Schedler, A.: Die Zirkulation im Nordatl, Ozean u. den anliegenden Teilen der Kontinente usw. 7
Jährlicher Gang der Gesamtsumme aller Minima für das ganze Gebiet.
Bildet man für jeden mittleren Monat die Summe aller Häufigkeitswerte
der Minima < 760 und < 750 mm über das ganze Gebiet, so erhält man den
jährlichen Gang dieser Summe. Früher wurde derselbe bereits für die Maximalen
Häufigkeitszentren besprochen und weist dort meist ausgesprochene jahreszeit-
liche Unterschiede auf. ‚Folgende Tabelle gibt ein Bild dieses jährlichen Ganges
der Summe aller Minima <= 760 und < 750 mm.
| 3. m [Mm Alm A. | 8 | o. | N. |gabr
SZ 0| 718 | 2 | | A 69.3 4 | SS 49.9 35.0 | 52 | 4) 742.9
2760 |115.7 !110.2 |114.3 128.8 | 130.0 | 126.2 | 120.7 |129.3 | 135.7 125.8 | 125.5. | 116.2 | 1478.4
Proz. | 62.2 | 61.7 | 62.7 | 61.5 | 58.3 | 40.6 | 38.9 | 35.8 | 36.8 | 48.8 | 52.0 | 57.7 |- 50.2
Die Werte der beiden oberen Reihen sind vergleichshalber auf 30 Tage
reduziert. Für die Minima < 760 ist der jährliche Gang nicht gut ausgesprochen;
es treten zwei Maxima (April und August) und zwei Minima (Januar und Juni)
auf£ Die Werte für die Zyklonen < 750 mm ergeben dagegen eine aus-
gesprochene ganzjährige Periode; das Minimum fällt auf den Juli, das Maximum
auf den März, bei hohen Werten auch während der drei Wintermonate, Die
jahreszeitliche Verteilung für < 750 ist folgende:
Winter 211.6 Frühling 200.9 Sommer 143.1 Herbst 187.3 und Jahr 742,9
Dieser scharf ausgeprägte Gang in der Häufigkeit der Minima < 750 mm
bewirkt natürlich einen ähnlichen in der prozentuellen Verteilung derselben
gegenüber allen Depressionen (unterste Reihe). Das Maximum fällt, ziemlich
gleichmäßig verteilt, in den Winter (Februar), das Minimum in den Sommer
(Juli). Im Jahresdurchschnitt erreicht die Hälfte aller Minima eine Intensität
von 750 mm und darunter,
Bildet man über das ganze Gebiet für jede Breite (Breitengürtel) die
Summe aller. Minima, so erhält man eine mittlere Verteilung längs eines
Meridians, also für jede Breite die Anzahl der Zyklonen, die während eines
durchschnittlichen Zeitraumes (Monat, Jahreszeit oder Jahr) im ganzen Gebiet
gezählt wurden (vgl. Tabelle 5 und 6). Betrachtet man in dieser Hinsicht die
Werte für das Jahr, so ergibt sich folgendes Bild:
Br. 75° } _70| —65 | —60 | —55 | —50 | —45 | —40 | —85 | —80 | —25 | —20 | —15 | —10
z0 ]276)| 88.8 [a 811 [1012 | | | 84.1 | | | 0.2 0.1 -
SZ 760 132.7 |104.6 | 204.9 |193.3 |153.0 | 178.7 |255.1 |212.6 |105.7 22.5 7.9 | 83 | 218
Proz. | 84 | 84 | 84 | 80 |-66 | 52 | 29 | 16 | 7 ) 4 | 8 | 1
Wie bereits oben erwähnt, ersieht man aus der untersten Reihe die pro-
zentuelle Häufigkeitszunahme der Minima < 750 mm mit der Breite. Für alle
Minima (< 760) findet man ein Maximum in der Breite von 65°—60°, her-
rührend von den zwei maximalen Häufigkeitszentren in dieser Breite (in der
Davis-Straße und bei Island). Noch größere Werte treten in den Breiten 45°—35°
auf, die von den Häufigkeitszentren im Mittelländischen und Schwarzen Meer,
zum Teil auch von der Stelle großer Häufigkeit an der Ostküste Nordamerikas
herstammen. Sehr arm an Minima ist der Breitengürtel 35°—15°, der ja zu-
gleich den Hochdruckgürtel der Roßbreiten darstellt. In der Breite von
15°—10° ist wieder eine Zunahme der Minima zu ersehen, welche hauptsächlich
den Depressionen südlich der Kap Verde-Inseln zuzuschreiben ist. Wir befinden
uns hier bereits im äquatorialen Kalmen-Gürtel, der in jeder Jahreszeit an dieser
Stelle am weitesten. nach Norden reicht. Verfolgt man nun den jährlichen Gang
dieser meridionalen Häufigkeitsverteilung, so ist wieder das Verhalten der
Häufigkeitsmaxima von besonderem Interesse, Wie schon aus Tabelle 5 zu er-
sehen war, rückt im Sommer das Maximum, das im Jahresmittel im Breiten-
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