sehr kleinen Betrag weniger
nach Gelb verfärbt als am Morgen. Etwa bei 1.5° kehrt. sich das Verhältnis
wieder um, worauf bei 1.2° ein zweites positives Maximum von gleichfalls geringer
Höhe erreicht wird. Nun folgt bei 1.0° wieder gleiche Färbung, bei 0.4° starke
Vertiefung am Morgen, die dann bis zum Verschwinden der Sonne gleichmäßig
abnimmt... Die Zeichenfolgen scheinen einer gewissen Schichtung das Wort zu
reden, die sich ja auch in den vorhin besprochenen Sonderfällen, wo Kern und
Rand verschieden gefärbt sind, durch das Auftreten zweier Maxima andeutet,