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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Neuere Veröffentlichungen, 
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lichkeit der Behandlung der einzelnen Abschnitte 
sehr ungleich; bei weitem am eingehendsten sind 
die physikalischen und chemischen Eigenschaften 
des Wassers der Seen dargestellt, die biologischen 
Vorgänge dagegen nur in den wichtigsten Problemen 
erwähnt. Mit Recht ist dabei aufmerksam gemacht 
auf die Bedeutung der Erforschung des Stoffhaus- 
halts, der bei einer zweckmäßigen Zusammenarbeit 
zwischen Hydrographen und Biologen bei einem 
See leichter zu klären sein wird als in Flüssen 
und im Ozean. N 
Das Buch ist vortrefflich geeignet, einen Über- 
blick über die von der Seenforschung gesammelten 
Kenntnisse und. ihre Hauptprobleme zu geben, 
besonders wertvoll und dankenswert sind die Zu- 
sammenfassungen der umfangreichen und teils sehr 
versteckten Literatur, _ BB. Schulz, 
de Hart, C.: Rondom het Breedtepunt. Nieuwe 
Grenstafel voor Breedte-Lengtepuntberekening 
enz. 48 S. Amsterdam. Boekhandel „De 
Globe“. 
Bekanntlich eignet sich. ein Gestirn zur Breiten- 
bestimmung, wenn es in der Nähe des Himmels- 
meridians und zur Längenbestimmung, wenn es in 
der Nähe des I. Vertikals steht. Wo die Grenze 
zwischen der Breiten- und Längenbestimmung liegt, 
interessiert uns in Deutschland wenig, denn in 
zweifelhaften Fällen, in denen also das Gestirn 
weder in der Nähe des Meridians noch des I, Verti- 
kals steht, nehmen wir entweder keine Ortsbestim- 
mung vor oder wir bedienen uns der Höhenmethode, 
die bei jedem Azimut anwendbar ist. Anders in 
Holland, Schon Dr. Fulst hat im Jahre 1905 
bei Besprechung einer holländischen Nebenmeridian- 
breitentafel (Ann. d. Hydr. usw. 1905, S. 87) da- 
rauf hingewiesen, daß in diesem Lande die Höhen- 
methode wenig Anhänger gefunden hat und daß 
man dort vielmehr bestrebt ist, die Breitenmethode 
als notwendige Ergänzung der Längenmethode 
weiter auszubauen, Die Tafel von de Hart be- 
weist uns nun. daß diese Bestrebung dort auch 
10ch heute im Vordergrund steht, da außer der 
aus dem Titel des Buches ersichtlichen „Neuen 
Grenztafel für Breiten- und Längenpunktsberech- 
nung“ noch eine Methode zur Berechnung der 
Breite angegeben wird, bei der die Kenntnis der 
Bestecksbreite nicht erforderlich ist. Also auch 
neute gilt in Holland noch das, was der Verfasser 
zeinen Tafeln als Motto vorangestellt hat, nämlich: 
Niet weg met den Meridiaan, 
maar los van den Meridiaan. 
Daß diese Sondertafel nur auf holländische 
Verhältnisse zugeschnitten ist und keine allgemeine 
Verbreitung beansprucht, geht auch daraus hervor, 
laß die Erklärungen und Beispiele nur in hol- 
ländischer Sprache gegeben sind. 
In ausführlicher und anschaulicher Weise wird 
bewiesen, daß „Het azimuth van 45° of 135° is 
de meest redelijke grens tusschen lengtepunt- en 
breedtepuntberekening‘‘. Unter dieser Voraussetzung 
3ind die wahren Mittelpunktshöhen der Tafel I he- 
rechnet nach der Formel: 
gin d = sin gsinh + cos g cos h cos a, 
in der a =— 45° üder 135° gesetzt ist. 
Zur Berechnung der Breite dienen die Formeln: 
sina = sin tcos ösech 
tang g, = cos t cotg ö 
{ang 9 = cos a cotg h, 
Um aus g, und g@, die Breite zu erhalten, hat 
man nicht weniger als vier Fälle mit Bezug auf g, 
5 und t zu unterscheiden, ein Umstand, der die 
Methode nicht gerade als sehr empfehlenswert für 
Jie Praxis erscheinen läßt, woran auch der schöne 
Reim: „Wie auch’s Problem gestellt mag sein, 
1 und @, schenken klaren Wein“ 
aichts ändert. 
Tafel II enthält auf zwei Seiten die Werte zur 
Bestimmung der Nordsternbreite wie auch das 
Azimut dieses Gestirns für die Jahre 1908 bis 1940. 
[n Deutschland sind wir mit den diesbezüglichen 
Tafeln des Nautischen Jahrbuches vollauf zufrieden 
and liegt ein Bedürfnis nach einer besonderen Tafel 
nicht vor. P. Andresen, Geestemünde. 
B. Neueste Erscheinungen im Bereiche der Seefahrt- und der Meereskunde sowie auf 
verwandten Gebieten. 
a. Werke, 
Handelsgeographie und Statistik. 
Handelsstatistisches Amt, Hamburg: Hamburgs Handel und Schiffahrt. 1913, 1920 bis 1923. 
5% 338. Hamburg 1924, Lütcke & Wulff, 
b. Abhandlungen in Zeitschriften, sonstigen fortlaufenden Veröffentlichungen 
und Sammelwerken. 
orgii. »Handb. d. biolog. Arbeitsmethoden«, 
Abt. II, Heft 4, . 
Eine Elektrodynamik der Vorgänge in unserer 
Atmosphäre. F.Kaftan, »Naturwissenschaften « 
1924, Nr. 13, 
Die angeblichen Schwankungen der Solar- 
konstanten. F. Linke. »Met, Ztschr.« 1924, 3, 
Flood of October 22—25, 1923, in the Canal 
Zone. RR. Z. Kirckpatrick. »Washington, 
Monthly Weather Rev.« 1923, December, 
Mountain snowfall and flood erests in the 
Colorado. J. M. Sherier. Ebenda. 
Damaging temperatures and orchard heating 
in the Rogue River Valley Oregon. F. VD. 
Young and C. C. Cate. KEbenda. 
Is there an anti-trade wind in the equatorial 
„regions? 8. Sarasola. Ebenda, 
Über neuere meteorologische Beobachtungen 
auf der Sinaihalbinsel. P. Range. »Meteorol. 
Zischr.« 1924. 3. 
Witterungskunde. 
The Development of meteorology as illustra- 
tive of the role of mathematics in the pro- 
gress of science. E. W.Woolard. » Washington, 
Monthly Weather Rev.« 1923, December, 
Monthly normal sea-level pressure for the 
United States, Canada, Alaska and the 
West Indies. P. C. Day. »Monthly Weather 
Rev.« 1924, January. 
Temperaturmessungen nahe dem Meeres- 
strande. G. Helimann. »Meteorol. Zischr.« 
1924, 3. 
Using weather records. JS. C. Alter. »Washing- 
ton,. Monthly Weather Rev.« 1923, December. 
Organizacion y marcher de los ciclones tropi- 
cales. J. Millas, »Boletin del Observatorio 
Nacional«, Habana 1923, Nr. 11. | 
Die Messung des Windes im Lufitschiff und 
Flugzeug. H.Gadow, »Marine Rdsch.« 1924, 3, / 
Die meteorologischen Meßmethoden. W.Ge-
	        
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