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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1924. 
wagerechter Einstellung der Tischplatte in richtiger Höhe werden die verschieb- 
baren Zylinder in den Fußenden durch je zwei Schrauben festgeklemmt. 
Die Tischplatte trägt auf zwei flachen, eben gehobelten Erhöhungen zwei 
Schienen, deren eine flach gehalten ist und deren andere eine spitzwinklige 
Rille besitzt. Auf diesen Schienen bewegt sich ein Schreibwagen, der aus einer 
unten durch Rippen versteiften, oben plan bearbeiteten Messingplatte von 88 cm 
Länge und 50 cm Breite besteht. An der nach der Rückseite des Tisches zu 
liegenden breiten Seite bewegt sich dieser Wagen mittels zweier in Kugellagern 
laufender Rollen auf der flachen Schiene, während die vordere Seite des Schreib- 
wagens auf der Unterseite eine gleiche Rille wie die zweite Schiene trägt; 
zwischen den beiden Rillen rollen zwei Stahlkugeln, so daß hierdurch der Wagen 
seine Führung erhält. Der Wagen dient zum Aufspannen und Weiterbefördern 
des Papiers, auf dem die Gezeitenkurven sich aufzeichnen sollen, Das Papier 
wird auf dem Wagen durch zwei aufklappbare seitliche Klemmleisten mit ein- 
gesetzten Spitzen glatt gehalten. Da es sich im Betrieb als wünschenswert heraus- 
gestellt hat, statt einzelner Bogen Papier eine für etwa einen Monat reichende 
Papierrolle aufzulegen, sind vor einem Jahre an den beiden Querseiten des Wagens 
noch zwei durch Scheiben begrenzte Messingwalzen angebracht worden, die zum 
Ab- und Aufwickeln eines quer über den Wagen passenden breiten Papierbandes 
dienen, Um zu vermeiden, daß sich der Wagen über bestimmte Grenzen hinaus- 
bewegt, sind zwischen den beiden Schienen an jedem Ende des Tisches federnde 
Prellböcke angeschraubt. 
Die langsame Bewegung des Wagens, 24 mm in einer Stunde, wird durch 
eine Uhr bewirkt, deren Werk auf dem hinteren Teile des Tisches befestigt ist. 
Das Sekundenpendel schwingt durch eine Öffnung in der Tischplatte. Die Pendel- 
uhr besitzt zwei besonders starke Triebfedern, die auf die gleiche Achse wirken. 
Von dieser wird die Bewegung durch drei Zwischenräder auf eine eiserne Welle 
übertragen, die quer unter dem Tisch gelagert ist und noch ein Stück vorn 
herausragt. Unter dem Wagen ist auf dieser Welle mittels eines Rohrstückes 
ein stählernes Triebrad gesetzt, das in eine auf der Unterseite des Wagens an- 
geschraubte Zahnstange aus Messing greift. Der Wagen bewegt sich im Laufe 
eines Tages von rechts nach links. Beim Zurückschieben des Wagens nach rechts 
dreht sich das Zahnrad unter dem Wagen leer, während es sonst durch ein auf 
der hohlen Achse befestigtes stählernes Sperrad mit 24 Zähnen durch eine Sperr- 
klinke aus Stahl zwangsläufig geführt wird. Diese ist an einer um die Welle 
beweglichen eisernen und vernickelten Scheibe angebracht. Die Scheibe wird 
von der Welle durch ein auf ihr sitzendes stählernes Schneckenrad mit 100 Zähnen 
mitgenommen; in dieses greift eine stählerne Schnecke ein, die an der der Sperr- 
klinke gegenüberliegenden Seite auf der Scheibe gelagert ist. Zur Feineinstellung 
des Wagens wird die Schnecke gedreht, wodurch die Schnecke um das Schnecken- 
rad herumläuft und die Scheibe mit der Sperrklinke mit herumführt; dadurch 
wird das Sperrad mit der hohlen Achse und dem in die Zahnstange des Wagens 
greifenden Zahnrad mitbewegt. Zur Entlastung des Uhrwerkes und zur Auf- 
hebung des Einflusses der Reibung des Wagens auf dieses ist an der linken 
Seite des Wagens ein über Rollen laufendes Seil mit einem schweren Gewicht 
angebracht, das also den Wagen in dem Sinne, wie ihn die Uhr bewegen will, 
mitzuziehen sucht. Auf der Achse des Minutenzeigers befindet sich eine Scheibe 
mit einer Nase, die in jeder Stunde einmal einen Fallhammer langsam anhebt 
und ihn bei der Minute 0 abgleiten läßt. Mittels eines Winkelhebels wurde der 
senkrecht erfolgende Hammerschlag auf einen wagerecht, zurückfedernd geführten 
Stab übertragen, der an einem einseitigen Hebel einen Einsatzbleistift trug. 
Während dieser Bleistift im allgemeinen bei der Bewegung des Wagens eine 
gerade Linie. zeichnete, gaben sich die Zeitmarken als kleine Striche senkrecht 
zu dieser Geraden zu erkennen, Auf der Taf. 13 Nr. 1 ist diese Vorrichtung bereits 
als überflüssig entfernt, da das hier auf den Wagen gelegte Papier bereits Zeit- 
marken trug. 
Quer über dem Wagen des Tisches liegt hochkant eine Messingstange von 
rechteckigem Querschnitt. Wo sie vorn und hinten über beide Tischkanten hinweg-
	        
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