Kähler, K.: Die atmosphärische Elektrizität über den Meeren,
Tabelle 3. Anzahl der leichtbewerlichen Träger über dem Meere.
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|
Beobachter
Or+
Zeit
n+ | n— a2
im em? Nn—
Boltzmann
Eve
Pacini
Simpson und Wright
Berndt |
Knoche
Berde
Berndt
[V. „Carnegie“-Fahrt-
Johnston (Swann)}
Atlantischer Ozean a. 1904
Atlantischer Ozean 1906
Mittelländisches Meer De 1908
Atlantischer u. Stiller Ozean 1910
Atlantischer Ozean 1911
Stiller Ozean ‘1912
Atlantischer Ozean I 1918
Atlantischer Ozean I 1913
Atlantischer Ozean 1915
und Karibisches Meer
Stiller Ozean
Erdumsegelung
Stiller Ozean
812 ‚ 562 ' 144
687 562 122
770 646 1.19
688 ;_ 562 | 1.22
1000! 1000 | 1.00
562} 488 128
562 604 0,08
501 485 1.03
1915
1915/16
1918/17
811 | 692: 1.21
792 | 651 1.28
804 589 1.40
gefundenen, was sich wieder durch kleineren Dunst- und Staubgehalt über Wasser
erklären könnte. .
Für die Ableitung des täglichen Ganges von n konnte Mauchly 37 je
24-stündige Meßreihen verwerten. Es ergab sich eine sehr regelmäßige und
gleichmäßige Schwankung, die ebenso wie beim Leitvermögen höhere Werte
mittags und tiefere Nachtwerte aufwies.
4. Die durchdringende Strahlung über den Meeren ist zwar wesentlich kleiner
als über dem Lande, bleibt aber überall noch sehr merklich. Gegenüber einem
Mittelwert von etwa 6 über Land wurden im Jahre 1915/16 auf der IV, „Carnegie“.
Fahrt 3.8, im Jahre 1916/17 3.4 Träger pro Kubikzentimeter und Sekunde ge-
funden. Da von den 3'/, Trägern etwa 2 auf die Eigenstrahlung des metallischen
Meßgefäßes zu setzen sind, werden mitten im Stillen Ozean immer noch durch
die geheimnisvolle durchdringende Strahlung der Atmosphäre etwa anderthalb
Träger alle Sekunde im ccm neu erzeugt. Dagegen ist
5. der Gehalt der Luft an radioaktiven Stoffen über den Meeren recht gering.
Im Sommer 1915 fand sich ein Emanationsgehalt von 3.3 X 10—' Curie pro ccm,
während der Erdumsegelung in 50°—60° S-Br. gar nur 0.4, 1916/17 auf dem
Stillen Ozean 2.8 X 10-1, Das ist nur etwa der vierzigste Teil wie über dem
Festlande, wo im Mittel etwa 80 X 10—18 Curie/ccm gemessen worden ist. Das
Meereswasser selber ist nicht nur arm an radioaktiven Bestandteilen, sondern
mitten im Stillen Ozean konnte Hewlett überhaupt nichts mehr nachweisen,
Zusammenfassung. Außer der starken Abnahme der Radioaktivität der
Luft und einer merklichen Schwächung der durchdringenden Strahlung in ihr
ist die atmosphärische Elektrizität über den großen Wasserflächen der Erde von
derselben Größe wie über dem Festlande. Doch .ist die Klektrizität auf den
Meeren sehr viel gleichmäßiger verteilt wie über Land. Daher sind die Schwan-
kungen bei jedem Wetter, selbst bei Niederschlägen und sogar bei Böen geringer
wie über dem festen Erdboden.
Die Trift des „Conrad Holmhoe‘‘ im Ostgrönlandeis, August—0Oktober 1923.
Von 0. Edlund, Tromsö,
‘Hierzu Tafel 18, Nr. 2.)
Das Geophysikalische Institut zu Tromsö in Nord-Norwegen wurde im
Jahre 1918 gegründet. Es besteht zur Zeit aus zwei Abteilungen, der meteoro-
logischen und der magnetischen. Die Hauptarbeit des Instituts sind außer Unter-
suchungen auf dem Gebiet der Meteorologie, des Nordlichtes und des Magnetismus
z