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Schedler, A.: Die Zirkulation im Nordatl. Ozean u. den anliegenden Teilen der Kontinente usw. 13
wert für ganzes Gebiet), mag hauptsächlich darin seinen Grund haben, daß für den
Atlantik die Werte südlich von 30° Breite bei der getrennten Bearbeitung nicht
verwendet wurden, bei deren Berücksichtigung der Jahreswert von 68,39%, sicher
kleiner geworden wäre.
Mittlere Schwankung der Häufigkeit, in Prozenten des Mittelwertes.
Bildet man für ein Fünfgradfeld eines Monats die Abweichung aller
25 Werte vom Monatsmittel, so gibt die absolute Summe dieser Abweichungen,
dividiert durch 25, die mittlere Schwankung der Häufigkeit für das betreffende
Fünfgradfeld in diesem Monat. Natürlich kann auch die Schwankung der
meridionalen Verteilung in jedem Monat und für das Jahr so erhalten werden,
Um eine Beziehung zum jeweiligen Mittelwert zu haben, ist es vorteilhaft, die
mittlere Schwankung in Prozenten des dazugehörigen Normalwertes aus-
zudrücken. Aus der meridionalen Verteilung dieser prozentuellen Schwankung
Prozentuelle Schwankung der Hänfigkeit der Minima < 750 mm für die meridionale Verteilung.
75 1 —70 | —65 | —60 | —55 | 50 | —45 | —40 | —85 | —80 | Mittel
Europa... | 83.0 50.9 | 45,2 51,5 | 649 / 76.6 77.3 | 969 | 14,8 60.3
Atlantik . . 13.8 54.0 39.3 40.7 47.2 | 51.4 63,5 88.3 | 12.1 49.5
für beide Gebiete ersieht man ohne weiteres, daß in Breiten großer Häufigkeit
die prozentuelle Schwankung kleiner ist als in denen geringer Häufigkeit, Nach
Jahreszeiten betrachtet, folgt die mittlere prozentuelle Schwankung der Gesamt-
zumme für den Nordatlantischen Ozean ungefähr derselben Regel; im Winter
und Herbst große Häufigkeit, daher kleine prozentuelle Schwankung, im Sommer
umgekehrt. Für Europa ist diese Regel nicht mehr anwendbar; deshalb seien
für beide Gebiete auch die Absolutwerte der Schwankung mitgeteilt.
Mittlere Schwankung der Häufigkeit der Minima < 750 mm nach Jahreszeiten.
Winter | Frühling Sommer | Herbst | Winter (Frühling Sommer | Herbst
Europa a Atlantik
50.33 | 46.73 | 35.87 | 40.17 ‚| 52.65 | 51.46 | 38.05 8 46.34
6.1 | 56:3 | 578 | 608 | 472 | 520 | 555 | 453
Die vorliegende Arbeit verfolgt zunächst nur statistische Zwecke, um die
normalen Verhältnisse der Häufigkeitsverteilung der Zyklonen im betrachteten
Gebiete festzulegen; später ist eine Untersuchung über den säkularen Gang der
Häufigkeit in den einzelnen Gebietsteilen, insbesondere eine Festlegung des Zu-
sammenhanges dieses Ganges mit dem verschiedener meteorologischer Elemente
beabsichtigt... Bei, diesen Untersuchungen der Korrelation erweist es sich als
notwendig, eine Größe festzulegen, welche die Zirkulation in: einem größeren
Gebiete durch eine Zahl bestimmt. Im Nordatlantischen Ozean kann als eine
solche Größe z, B. die Häufigkeit der Isländischen Depression genommen werden,
doch sind die Gebiete, die durch sie beherrscht werden, vielleicht etwas
zu klein. Deshalb wurde als charakterisierende Größe der Zirkulation in
den gemäßigten Breiten über den ganzen Nordatlantischen Ozean. der Unter-
schied zwischen der Summe der Minima < 750 mm in der Breitenzone
75°— 55° gegenüber der in 55°—35° für den Atlantik gewählt. Die Ab-
weichung der Einzelwerte eines Monats vom Mittel, das unten gegeben ist, ist
sicher ein Maß für die Zirkulation des betrachteten Gebietes. Ist diese Ab-
weichung positiv, so ist dies ungefähr gleichbedeutend mit einer Beschränkung
der Störungen der allgemeinen Zirkulation auf höhere Breiten; dagegen wird
man bei negativen Werten mit einer Ausbreitung oder einer Verlagerung dieser
Störung nach Süden rechnen dürfen, Die Differenzen, in Abweichung vom
Jahresmittel, für die einzelnen Monate im Mittel von 25 Jahren sind folgende: