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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1924.
Tabelle 4. Selbständige Gezeit im Atlantischen Ozean.
Phase bei positivem 7: 1.3h bezogen auf Greenwich.
Quer-
schnitt
d & | |
m | m | om
U
— 79
—211
— 308
— 311
— 313
— 229
— 102
+ ©
+ 162
+ 206
A 148
J 27.0
+136 —24,8
+133 —154
‚4102 — 68
+ 81 — 01
+ 66 + 55
+ 401 +- 9.7
+ 20' +125
4136;
198
a
3
J
L0
il
Quer-
schnitt
2
‚3
\
4
()
}
23
ge
km? | m | cm
67 — 23 —14.0
2 + 1 —134'
— 84: + 4 —122|
— 1341 4169 — 1.8
— 112 + 44[|+ 88
— 16'+ 4|+12,8
+ 169! — 15'-4 14.7
A. 402 32 4-13.1
„628 OA
‘846 8
„1059 3
‚5703,
&) A.
Quer-
schnitt |
1 |
km? ‘
Ss 9
m | cm
24 41328 —44 + 04
25 41226 —53 — 45
26 + 912, —47 |—106
97 + 4911 —27 ‚—150
8 | 7170| — 5 —166
29 _ 358 +22 — 145
30 — 8841| 436 — 105
“1 —1156| +50 ‚— 87
2 1194 +42 + 24
3 |—1030 +43 (+ 5,5
24 |— € 22 + 70
35 |— 240 L10 1+- 35
Zusammenfassung der Gezeitenkomponenten; Einwirkung der ablenkenden
Kraft der Erdrotation. Mitschwingungsgezeit und selbständige Gezeit sind die
einzigen Längsschwingungen, die vorkommen können, Ihre Superposition gibt
die eigentliche Längsschwingung. Fig. 2 auf Tafel 12 gibt die graphische Dar-
stellung der beiden Komponenten, Tabelle 5 hingegen sowohl die vertikale (rn)
als auch die horizontale (&) Verlagerung derselben,
Die Einzelwerte der Superposition der beiden Längsschwingungen stehen
ebenfalls in Tabelle 5. Bei dieser Zusammenfassung verliert die Längsschwin-
zung schon teilweise die Charakterzüge einer stehenden Welle, indem an den
Stellen der Amplitudenminima der Übergang der Phase nicht sprunghaft um
sechs Stunden erfolgt, sondern allmählich, aber immerhin noch sehr rasch, Aus
den Werten von E& erhält man durch Multiplikation mit En und einer Phasen-
änderung von + 9b die Geschwindigkeitswerte der Gezeitenströmung. Wir be-
nötigen sie zur Bestimmunz der Querschwingungen, die durch die Einwirkung
der ablenkenden Kraft der Erdrotation auf die horizontalen Verschiebungen der
Längsschwingung entstehen. Durch Einwirkung dieser Kraft erhält die in der
Querrichtung des Kanals sonst ebene Oberfläche des Meeres eine Neigung um
den Winkel @ gegen die Horizontalebene, Dieser Winkel folgt aus der Formel
tang a A v. Kennt man die Breite des Kanals b, so gibt &- tang @ direkt
die vertikale Erhebung der Wasseroberfläche über dem Normalniveau auf beiden
Seiten des Beckens. Die Phase dieser Querverlagerungen folgt aus der Phase
von v und der Wirkungsrichtung der ablenkenden Kraft der Erdrotation. Diese
Methode der Bestimmung der durch die ablenkende Kraft der Erdrotation
bedingten Querschwingungen, die sich der Längsschwingung überlagern, wurde
auch hier benutzt. Aus Gründen, die bereits früher näher dargelegt wurden, wurde
es für besser erachtet, bei Ermittlung dieser Querschwingungen die dargelegte
statische Methode zu benutzen, statt der dynamischen Methode, die auf einer
fehlerhaften Auffassung der durch die Erdrotation bedingten Querkräfte beruht N.
Amplitude und Phase dieser Querschwingungen an beiden Längsseiten des
betrachteten Kanals stehen für alle Querschnitte ebenfalls in Tabelle 5. Wir
sehen, daß die Amplituden dieser Querschwingungen infolge der großen Breite
des Atlantischen Ozeans von derselben Größenordnung sind, wie die der Längs-
schwingung, so daß zu erwarten ist, daß die Superposition der Längsschwingung
mit den Querschwingungen an Stelle rascher Änderung der Phase (Knotenlinien)
ausgesprochene Amphidromien ergeben wird. Nur in der Nähe des Äquators,
wo die ablenkende Kraft der Erdrotation verschwindet, wird die Knotenlinie
mehr oder weniger erhalten bleiben. Diese Superposition von Längsschwingung
und Querschwingungen steht an letzter Stelle in Tabelle 5.
iy Siehe diese Zeitschrift, März 1923, Seite 60.