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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Maurer, H.: Das englische Echolot.

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Unter t= 15° weichen beide um weniger als 0.5%, in der Schallgeschwindigkeit
 voneinander :ab. Auf 1%, Zunahme des Salzgehaltes wächst v
nach Wood und Brown stets um 1.14 m, nach Schumacher bei t = 0° um
1.23 m, bei t = 15° um 1.05 m. Von 0° bis 15° wächst v nach Wood und
Brown bei jedem Salzgehalt um 54.9 m, nach Schumacher bei S = 25%) um
54.9, bei S = 35° um 53.1 m; die Abweichungen vom linearen Gang kennzeichnen
 die Differenzen 4. Eine Formel
Y = 1445 + 4.46 t — 0.0615 t? 4- [1.2 — 0.015 t] (S — 35)
würde die Schumacherschen Zahlen der vorstehenden Tabelle bis auf 1 m genau
 ergeben.
Das Echolot der englischen Admiralität zeigt folgende Konstruktion (Figur auf
Taf.18, Nr.4): Der Schallgeber, eine Stahlmembrane von 12.7 cm Durchmesser, sitzt in
der Schiffshaut und wird durch einen Federhammer betätigt, dessen Solenoid-Stromkreis
 jede halbe Sekunde für !/,„9 Sekunde Dauer unterbrochen wird. Der ausgesendete
 Ton hat 1250 Schwingungen, Der Empfänger ist ein aperiodisches
Mikrophon nach W. Bragg. Ein Motor von !/, Pferdestärke und 1200 Umläufen
je Minute treibt mit einem besonderen Zentrifugalregler jede halbe Sekunde genau
 einmal die Achse (1) mit den Scheiben (2) und (3) um. Jede von diesen
unterbricht durch je einen isolierenden Einsatz (4) bzw. (5) bei jedem Umlauf
einmal die an die Bürstenpaare (6) und (7) angeschlossenen Stromkreise (8) bzw. (9).
Im . Stromkreis (8) sitzt an die Schiffsgleichstromklemmen angeschlossen der
Geber (10), während das Bürstenpaar (7) parallel zum Telephon (11) an einer mit
dem Stromkreis des Empfänger-Mikrophons (12) induktiv gekoppelten Spule liegt.
Jede Unterbrechung des Geberstromkreises veranlaßt ein Schallsignal, das aber
im Telephon (11) nicht gehört wird, solange der Stromkreis (9) bei den Bürsten
(7) kurz geschlossen ist. Nur wenn vom Geber her entweder der direkte Schall
oder sein Echo am Meeresgrund gerade in dem Augenblick den Empfänger
trifft, wo die eine Bürste (7) auf dem isolierenden Einsatz (5) aufliegt, tönt das
Telephon. Durch Verstellen des Bürstenpaares (7) kann man also im Telephon
einmal den direkten Schall, das andere Mal sein Echo hörbar machen; und eben
diese meßbar gemachte Verstellung ist ein Maß für den Zeitunterschied zwischen
der Ankunft beider Schalle, also auch ein Maß für die Meerestiefe. Sitzen Geber
und Empfänger so nahe, daß der direkte Weg Geber—Empfänger = 0 gesetzt
werden kann, und ist der Unterschied in den Bürstenstellungen bei Empfang des
Echos und des direkten Schalls = 24°, so bedeutet dies einen Zeitunterschied
von + . x = 5a Sekunde, was bei 1500 m Schallgeschwindigkeit einem Schallweg
 von 50 m, also einer Meerestiefe von 25 m entspricht. -
Während der amerikanische Sonic depth finder für Tiefen unter 75 m
nicht verwendbar ist, ist dies englische Echolot bis jetzt gerade für nur kleine
Tiefen zwischen 16 und 64 m mit gutem Erfolg verwendet worden. Das in
Engineering in sehr kleinem Maßstab wiedergegebene Vergleichsdiagramm zwischen
Echo- und Lotmaschinentiefen zeigt für beide sehr gleichartigen Gang, wobei die
Echotiefen stets etwas kleiner als die Drahttiefen sind. Der Unterschied scheint
zwischen 0 und 7 m zu schwanken und im Mittel etwa 2 bis 3 m zu betragen.
Für größere Tiefen soll ein Apparat im Bau sein. Nicht erwähnt ist in
dem Referat in Engineering die dann auftauchende Frage, daß die Tiefenbestimmung
 mit einem solchen Apparat nicht eindeutig ist. Falls direkter Schall und
Echo nicht zu unterscheiden sind, kann statt des oben im Beispiel angegebenen
Meßwinkels 24° ebensogut (360° — 24°) in Betracht kommen. Und auch wenn
beide Schalle unterscheidbar sind, kann zu dem Winkel irgendein beliebiges Vielfaches
 von 360° hinzutreten. Da 360° einer halben Sekunde, d. h. einer Tiefe
von 375 m, entsprechen, so kann die Tiefe neben dem dem kleinsten Verstellwinkel
entsprechenden Wert h auch jeden Wert (h +n - 375) annehmen, won jede ganze
Zahl sein kann. Bei größeren Tiefen müßte also diese Mehrdeutigkeit zunächst
methodisch beseitigt werden.
            
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