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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Kleinere Mitteilungen. — Neuere Veröffentlichungen, 
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Nordlicht hier in Potsdam beobachtet und finde besonders den hellen Fleck in 
der Schiffsbeobachtung wieder). Europa beobachtete um 7° Nm. M.E.Z. u. ff, 
die „Odenwald“ um 8% Nm. Zeit des Meridians von 75° W, also nach M.E. Z. um 
an Vm. am 30. Januar, bürgerliche Zählung. Auch war das Azimut, wie hier, 
nach NW, also nicht etwa nach Europa zu. Die Tendenz, Nordlichter zu bilden, 
wandert, wenn man verallgemeinern darf, mit der Sonne von O nach W über 
die Erde, und die schließlich entstehenden Polarlichter richten sich dann nach 
den magnetisch-geographischen Verhältnissen des Ortes, d.h. nach der Vorzugs- 
tageszeit (8h Nm. Lokalzeit), nach Azimut des magnetischen Pols und Polabstand 
(geringe nördliche Breite in Amerika), 
2, Funkzeitsignale der Großfunkstelle Nauen. — Vor einiger Zeit ist 
der Funkzeitdienstbetrieb Seewarte— Nauen durch die regelmäßige Aussendung 
von Koinzidenzsignalen erweitert worden. Diese Signale werden nachmittags 
und nachts im Anschluß an die „Onogo“-Signale abgegeben, und zwar von 
12b 0m 59s bis 12h 5m 52s mittl. Greenw. Zeit, auf den Wellen 3100 m (tönend) 
und 18050 m (ungedämpft). Jede Signalreihe besteht aus 301 Zeichen, Die 
Signale Nr. 1, 61, 121, 181, 241 und 301 sind Striche von 0.5s Länge; alle übrigen 
Zeichen bestehen aus kurzen Punkten, die in Abständen von 0,977®° gegeben 
werden. — Die genauen Abgabezeiten des ersten und des letzten Zeichens werden 
regelmäßig in den Fachzeitschriften veröffentlicht, Deutsche Seewarte. 
Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben. 
Rotermund, W.: Die Ladung, ein Handbuch Teil2, 1. Hälfte, Heft 1, Urban & Schwarzen- 
für alle, die mit Schiffsladungen zu tun haben, berg, Berlin 1923. 284 8. 
262 S, Hamburg 1924. Eckardt & Messtorff. Der erste von E. Wagler- Leipzig bearbeitete 
Jede Zeit schafft sich ihre Bücher, Ein Buch, Teil des vorliegenden Bandes des Handbuches der 
das sich mit der praktischen Handhabung der Ladung biologischen Arbeitsmethoden stellt die wichtigsten 
befaßt, hat es bis vor kurzem nicht gegeben, war Methoden zur physikalischen und chemischen Unter- 
auch, nicht nötig, weil in der Praxis der Jüngere suchung‘ der Gewässer für den Süßwasserbiologen 
vom Älteren lernte. Die Unterbrechung der deutschen zusammen, ist jedoch nicht nur für diesen, sondern 
Schiffahrt während des Krieges und nach ihm, sowie auch für den Hydrographen von Interesse, zumal 
der Mangel an Schiffsoffizieren während des Wieder- die meisten Arbeitsweisen der Hydrographie ent- 
aufbaus hatten aber die Überlieferung gestört.‘ Da- lehnt sind. Bestimmend für die Auswahl aus den 
her mußten die Erfahrungen einzelner der All. in der Hydrographie verwandten Methoden war, 
zemeinheit zugänglich gemacht werden. Aus diesem daß der Biologe im allgemeinen geringere Ansprüche 
Grunde erschien 1923 im Schiffahrtsjahrbuch für an die Genauigkeit, aber größere an die Schnellig- 
1924 der Aufsatz „Aus der Praxis der Handels. keit der Bestimmung hydrographischer Faktoren stellt. 
schiffahrt‘“ von dem Besprecher und nunmehr das Die Einrichtung der Winden, Entnahme der 
vorliegende ausführlichere Buch von Rotermund. \Vasserproben, Bestimmung der Wassertiefe, der 
Der Inhalt dieses Buches ist in 11 Abschnitte ge- Temperatur, der Farbe, der Absorption des Lichtes 
jeilt: 1. Ladungspapiere; 2. Ladeeinrichtungen; und der Wärme im Wasser, endlich die chemische 
3. Das Personal für Ladungsarbeiten; 4. Allgemeines Untersuchung der Wasserproben sind eingehend 
über die Ladungsarbeiten; 5. Die Übernahme der behandelt. Auch biologisch von Bedeutung dürfte 
Ladung; 6. Verteilung der Ladung im Schiff; 7. Be- Jie exakte Bestimmung der Temperatur der obersten 
handlung der Ladung im Schiff; 8. Die Ablieferung Wasserschicht mit Hilfe der nicht erwähnten Ober- 
der Ladung; 9. Über besondere und große Havarie .lächenthermometer von Merz-Richter sein. Auch 
nach den York-Antwerp Rules; 10, Die wichtigsten die Tiefentemperaturbestimmung durch elektrische 
Ladungen; 11. Maß- und Gewichtstabellen, Widerstandsmessung, wie sie z. B. mit Vorteil von 
Das Buch werden nicht nur die Schiffsöffiziere Griesel bei Untersuchung des Hemmelsdorfer Sees 
zur Hand nehmen, die vor neue Ladungsaufgaben angewandt worden ist, dürfte für Biologen Bedeu- 
gestellt werden, sondern auch ältere als Nach tung haben, ebenso die Bestimmung der Gesamt- 
schlagewerk zur Auffrischung ihrer Erinnerung. Kohlensäure und der freien. Kohlensäure nach den 
L. Schubart. von O. Pettersson und A. Krogh eingeführten 
Methoden. Die Bestimmung der Wasserstoffionen- 
konzentration nach einer der von Palitzsch und 
Michaelis und Bresslau eingeführten Methoden, 
die in der Meereskunde zu großer Bedeutung ge- 
langt ist, dürfte sich wahrscheinlich auch für die 
Arbeiten der Süßwasserbiologen empfehlen, Die 
Strommessung wird in vorliegender Arbeit nur kurz 
gestreift. — 
Wagler, Thienemann, Hentschel, Nau- 
mann: Die chemische und physikalische Unter- 
suchung der Gewässer für biologische Zwecke. 
— Die Untersuchung bestimmter Gewässer. 
Ein Handbuch der biologischen Arbeitsmethoden 
herausgegeben vonEmil Abderhalden. Abt.IX..
	        
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