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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Iswekow, B.: Das verallgemeinerte Margulessche Problem. 
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Der Vollständigkeit wegen fügen wir noch eine Bemerkung über die ana- 
logen Formeln für den Druck hinzu. Diese Formeln lassen sich nämlich leicht 
aufstellen, wenn man auf gehörige Weise die Gleichungen (4) des $ 2 hinschreibt; 
es wird erhalten: 
Pr. = p {14 20-2 V sin (A — 9) + {y 008 (A — 9) — ösin (A — 07) } 
DV dA \? ? öV 0A BA . 
v= Sa Ve) da Yo 
Die letztere Formel ist aber, wie es die numerischen Rechnungen zeigen, 
für die Praxis wenig brauchbar. 
8 5. Wir wollen nun einige Beispiele für die numerische Rechnung der 
Änderung verschiedener meteorologischer Elemente nach den oben angegebenen 
Formeln anführen. 
Die Hauptschwierigkeit besteht hier, wie es in derartigen Rechnungen 
immer zu sein pflegt, in einer zweckmäßigen Auswahl hinreichend guter, ge- 
nauer und ausführlicher Beobachtungen, welche zudem den bei der Lösung des 
Problems vorausgesetzten Verhältnissen entsprechen sollen. Als Material dienten 
uns hier die aerologischen Beobachtungen des Observatoriums zu Lindenberg. 
Zu einer derartigen Auswahl haben uns zweierlei Gründe veranlaßt: Erstens 
sind die hier stattfindenden Beobachtungen am ausführlichsten, so daß man hier 
besser als anderswo imstande ist, sie zu einer zeitlichen Übereinstimmung zu 
bringen, und zweitens zeichnet sich Lindenberg durch seine überaus gute geo- 
graphische Lage aus, da es im Mittelpunkt des in Europa dichtesten Netzes 
deutscher meteorologischer Stationen gelegen ist. Trotzdem ist zu bemerken, 
daß der ungenaue und unvollkommene Charakter der in der Praxis stattfindenden 
meteorologischen und aerologischen Beobachtungen immer einen Zweifel mit sich 
bringt, so daß man nie imstande ist, zu behaupten, daß die dem Problem zu- 
grunde liegenden Annahmen auch wirklich erfüllt sind. Anderseits wird durch 
die Unvollkommenheit der Beobachtungen die Ermittlung der hinreichend zu- 
verlässigen Werte der in den Formeln vorkommenden Größen in hohem Maße 
erschwert, wodurch eine richtige Lösung des Problems um so schwieriger wird, 
Wir wollen nun einige endgültige Daten für den Morgen des 13. September 
1911 anführen, welche Daten den in Lindenberg, Dresden, Borkum und Magde- 
burg stattgefundenen Beobachtungen entnommen sind. 
Der 13. September 1911 war ein internationaler Tag der aerologischen 
Beobachtungen. An diesem Tage wurde in Lindenberg das folgende Meteoro- 
gramm erhalten: 
Tabelle 1. Den 13. September 1911. 
Zeit 
öh 7m Vm 
7h 50m « 
8h 18m « 
9h 8m « 
Oh 1ım « 
Oh 17m « 
Oh 209m « 
üh 39m 
Höhe 
m 
12 
122 
122 
500 
1000 
1500 
1000 
5300 
' 
Druck 
mm 
Temperatur 
°C. 
752.4 3. 
751,8 „1, 
751,8 14,0 
719 18,6 
578 15,3 
338 11,2 
37R 15.4 
I17 18.8 
Windrichtung 
So 
So 
So 
SWW 
SWW 
SWW 
SWW 
SWW 
| Geschwindigkeit 
m p. Sek, 
10 
10 
9 
Zur Bestimmung der Größe und Richtung der Geschwindigkeit des Windes 
werden nach den Formeln (I), (II) und (III) Rechnungen durchgeführt, welche 
für die drei Punkte Dresden, Borkum und Magdeburg die in der folgenden 
Tabelle zusammengefaßten Resultate ergaben. Für jeden der drei genannten 
Punkte sind in der ersten Kolonne die nach den Formeln (I), (II) und (III) be- 
rechneten Werte der Geschwindigkeit V und des Azimuts A des Windes, sowie 
die Werte der Temperatur t° = T — 273° angegeben; die zweite Kolonne ent- 
hält die den wirklichen Beobachtungsdaten des 13. September 81 Vm. entnommenen
	        
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