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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1924, 
zur Durchführung des Schwimmerdrahtes vermieden werden konnte, Der Zahn- 
kranz des Schwimmerrades der Pegeleinrichtung wurde daher auf die Speichen 
des Schwimmerrades des selbstzeichnenden Pegels aufgesetzt und der Wende- 
kollektor an dem Gestell dieses Pegels befestigt. Durch das Anbringen dieser 
Übertragungsteile machten sich an den Kurven des selbstzeichnenden Pegels 
bald Störungen bemerkbar, indem die Kurven durch das ruckweise Arbeiten des 
Wendekollektors ein unrichtiges Bild von dem gleichmäßigen Steigen und Fallen 
des Wassers im Brunnen gaben oder kleine, Seiches ähnliche Schwankungen des 
Wasserspiegels nicht mehr anzeigten. Außer dem ruckweisen Arbeiten war auch 
die Reibung zwischen den Bürsten und der Kollektorwalze von störendem Einfluß. 
Um den Betrag der Störungen herabzudrücken, wurde zunächst die Vorrichtung 
der ruckweisen Schaltung außer Betrieb gesetzt. Durch diese Maßnahme wurde 
die Verbrennung des Hartgummis an den Übergangsstellen vom Silberbelag auf 
dieses trotz Verwendung von Kondensatoren beschleunigt, so daß sich beiderseits 
des Silberbelages Vertiefungen bildeten, in denen die Kohlebürsten schließlich 
hängen blieben und so den Betrieb stillegten. Eine andere Quelle von Störungen 
lag im Zahnkranz, dessen Umfang nicht mehr kreisförmig war; infolgedessen 
war der Eingriff ungleichförmig, so daß bei einer Drehung des Schwimmerrades 
bald die Zähne des kleinen Kollektorzahnrades den Grund des großen Zahnrades 
drückten, bald sich die Zähne des Kranzes so weit von den Zähnen des kleinen 
Zahnrades entfernten, daß bei den ohnehin nicht richtig gewählten Zahnformen zwei 
Zahnkämme aufeinanderdrückten und ein weiteres Ineinandergreifen verhinderten, 
Die häufigen Störungen, durch die auch Aufzeichnungen des selbstzeich- 
nenden Pegels verloren gingen, waren der Anlaß, daß der Wendekollektor mit 
dem zugehörigen Zahnkranz wieder von dem selbstzeichnenden Pegel entfernt 
werden mußte und die Deutsche Seewarte gezwungen wurde, ihre Pegeleinrichtung 
von diesem getrennt aufzustellen. Ein Schwimmer wurde ihr von der Hambur- 
gischen Wasserbaudirektion leihweise zur Verfügung gestellt. Nach Durch- 
stemmung des Betonfußbodens zur Einführung einer Eisenröhre zum Durchleiten 
des Schwimmerdrahtes erhielt die Pegeleinrichtung mit dem Wendekollektor 
seitlich vom selbstzeichnenden Pegel ihre Aufstellung. Zuerst galt es, die be- 
kannten Mängel zu beseitigen. Der Zahnkranz war an den acht Speichen nur 
mit acht versenkten Schrauben befestigt, wodurch es nicht leicht möglich war, 
die Mitte des Zahnkranzes genau in die Umdrehungsachse ‘des Schwimmerrades 
zu bringen, Daher wurde auf den Speichen, das Schwimmerrad zwischen Spitzen 
laufend, eine kleine Fläche angedreht, so daß ein genau laufender Ansatz zum 
Fassen der Innenseite des Zahnkranzes entstand. Dieser wurde genau auf den 
Ansatz passend ausgedreht; dann wurde außen die Verzahnung mit einem geeig- 
neten Fräser nachgearbeitet, Hierdurch war gewährleistet, daß der Mittelpunkt 
des Teilkreises des Zahnkranzes in der Umdrehungsachse des Schwimmerrades 
lag. Als Ersatz für die verbrannten Teile der Kollektorwalze wurden Stücke 
aus Fibre in die Walze eingesetzt. Um ein Wiederausbrennen nach Möglichkeit 
zu verhüten, wurde die Vorrichtung der ruckweisen Schaltung zunächst wieder 
angewandt. Leider machte sich hierdurch wiederholt eine Störung im Betriebe 
bemerkbar, nämlich dadurch, daß der dem Pegel beigegebene Schwimmerdraht 
aus Neusilber aus den Rillen des Schwimmerrades sprang und durch das Gegen- 
gewicht abgerissen wurde. Diese Störung wurde vermieden durch Benutzung 
eines Kupferdrahtes von 0.6 mm Durchmesser, Die ruckweise Schaltung erwies 
sich für das Aussehen der gezeichneten Kurven als störend, so daß sie wieder 
ausgeschaltet werden mußte. 
Eine weitere Störung der Anlage führte schließlich zur Aufgabe des ganzen 
Wendekollektors. In immer kürzeren Zwischenräumen sich wiederholend, waren 
seit der Inbetriebnahme der Pegelfernübertragung Beschwerden seitens der auf- 
nehmenden Funker der Funkenstation der Deutschen Seewarte laut geworden, daß 
durch störende Nebengeräusche von wechselnder Dauer, aber meist gleich- 
bleibender Stärke die Aufnahme von Funksprüchen zeitweilig unmöglich war. 
Nach langen Beobachtungen — denn ähnliche Geräusche waren teils in den 
Kondensatoren, teils im Motor zu hören, ohne daß der Funkempfang dabei immer
	        
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