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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1924,
DavisstraßBe und Baffinbai.
Ax=237.5 km
|
Fläche '
hin | Breite
schnitt [b(x) in km! S (x) km?
mittlere
Tiefe
m
Ober äche
v (x
108 SS,
Quer-
schnitt
b (x)
zm
S (x)
km?
bh (x)
N
v(x)
10% km?
969 2528 2610 , 365 128 ‚ 350 131.3
922 / 1980 | 2150 | 214.1 6 475 288 | 608 1203
339 1652 | 1970 | 192.2 7 461 | 332 | 720 | 129.7
706 792 1120 | 201.6 | 8 525 404 760 | 128.1
500 212 350 | 1641 9 600 468 | 780 150.0
| 10 427 185 428 ‘ 1141
Schwingungsverhältnisse in der Davisstraße und Baffinbai, Wenn wir dieses
Bassin als einen beiderseits offenen Kanal auffassen — die nördliche Mündung
ist allerdings außerordentlich enge und seicht —, so wären die Gezeiten des-
selben, soweit sie von den Gezeiten der äußeren Meere herstammen, gegeben
durch die Superposition einerseits der Mitschwingung®zeit mit dem Atlantischen
Ozean im Süden, vor der Südspitze Grönlands; diese Mitschwingungsgezeit muß
eine Knotenlinie am nördlichen Ende des Kanals haben; andererseits der Mit-
schwingungsgezeit des Kanals mit der Gezeit vor dem Nordende; diese Schwin-
gung hat eine Knotenlinie am südlichen Ende. Siehe darüber „Untersuchungen“,
[. Teil, Abschn, 7, Seite 47. Die Gleichungen zur Berechnung dieser Mitschwin-
gungsgezeiten sind ;
3
(1) 4n= 2 Ax:£ und E=glndOde
Für die zweite Mitschwingungsgezeit halbtägiger Periode (Knotenlinie 2% = 0 am
südlichen Ende) bei zunächst willkürlicher Wassermenge q = 300 km8®, die hier
durchgeschoben wird, steht in Tabelle 2 die entsprechende Rechnung (nur in
erster Annäherung).
Tabelle 2. Schwingungsverhältnisse der Davisstraße und Baffinbucht.
Halbtägige Periode.
Quer-
schnitt
U}
q
km3
3
m
2n
cm
Quer-
schnitt
4
km3
2
m
2n
cm
+300 119 0.0 J d +- 100.0
+ 294 — 148. 61.1 + 114 244 + 87.5
276 / — 167 13.6 + 246 — 608 + 565
+ 240 304 22,2 + 318 ' — 957 + 75
A191 | 902 37.7 + 328 — 1137 — 50.7
+111 870 83.8 - 267 — 2082 157.2
- 16 57 128.3 60 — 9283 171.7
- 181 + 545 125.4 | — 222 + 280 — 157.4
—324 | + 788 — 97.6 — 539 + 325 — 140.7
—440 | + 940 — 575 1 — 809 + 408 ° — 119.8
—_478 42585 ‘ — 94 0 — 1066 AL 422 — 982
Von einer Knotenlinie am südlichen Ende ausgehend, steigt die Hubhöhe
rasch an, erreicht am 6. Querschnitt einen maximalen Wert, sinkt dann, um am
nördlichen Ende nahezu auf Null wieder herabzugehen, Das ganze Bassin um-
faßt also fast genau eine halbe Wellenlänge. Die Eigenschwingungsdauer des
Kanals muß demnach der Periode der halbtägigen Gezeit sehr nahe kommen,
Tatsächlich ergibt sich aus der angenäherten Formel T; = bei h = 1210 m,
was der mittleren Tiefe von 1180 m recht nahekommt, T; — 12.0 Stunden. Das
Verhältnis der Eigenperiode zur Periode der erzeugenden Gezeit v ist demnach
gleich 1; dann tritt aber Resonanz zwischen erzwungener Gezeit im Kanal und
äußerer Gezeit auf, und eine nähere Bestimmung der Gezeit nach der oben dar-
gelegten Methode versagt. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, daß in den
engen Kanälen, in denen die Baffinbai im Norden ausgeht, die Wassermengen,
die in der Gezeitenperiode durchgeschoben werden, klein sind im Vergleich zu