220 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1924,
Als Schlußfolgerung ergibt sich, daß in den hier angezogenen Jahren die
Schiffahrt in den Ostseehäfen und Binnengewässern während des letzten Winters
durch Eisbehinderung am meisten zu leiden gehabt hat. Besonders die Haffs
und ähnliche von den wärmeren Gewässern der freien See abgeschlossene
flache Binnengewässer sind in allen Wintern lange mit Eis besetzt. Im übrigen
sind die Eisschwierigkeiten auch in besonderem Maße abhängig von den Wind-
und Stromverhältnissen, so daß bei gleichen Frosterscheinungen doch sehr ver-
sehiedene Auswirkungen für die Schiffahrt entstehen können.
Das englische Echolot.
Von Dr. H. Maurer.
(Hierzu Tafel 18, Nr. 4.)
Im Anschluß an die Mitteilungen über das amerikanische Echolot 1) können
die folgenden Angaben über das englische gemacht werden, die einem Vortrag
von Herrn Smith, Director of scientific research to the Admiralty, entnommen
sind?). Die Herren Wood und Browne geben nach Versuchen, die bei 6 bis 17° C
in der St. Margarets Bay angestellt wurden, für die Schallgeschwindigkeit v im
Seewasser die Formel (nach Umrechnung von Fuß auf Meter):
Y == 1450 + 4,206 t — 0.0366 t? -+ 1.137 (S — 35) in m/sec,
wo S den Salzgehalt in % bedeutet.
Für den in meiner Arbeit!) als normal angenommenen Gehalt S = 32.35 °/9
findet man so in den Oberflächenschichten folgende Werte der Schallgeschwindig-
keit nach verschiedenen Autoren:
Schallgeschwindigkeit in Seewasser von 82,35 °%/90 Salzgehalt an der Oberfläche.
t— 59 t=100 | t= 159
Autoren ' t = 0°
], Sechumacher?®, nach Ekman | 1442 1463 1481 1497
Iı. Formel von Wood u. Browne 1447 1467 1456 ; 1502
IN. Marti 1460 1477 | 1492 | 1504
[V. Maurer nach Tait 1433 1458 : 1482 | 1505
V Maurer nach Bjerknes ; 1497 ; 1450 170 i 1485
ya a a a ns an
Mittel | 1442 | 1464 | 1483 | 1499
Die Zahlen unter I. werden die zuverlässigsten sein, da sie auf den ge-
nauesten Werten der Zusammendrückbarkeit (Kompressibilität) von Ekman be-
ruhen, während ich unter IV, auf die weniger genauen Formeln nach Tait aus
Landolt und Börnsteins Tabellen angewiesen war und die noch größere Un-
sicherheit in der Berechnung der Zusammendrückbarkeit zu V.‘ bereits hervor-
gehoben habe. Die Zahlen von Marti erscheinen durchweg zu groß, jene unter
Y. zu klein; und das Gesamtmittel stimmt zufällig mit den Schumacherschen
Zahlen sehr genau, während die. Formel von Wood und Browne ganz wenig
größere Werte liefert. Die folgende Tabelle vergleicht die Formel mit den
Schumacherschen Werten auch bei zwei anderen Salzgehalten (g ist die Dichte).
Schallgeschwindigkeit v bei 25%, und 35%,9) Salzgehalt an der Oberfläche.
“alzgehalt | Autoren
At m ER — Ei EEE
le 00 Al t=50 Alt= 100) Alt= 1501 A |t= 200
259% {
104 (0 — u
85% {
10*4(0—1) |
1) Annalen d. Hydr. usw. 1924, S. 75. Unter „normal‘‘ ist hier nur der zufällige Ausgangs-
wert verstanden, der der Martischen Arbeit zugrunde lag, Gebräuchlich ist sonst dafür 35% 0.
?) Engineering 1924, p. 295.
3) Annalen d. Hydr. usw. 1924. 8. 87
Schumacher
Wood u. Browne
1433.0 [218 1454,8
14386 20.1) 1458.7
201 198
1445,3 120.7 1466.0 174
1450.0 20.1 1470.1 |18.3
DR1 977
1472,8 125 1500.4
1477.0 146 150811
193 172
[483.4 | 15.0) 14984 11.0 1509.4
1488.4 |16.5/ 1504,9 |14.6! 15195
DUO 260 | "948