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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1924, 
ein kleiner Elektromotor eingebaut, dessen Ankerumdrehungen erstens die Be- 
tätigung eines uhrähnlichen Zeigerwerkes und zweitens die Bewegung des Schreib- 
stiftes an der Schreibwalze bewirken. Der Elektromotor selbst besitzt keinen 
Kollektor; seine Magnetwicklungen sind mit den Bürsten des Wendekollektors 
leitend verbunden, Der Anker dreht sich entsprechend der Stellung des Kollektors, 
Von diesen Pegelfernübertragungen mit einem Schreibempfang in Walzen- 
form sind mehrere zur Aufstellung gelangt. Um ein sofortiges bequemes Arbeiten 
mit den aufgezeichneten Kurven zu ermöglichen, hat das Kaiserliche Observa- 
torium in Wilhelmshaven später die Firma Franz Kuhlmann in Rüstringen- 
Wilhelmshaven mit dem Bau einer Empfangseinrichtung in Tischform, wie die 
Abbild. 1 (Taf. 13) sie zeigt, beauftragt. Dieser erste Tischpegel hat dann noch 
während des Krieges auf dem Observatorium Aufstellung gefunden; vier weitere 
Tischpegel sollten bei anderen Nachrichtenstellen der Marine zur Aufstellung 
kommen. Ende 1919 wurde dann die für Cuxhaven bestimmte Pegelfernüber- 
iragung bei Gelegenheit der Verlegung des Gezeitendienstes vom Marine-Observa- 
torium in Wilhelmshaven an die Deutsche Seewarte in Hamburg dieser über- 
wiesen. Hier wurde sie im Mai 1921 nach Verlegung eines Kabels zwischen dem 
Pegelturm an den St. Pauli-Landungsbrücken und dem Hauptgebäude der 
Deutschen Seewarte in’ Betrieb genommen. Doch sind noch mehr als zwei Jahre 
darüber hingegangen, bis die Anlage betriebssicher arbeitete und die Auf- 
zeichnungen einwandfrei waren. 
Ich will nun die Anlage genauer beschreiben und dabei angeben, wie die 
Pegelfernübertragung von der Firma geliefert ist und welche Verbesserungen 
und Änderungen anzubringen ich für notwendig oder wünschenswert gehalten habe. 
Als Unterbau der Pegeleinrichtung (Taf, 13, Abbild. 2 u. 3) dient ein aus 
starkem Holze gefertigter Kasten von 42 cm Länge, 29 cm.Breite und 15 cm 
Höhe, dessen Deckplatte eine rechteckige Öffnung besitzt. An dieser Platte ist 
eine etwa 10 mm starke, gußeiserne Grundplatte von 390 mm Länge und 270 mm 
Breite durch Holzschrauben befestigt. An den Stellen, wo die Platte als Auf- 
jagefläche dient, ist sie verstärkt und eben gehobelt. In ihrer Mitte (Abb, 3) 
befindet sich ein Schlitz zur Durchführung des Schwimmerrades und des 
Schwimmerdrahtes. Drei weitere rechteckige Aussparungen in drei Ecken der 
Grundplatte lassen diese nicht unnötig schwer werden. Quer zur Öffnung in 
der Mitte der Grundplatte sind auf dieser zur Lagerung des Schwimmerrades 
zwei gußeiserne Lagerböcke mit je vier versenkten Schrauben befestigt. Die 
Lagerböcke bestehen aus Zylinderstücken, die durch ein starkes Winkelstück 
mit Querrippe gehalten werden. Die Zylinder enthalten ein feines Gewinde zur 
Aufnahme der stählernen Lagerschrauben, die durch eine Gegenmutter in der 
einmal festgesetzten Stellung festgeklemmt werden. Zwischen den beiden ge- 
härteten Spitzen der Lagerschrauben läuft eine stählerne Achse, die die Nabe 
des Schwimmerrades trägt Das achtspeichige Schwimmerrad besteht aus Messing; 
der äußere Durchmesser seines Radkranzes ist 318.3 mm, so daß sein Umfang 
genau 100) mm beträgt. Der 20 mm breite. Radkranz (Abbild. 2) ist mit einem 
scharfen Gewinde von 1 mm Steigung versehen, dessen Rillen zur Aufnahme des 
Schwimmerdrahtes dienen. An der Nabe des Schwimmerrades ist noch eine 
kleine messingene Seiltrommel (Abbild. 3) befestigt, die das zum Gegengewicht 
des Schwimmers führende Seil aufwickelt. . 
Die bisher beschriebene Pegeleinrichtung ist dazu bestimmt, einen selbst- 
zeichnenden Pegel zu ersetzen, Die jetzt folgende Vorrichtung dient der Fern- 
übertragung. Zu dem Zwecke ist an den Speichen des Schwimmerrades noch 
ein Zahnkranz aus Messing angeschraubt, der einen Durchmesser von etwa 
240 mm hat und 280 Zähne trägt. Durch diesen Zahnkranz wird die an dem 
einen Ende der Grundplatte an einem gußeisernen Winkelträger angeschraubte 
Schalteinrichtung betätigt. 
Die quadratische Rückwand Rw (Tafel 14, Nr. 1 und 2) aus Messing trägt 
durch vier in den Ecken verschraubte eiserne Säulen S eine gleichartige Stirn- 
wand Sw. In der Mitte dieser Messingplatten sind Buchsen‘ eingedreht. Diese 
Jlienen zur Aufnahme von Kugellagern KL die durch Ringe Ri mit Außengewinde
	        
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