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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1924,
Tabelle 1.
Travemünde
„u 13, | Kolberger- |ri440] Sialmı aa
Swinemünde ! Kolberger- | mittel | T—8.| T—K | S-K
1855—1860
61— 65
66— : 70
71— 75
76— 80
81-— 85
86— 90
—832 9%
59, 29
—19| 38
Za8| 21
—19| 24
223 38)
— 8 88)
4118| 28
150 32
145 42
138! 22;
+28 | 24
A. 95 18
u
—}-
4
+20
+ 4
+ 7
—17
— 6
— 8
9
— 41
A 14)
—83 |
+26
—12
—_ 191
— 7
+26
+26
+ 3i
+41
__ Q
31
39
38
33 ı
18 1
36
21 |
65
46
25
7
—51
—45 |
+7,
—16
+32)
—15
—17
+ 5
--36|
+36
+ 7
A992
+ 36
29
—38
—48
+1
—382
+13
17
—15
AP
— 18
—33
—15
— 45
—11
| 41
19
—14
—26
—382
—51
8
9
A418
+14
+ 9
A381
6
41°
76
36
‘1
36
28 1
601
56
25
Ze
+25
94
+19
+85
—18
' 22
1855—1885 —38| +17 — 18] +25 | —15| + 98 ZB dr Ca al: 18
1890—1920 | +34 11] +15 17] +21 10 . 19 14-4183 9— 8 13
1855 —1920 | ol A ol „| ol 3830| (Fig. u] 0.125 04224 012
Zunächst fällt bei den Differenzen T—5S und T—K auf, daß sie in der
ersten Hälfe des Zeitraumes durchweg negativ, in der zweiten stets positiv sind,
mit je einer Ausnahme. Rührte dies daher, daß eine systematische Änderung
des Wasserspiegels (um nicht vorgreifend zu sagen: der aufsteigende Ast der
100jährigen Periode) sich in Travemünde in stärkerem Maße ausprägte als auf
den beiden anderen Stationen, so müßten auch die Abweichungen einen Gang
zeigen. Das tun sie aber nicht (Näheres folgt unten), sondern sie zeigen um
1890 herum offenbar einen Sprung. Swinemünde und Kolbergermünde stimmen
_— außer im 1. und letzten Lustrum des Beobachtungszeitraumes — viel mehr
überein; ein kleiner Gang ist anscheinend vorhanden.
Nun zu den Wasserständen selbst! In Travemünde liegen alle Lustren-
mittel der ersten Hälfte unter, der zweiten über dem Gesamtmittel. Hieraus
würde man mit großer Sicherheit auf eine systematische Wasserstandsänderung,
sei es eine dauernde Zunahme, sei es einen Teil einer langen Periode, schließen
können. Aber jener eben besprochene Sprung in den. Differenzen‘ T—5S und
T-—K, der — zufällig — im gleichen Sinne wirkt, zeigt, daß „nicht der ganze
Betrag der Änderung in Travemünde reell sein wird. Zwar könnte man an-
nehmen, daß der Betrag der systematischen Änderung: 67mm in Travemünde,
28 bzw. 36 mm in Swine- und Kolbergermünde, eben von Ort zu Ort wechsele,
wie dies z, B. ja bezüglich der Hebung der Küste in Schweden tatsächlich der Fall
ist. Aber- dann müßten auch die Differenzen T—5S und T—K einen Gang
zeigen, nämlich anfangs ‚große negative, zuletzt große positive Werte haben.
Das tun sie nicht, sondern sie schwanken innerhalb der beiden Hälften des Zeit-
raumes regellos hin und her und springen um 1885 plötzlich in die Höhe. Wo-
her dieser Sprung rührt!) — denn als reell müssen wir ihn ansehen — läßt sich
zurzeit nicht mehr sicher feststellen. Man kann aber mit einiger Wahrschein-
lichkeit wenigstens eine gewisse Mutmaßung aussprechen über die Richtung
sozusagen, in der seine Ursache liegen mag. Er tritt nämlich zur Zeit des Be-
ginnens der Registrierungen in Travemünde ein. Nun sind zwar Ungenauigkeiten
des Nivellements von Seibt bei dessen von Westphal hervorgehobener Sorgfalt
vollkommen ausgeschlossen; die unvermeidlichen Fehler können nur wenige
Prozente der hier in Betracht kommenden Differenz betragen. Kühnen hat
aber hervorgehoben, daß der absolute Stand des Mittelwassers je nach der
Örtlichkeit (z. B. rechts oder links von einer Mole) sehr verschieden sein kann
12
— 10
— 10°
— 4
A 19
1) Vgl. die letzten Zeilen der Tab, 2, Zwischen Zeit und der Größe der Differenz T — S bzw.
T-—K besteht innerhalb der Hälften des Zeitraumes keine nachweisbare Abhängigkeit, d.h. die
Werte schwanken, wie oben im Text gesagt, nach dem Zufallsgesetz. Der große Sprung veranlaßt,
daß der Korrelationsfaktor für den Gesamtzeitraum größer (und im entgegengesetzten Sinne!) aus-
fällt. Die Differenzen S — K zeigen aber relativ große K, so daß auch hier der Verdacht — erheblich
kleinerer — systematischer Abweichungen besteht. Vgl. die 2. Kolberger Publikation. Für unsere:
Zwecke kommt es nicht sehr darauf an.