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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Schedler, A.: Die Zirkulation im Nordatl, Ozean u. den anliegenden Teilen der Kontinente usw. 7 
Jährlicher Gang der Gesamtsumme aller Minima für das ganze Gebiet. 
Bildet man für jeden mittleren Monat die Summe aller Häufigkeitswerte 
der Minima < 760 und < 750 mm über das ganze Gebiet, so erhält man den 
jährlichen Gang dieser Summe. Früher wurde derselbe bereits für die Maximalen 
Häufigkeitszentren besprochen und weist dort meist ausgesprochene jahreszeit- 
liche Unterschiede auf. ‚Folgende Tabelle gibt ein Bild dieses jährlichen Ganges 
der Summe aller Minima <= 760 und < 750 mm. 
| 3. m [Mm Alm A. | 8 | o. | N. |gabr 
SZ 0| 718 | 2 | | A 69.3 4 | SS 49.9 35.0 | 52 | 4) 742.9 
2760 |115.7 !110.2 |114.3 128.8 | 130.0 | 126.2 | 120.7 |129.3 | 135.7 125.8 | 125.5. | 116.2 | 1478.4 
Proz. | 62.2 | 61.7 | 62.7 | 61.5 | 58.3 | 40.6 | 38.9 | 35.8 | 36.8 | 48.8 | 52.0 | 57.7 |- 50.2 
Die Werte der beiden oberen Reihen sind vergleichshalber auf 30 Tage 
reduziert. Für die Minima < 760 ist der jährliche Gang nicht gut ausgesprochen; 
es treten zwei Maxima (April und August) und zwei Minima (Januar und Juni) 
auf£ Die Werte für die Zyklonen < 750 mm ergeben dagegen eine aus- 
gesprochene ganzjährige Periode; das Minimum fällt auf den Juli, das Maximum 
auf den März, bei hohen Werten auch während der drei Wintermonate, Die 
jahreszeitliche Verteilung für < 750 ist folgende: 
Winter 211.6 Frühling 200.9 Sommer 143.1 Herbst 187.3 und Jahr 742,9 
Dieser scharf ausgeprägte Gang in der Häufigkeit der Minima < 750 mm 
bewirkt natürlich einen ähnlichen in der prozentuellen Verteilung derselben 
gegenüber allen Depressionen (unterste Reihe). Das Maximum fällt, ziemlich 
gleichmäßig verteilt, in den Winter (Februar), das Minimum in den Sommer 
(Juli). Im Jahresdurchschnitt erreicht die Hälfte aller Minima eine Intensität 
von 750 mm und darunter, 
Bildet man über das ganze Gebiet für jede Breite (Breitengürtel) die 
Summe aller. Minima, so erhält man eine mittlere Verteilung längs eines 
Meridians, also für jede Breite die Anzahl der Zyklonen, die während eines 
durchschnittlichen Zeitraumes (Monat, Jahreszeit oder Jahr) im ganzen Gebiet 
gezählt wurden (vgl. Tabelle 5 und 6). Betrachtet man in dieser Hinsicht die 
Werte für das Jahr, so ergibt sich folgendes Bild: 
Br. 75° } _70| —65 | —60 | —55 | —50 | —45 | —40 | —85 | —80 | —25 | —20 | —15 | —10 
z0 ]276)| 88.8 [a 811 [1012 | | | 84.1 | | | 0.2 0.1 - 
SZ 760 132.7 |104.6 | 204.9 |193.3 |153.0 | 178.7 |255.1 |212.6 |105.7 22.5 7.9 | 83 | 218 
Proz. | 84 | 84 | 84 | 80 |-66 | 52 | 29 | 16 | 7 ) 4 | 8 | 1 
Wie bereits oben erwähnt, ersieht man aus der untersten Reihe die pro- 
zentuelle Häufigkeitszunahme der Minima < 750 mm mit der Breite. Für alle 
Minima (< 760) findet man ein Maximum in der Breite von 65°—60°, her- 
rührend von den zwei maximalen Häufigkeitszentren in dieser Breite (in der 
Davis-Straße und bei Island). Noch größere Werte treten in den Breiten 45°—35° 
auf, die von den Häufigkeitszentren im Mittelländischen und Schwarzen Meer, 
zum Teil auch von der Stelle großer Häufigkeit an der Ostküste Nordamerikas 
herstammen. Sehr arm an Minima ist der Breitengürtel 35°—15°, der ja zu- 
gleich den Hochdruckgürtel der Roßbreiten darstellt. In der Breite von 
15°—10° ist wieder eine Zunahme der Minima zu ersehen, welche hauptsächlich 
den Depressionen südlich der Kap Verde-Inseln zuzuschreiben ist. Wir befinden 
uns hier bereits im äquatorialen Kalmen-Gürtel, der in jeder Jahreszeit an dieser 
Stelle am weitesten. nach Norden reicht. Verfolgt man nun den jährlichen Gang 
dieser meridionalen Häufigkeitsverteilung, so ist wieder das Verhalten der 
Häufigkeitsmaxima von besonderem Interesse, Wie schon aus Tabelle 5 zu er- 
sehen war, rückt im Sommer das Maximum, das im Jahresmittel im Breiten- 
— a
	        
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