2312 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1924,
(= arc sin &) angeschrieben. Wählt man, wie in der Figur angenommen, den
größtmöglichen Wert der Skala = an so würde dies } = + und D rund = 20°
bedeuten, was ausreichend erscheint. Immerhin könnte man den oberen Teil des
Rades III über die Ränder der Räder II und III hinausragen lassen und so noch
größere D-Werte kompensieren, (Bei M läßt man eine im Schiff feste Marke,
an der die tatsächlichen Peilwinkel q der Rahmennormale nach wie vor ab-
lesbar sind.)
Zwei Beispiele mögen zeigen, was mit dieser einfachen Kompensation prak-
tisch zu erreichen ist. In der „Deutschen Schiffahrt“ 1924 Nr. 11 S. 155 sind
die Funkbeschickungstabellen für die Lloyddampfer „Columbus“ und „Stuttgart“
gegeben.
A. Für „Columbus“ bei der Wellenlänge i = 800 m (3. 4. 1924) gilt
D = 11.22°, also 4 = sinD = 0.1946; 1 : 0.1946 = 5.139. Die Kompensation erfolgt
entsprechend der Formel
Be I
5 75.189 —cos2q
und beseitigt im ersten Quadranten für
die Peilwinkel q. .
die Beträge £ ... |
= _ o |] So Oo | o
9 | 15 | 30 45 160 BL
9 67 104 * 111 ‘| 90 48
o
90
0
und die gleichen, teils negativen Beträge für die symmetrischen Peilrichtungen
der anderen Quadranten. Für die rohen Peilwinkel q von 0°, 15°, 30° usw.
ergeben sich somit die folgenden ursprünglichen Funkbeschickungen F und die
Restbeschickungen f, nach der Kompensierung, die man in eine neue Kurve
abhängig von den am Zeiger Z abzulesenden, verbesserten Funk-Seitenpeilungen
qı = q + f einträgt.
x “ . 2 =
F—L1| 48 94 105, 91 10.9 —10,7, —6,9
8 11 |—19 |-—10 06 | 01 02 — 03) —02
ai 0 | 217 ! 404 56.1 * 690 123.9 13906 1583
F 10 | 61} 96 108 86 | 45 |—10 | — 5 1001-304) 179 91
f, —10 | —06 | —08 | 03 | —04 | —03 —10 | 0.7 j— 10 |— 13 -— 15, —24
@, 180 | 2017 2204 ' 2361 2490 | 2548 270 | 280.2 | 2910 308.9 319.6! 3383
, Die Zeile f, zeigt die starke Verbesserung; während die F zwischen — 12.4°
und + 10.8° liegen mit dem absoluten Mittel 7.1°, liegen die f, zwischen — 2,4°
und + 0.8° mit dem absoluten Mittel 0.8°.
B. Für „Stuttgart“ bei der Wellenlänge i = 600 m (81. 3. 1924) gilt
D = 13.77°, also 4 = sin D = 0.2877; 1:0.2377 = 4.207. Die Kompensation geht
nach der Formel:
BL sin 2q
BE a cos Bq
und beseitigt im ersten Quadranten für
die Peilwinkel den
die Beträge £ ... |
MW
a
15 30 | 465 | 60
85 1353 1 184 2 104
3 o
75 | 90
56 0
und gleiche absolute Beträge symmetrisch in den anderen Quadranten, Die
folgende Tabelle gibt unter F f, q, die analogen Werte wie im vorigen Beispiel,
unter f, die Restbeschickungen für den Fall, daß man statt für D = 13.77° für
D — 13.4° kompensiert hätte, wodurch der Höchstwert der Restbeschickung noch
etwas kleiner ausfiele.